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kismet23

Ansprechen von Vorlieben und einfaches Reden, Magazin oder Stickyeintrage im Forum?

Empfohlener Beitrag

kismet23
Geschrieben
vor 1 Stunde, schrieb OneNo:

Kann man nicht?

Dann frage ich mich, was wohl Journalisten, Autoren und Blog-Schreiber hierzu meinen würden. Und weshalb solche stilistischen Mittel damals im guten, alten Deutschunterricht überhaupt angesichts literarischer Werke behandelt wurden, wenn man sie doch nur im verbalen Austausch erkennen könne.

Ob ich meine ehemaligen Lehrer nun anrufen und ihnen diese Erkenntnis mitteilen sollte?

Grundlagen für diese Stilmittel bildet ein gemeinsamer Erfahrungs- und Wissensschatz, das hat dir bestimmt deine Deutschlehrerin mitgeteil :) Wenn nicht, wäre hier schon der erste Unterschied. Diese Stilmittel in Büchern und Zeitung zu nutzen ist legitim, da diese Medien oft auf ein bestimmtes Publikum abgezielt sind. Das diese Mittel im digitalen Zeitalter überdacht werden müssen zeigen die öffentlichen Reaktionen zum Postillion, die man bei Wikipedia nachlesen kann. Nicht jeder hat Humor, und meine Deutschlehrer brachten mir bei, in einer Disskusion sind sie unangebracht, da sie eben manchen Teilnehmer verwirren können, auch im Gespäch Angesicht zu Angesicht.

 

vor 10 Stunden, schrieb Nitrobär:

@kismet23

Woher willst Du wissen ob das Problem in der Person oder der Beziehung liegt , wenn Du nicht Beide gut kennst ? 

Von was für " Techniken " redest Du ? 

Und ich Themen in denen ich mitschreibe lese ich selbstverständlich alles , auch wenn es manchmal Gehirnstaupearlarm auslöst .

Ich glaube es zu wissen aus meiner Erfahrung, meinen gelernten Wissen über die menschliche Pyche und dem anwenden von Logik. Ich stütze meine Argumente auf dem Angstdefinitionen von Fritz Riemann und Siegbert A. Warwitz, (sehr interessante Bücher). Ich werde mal versuchen meine Gedanken genauer darzustellen. Wenn jemand fragt "Wie kann ich etwas tun?" kann ich davon ausgehen das der Fragen es vorhat. Ohne eine Handlungsabsicht würde sich sehr selten die Frage bilden. Das Wort Wie zeigt an, das nach der Umsetzung der Handlung gefragt wird, "Wie kann ich ein Ikearegal aufbauen?" bedeutet doch auch jemannd hat die Absicht ein Regal zu bauen. Jetzt überlege ich welche Ursachen können überhaupt vorliegen das jemand seine Handlungsabsicht nicht umsetzen kann. Also prüfe ich die Vorraussetzungen. Gehen wir also zu den Beispielen von Poppen, jemand fragt: "Wie kann ich meiner Frau sagen das ich Analsex möchte." Handlungsabsicht ist also er möchte mit seiner Frau sprechen, wird deutlich durch das Verb sagen. Die Verwendung von Worten, sowie die genaue Beschreibung was zu sagen ist, schließt aus das derjenige unfähig ist überhaupt mit seinem Partner zu sprechen sowie das die Person nicht weiß worüber sie sprechen möchte. Ein Gespräch zu beginnen ist eine einseitige Willensentscheidungen. Um jemand irgendwas zu sagen, braucht es nur den Sprechenden. Jetzt werde ich etwas spekulativ, aber ich gehe davon aus, das Zeit und Gelgenheiten in einer Beziehung vorhanden sind. Ansonsten würden diese offensichtlichen Hindernisse vom Fragen erwähnt werden. Dann kommen die Informationen zum Empfänger der Nachricht, manchmal gibt es keine, dann gehe ich davon aus das diese irrelevant sind. Der Empfähnger hat sich demnach weder positiv noch nicht negativ zum Frageinhalt geäussert, und auch sonstige keine offensichtliche Berührungsängste zum Thema. Also muss ich davon ausgehen, das der Fragenede aus einen inneren Grund, die Handlung des Fragen nicht umsetzen kann. Innere Gründe sind meist Ängste, die sich in Scham manifestieren. Um Scham, Auftrittsängste und ähnliches zu begegnen gibt es entsprechende Techniken.

Ich hoffe ich konnte meine Gedankengänge verständlich ausdrücken. Manchmal liege ich falsch, aber sehr oft liege ich richtig in meinen Einschätzung, zumindest im Gespräch Angesicht zu Angesicht. Im Netz gab es auch schon den einen oder anderen der mir mitteilte das ich es richtig gedeutet habe.

 

Am 29.5.2017 at 19:19, schrieb kismet23:

1. Brief schreiben; Manchmal hilft es, einen Brief an sich selbst zu schreiben. Beide Partner schreiben also ihre Gedanken und Fanatsien auf und Überreichen dem anderen den Brief. Ohne das jetzt eine Antwort verlangt wird. Damit kann man der Angst vor Ablehnung, dem Hemmnis etwas "peinliches" oder "pornografisches" dem anderen ins Gesicht zu sagen, umgehen. Natürlich kann man auch direkt sprechen, ich kenne aber sehr viele Menschen die es nicht können. Einigen hat das Geholfen.

2. Die "Ich habe einen Freund" Variante. Manchen Menschen fällt es einfach, eigene Wünsche und Gedanken als fremde darzustellen, um zu prüfen wie die Reaktion auf das Gesagte ist. Ich finde es schwierig, da die Möglichkeit besteht, das die Handlung bei Fremden anders bewertet werden kann als bei sich selbst oder dem Partner. Als Einleitung oder schriftliches danach "ich meinte mich" könnte dem begegnen.

3. Gemeinsam erotische Werke betrachten. Das können kurzgeschichten, Filme etc. sein. Danach besteht die Möglichkeit unverfänglich über das gesehen/gelesene zu reflektieren.

4. Es klinisch betrachten. Manche Menschen können ihre eigenen Wünsche besser beschreiben, wenn sie die Latainischen Namen für die Geschlechtsorgane nutzen, und die Handlung sehr sachlich, als sei man im Biologieunterricht, berichten.

5. Augen zu Variante. Im Kopf den Satz fertig bauen, einatmen, luft anhalten, augen zu und den Satz schnell rauswerfen. Manchen hilft es, manche finden das extrem schwer.

Kleine Auswahl, die hier schon mal gepostet habe, es gibt wohl bedeutend mehr, bzw. könnte ma dies genauer Ausführen. Ich bin schon immer ein sehr ängstlicher Mensch gewesen, was mich gestört hat, aus diesem Grunde habe ich mich damit beschäftigt wie man Ängste und besonders Scham bekämpfen kann.

OneNo
Geschrieben
vor 9 Minuten, schrieb kismet23:

Nicht jeder hat Humor, und meine Deutschlehrer brachten mir bei, in einer Disskusion sind sie unangebracht, da sie eben manchen Teilnehmer verwirren können, auch im Gespäch Angesicht zu Angesicht.

Und damit sind wir schon beim Threadthema...

Zusammengefaßt:

Man sollte es vermeiden, Ironie und Sarkasmus zu verwenden, da der Gegenüber unter dem Mangel leiden könnte, sie zu verstehen, richtig?

Dem gegenüber:

Man sollte es vermeiden, den Partner auf seine eigenen Wünsche anzusprechen, da dieser unter dem Mangel leiden könnte, sie zu verstehen.

Wolltest Du nicht eigentlich das genaue Gegenteil erreichen?

Wenn mein Gesprächspartner (ob verbal oder schriftlich) nicht gewisse Stilmittel erkennt, so ist dies sein Problem. Seines, nicht meins. Ist es somit meine Aufgabe, auf diese zu verzichten (Analogie: Eine Rechtschreibreform durchzuführen,  da die Schüler es nicht mehr schaffen, einfache Regeln zu verstehen, obwohl es die anderen Schuljahrgänge vor ihnen geschafft haben.) - oder ist es seine Aufgabe, sie zu erlernen und Wissenszuwachs zu erfahren oder einfach damit zu leben, daß er ein Defizit hierbei aufweist?

Ebenso ist es nicht die Aufgabe des Fragestellers, seine Wünsche überhaupt nicht erst anzusprechen, sondern die Aufgabe des Partners, anhand der erwähnten Wünsche zu entscheiden, ob sie zusagen oder nicht.

Und in beiden Fällen wird es Mißverständnisse geben. Der entscheidende Punkt ist dann hierbei einfach, wie man mit den entstandenen Mißverständnissen umgeht.

Aber aus der Position der Angst heraus zu argumentieren, um somit Verbote zu erwirken, ist wenig geeignet, sich mit jener Angst auseinanderzusetzen. Dasselbe gilt für die Suche nach Wegen, jene Angst zu umgehen.

Was einfach heißen soll:

Habe ich einen sexuellen Wunsch, den ich mit meiner Partnerin gern ausleben möchte, spreche ich es an. Gefällt ihr dieser nicht, kommt es halt nicht dazu. Wo ist das Problem? Muß ich an der Stelle einen Brief schreiben? Mich darüber informieren, wie ich meinen Mund zu öffnen habe, um die Worte herauszulassen?

Würden die Leute mehr reden und sich weniger über solche Dinge den Kopf zerbrechen, hätten sie wahrscheinlich auch mehr Sex und könnten dem Leitsatz "Kommunikation ist in einer funktionierenden Beziehung ein wichtiges Fundament." besser folgen.

(Und zu einer Kommunikation gehören nun einmal auch Stilmittel, da in ihnen Aussagen transportiert werden, die den Gegenüber eher zum Nachdenken anregen können, als es eine neutrale Aussage zu schaffen vermag.)

Nitrobär
Geschrieben

@kismet23

Du weißt aber schon das Ferndiagnosen für jeden Psychiater ein absolutes no-go sind oder ?

Wenn schon solche Fachleute explizit auf den intensiven persönlichen Kontakt bestehen , sollten Laien ,

egal mit wie viel angelesenem Wissen sich wohl nicht darüber hinweg setzten .

Du kannst jederzeit eine Frage wie :

" Was könnten die die Ursachen für .... " beantworten weil es da lediglich um die Aufzählung aller bekannten Ursachen geht , 

aber ob Das den Leuten eine Hilfe ist , halte ich doch für extrem fraglich , denn das kann eine Suchmaschine auch bieten . 

96angel
Geschrieben (bearbeitet)

@kismet23

Als allererstes:...liest Du deine Texte bevor Du den Antwortbutton betätigst??

Wenn ja(?)...dann bin ich doch etwas erstaunt, hochtrabende Kenntnisse über die menschliche Psyche + detailierte Hintergrundinformationen eingestreut in dann doch recht stümperhaft verfasste Texte. Für mich hat das etwas von "gewollt und nicht gekonnt", bzw. macht es den Eindruck des Einfügens von fundierten Publikationen in den eigenen Text um damit,....nunja(??)...sich selbst etwas zu erhöhen/besser/intellektueller ...zu wirken?! Gelingt aber nur wenn es in sich stimmig ist, was heißt der Anspruch in Ausdruck u.Rhetorik gleichbleibend hoch angesiedelt ist.

Zudem ist so einiges konträr. Du kreidest Anderen die Nutzung diverser Stilmittel an, im gleichem Atemzug tust Du es bei genau Demjenigen auf den dein Posting abzielt??!....Stellt sich mir wieder die Frage, ....Säbelrasseln um Aufmerksamkeit zu erregen o.vielleicht die Begrifflichkeiten der Stilmittel dann doch für sich selbst noch nicht so ganz verstanden??...

Nachtrag:

Sind diverse Stilmittel nicht auch dazu gedacht sein Gegenüber zu verwirren und dadurch zum nachdenken anzuregen??....Wenn es ernst gemeint ist, das diese heutzutage im medialen Zeitalter nicht mehr angebracht bzw.es verwerflich ist diese zu nutzen, stellt sich mir die Frage: ...warum lassen wir das mit dem Denken nicht gleich ganz?? (Trump für Alle!...yeah)

In dieser Welt möcht ich dann aber nicht leben, da ist mir ein vor Ironie tropfender o.sarkastischer Gesprächspartner lieber. Missverständnisse inklusive, ...so wegen Nachdenken/Herausforderung..(Du verstehst??)...., ich mag nicht "meinen" Kopf abgeben aus fadenscheinigen Gründen, die bei Licht betrachtet mehr als fragwürdig sind.

bearbeitet von 96angel
kismet23
Geschrieben

@96angel und @OneNo

Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, das ich Sarkasmus grundlegend ablehne, sondern diesen persönlich in Diskussionen zum Thema unpassend finde. Als Mittel zum Auflockern bei themenfremden Inhalten, kann es passen. Zum Thema, durchlesen, ja einmal lese ich noch einmal darüber. Das beim schnellen schreiben sich Fehler einschleichen, halte ich für normal. Meine Kenntnisse über die menschliche Psyche finde ich persönlich nicht hochtrabend, eher Hobby-Angelesen. Eingefügt habe ich tatsächlich nur die Namen zweier Autoren, um die Möglichkeit zu geben, zu vergleichen woher meine Argumente kommen. Direkt aus Literatur habe ich nichts eingefügt. Der wechsle zwischen meinen Sprachebenen, ja dieser stört mich teilweise selbst, ich versuche daran zu arbeiten.

 

vor 2 Stunden, schrieb OneNo:

Zusammengefaßt:

Man sollte es vermeiden, Ironie und Sarkasmus zu verwenden, da der Gegenüber unter dem Mangel leiden könnte, sie zu verstehen, richtig?

Dem gegenüber:

Man sollte es vermeiden, den Partner auf seine eigenen Wünsche anzusprechen, da dieser unter dem Mangel leiden könnte, sie zu verstehen.

Wolltest Du nicht eigentlich das genaue Gegenteil erreichen?

Ich denke es sind zwei verschiedene Sachverhalte, jemanden einen Wunsch mitzuteilen, und jemanden Sarkastisch zu antworten, auf eine ernste Frage. Ich sehe deswegen nicht die Schlussfolgerung die du gezogen hast. Magst du dies vielleicht näher erläutern?

vor 2 Stunden, schrieb OneNo:

Wenn mein Gesprächspartner (ob verbal oder schriftlich) nicht gewisse Stilmittel erkennt, so ist dies sein Problem. Seines, nicht meins.

Wenn du möchtest das dein Gegenüber dich versteht, ist es dein Problem. Wenn es dir egal ist ob dein Gegenüber dich versteht, ist es nicht dein Problem.

 

vor 2 Stunden, schrieb OneNo:

Und in beiden Fällen wird es Mißverständnisse geben. Der entscheidende Punkt ist dann hierbei einfach, wie man mit den entstandenen Mißverständnissen umgeht

Das stimmt. Da kann ich uneingeschränkt zustimmen.

 

vor 2 Stunden, schrieb OneNo:

Aber aus der Position der Angst heraus zu argumentieren, um somit Verbote zu erwirken, ist wenig geeignet, sich mit jener Angst auseinanderzusetzen. Dasselbe gilt für die Suche nach Wegen, jene Angst zu umgehen.

 

Ich habe nicht gemeint, das man im Umgang mit Angst Verbote nutzen sollte. Vielleicht habe ich mich da undeutlich ausgedrückt, ich denke im Umgang mit Ängsten sollte man eher Verbote vermeiden, sondern Wege suchen mit diesen Umzugehen. Eine spott-freie, klare Kommunikation finde ich da notwendig.

 

vor 2 Stunden, schrieb OneNo:

Habe ich einen sexuellen Wunsch, den ich mit meiner Partnerin gern ausleben möchte, spreche ich es an. [...] Muß ich an der Stelle einen Brief schreiben? Mich darüber informieren, wie ich meinen Mund zu öffnen habe, um die Worte herauszulassen?

 

Da man ja davon ausgehen kann, das die Fähigkeit den Mund zu öffnen vorhanden ist, scheint das Problem wo anders zu liegen. In den meisten fällen bei dem überwinden es anzusprechen. Dies ist kein seltenes Problem. Und ja Informationen wie man dieses Hindernis umgehen kann, können sehr hilfreich sein.

 

vor einer Stunde, schrieb Nitrobär:

Du weißt aber schon das Ferndiagnosen für jeden Psychiater ein absolutes no-go sind oder ?

Ich empfinde es nicht als Ferndiagnose, da ich nicht versuche herauszufinden wieso ein Hemmnis des Sprechens vorhanden ist, und ich auch nicht versuche diese Ursache zu beheben. Es ist nur das herunterbrechen von auf eine einfaches Problem. Handlungsanweisungen, wie die weiter oberen, sind in etwa wie Anleitung beim Ikearegel, man kann ihnen folgen, aber es gibt viele Menschen die bauen ihre Regale auf, ohne in die Anleitung zu schauen. Die Scham vor seinem Partner etwas zu sagen deutet auch nicht sofort ein "psychisches Problem" hin, sehr viele Menschen haben es, ohne das es einen Leidensdruck aufbaut. Die meisten finden irgendwann in ihrem Leben, Wege dies zu umgehen und lernen die offene Kommunikation. Wenn jemand nun nach solchen Wegen fragt, wieso sollte ich diesen Menschen nicht Wege vorstellen, die ich kenne, teilweise ausprobiert habe.

 

vor einer Stunde, schrieb 96angel:

[..] wenn es ernst gemeint ist, das diese heutzutage im medialen Zeitalter nicht mehr angebracht bzw.es verwerflich ist diese zu nutzen [...]

Ich meinte in schriftlichen und mündlichen Diskussionen. Ich bin mir auch ziemlich sicher, das ich diese Einschränkung mehrmals erwähnte.

 

vor einer Stunde, schrieb 96angel:

Säbelrasseln um Aufmerksamkeit zu erregen

Ich verstehe die Anspielung auf das Säbelrasseln nicht. Ich finde es eigentlich eine gute und vernünftige Auseinandersetzung, wo verschiedene Argumente gegeneinander abgewägt werden. Für mich persönlich habe ich schon einige Punkte aus diesem Thread mitgenommen über die ich nachdenken kann und möchte.

 

vor einer Stunde, schrieb 96angel:

[...] etwas zu erhöhen/besser/intellektueller ...zu wirken [...]

Es ist nicht meine Absicht, so zu wirken. Wohl aber eine Charakterschwäche, das ich leider so formuliere, das Menschen es so empfinden. Wenn dem so ist, möchte ich mich entschuldigen. Wie ich erwähnte, versuche ich daran zu arbeiten. Was mich wieder auf den Punkt bringt, ich nehme einiges mit aus diesem Thread. Danke auch dir für den Hinweis, das ich doch mehr als einmal flüchtig drüber lesen sollte.

OneNo
Geschrieben
vor 7 Minuten, schrieb kismet23:

Ich sehe deswegen nicht die Schlussfolgerung die du gezogen hast. Magst du dies vielleicht näher erläutern?

Ich wüßte nicht, an welcher Stelle ich mit der direkten Gegenüberstellung eine Schlußfolgerung getroffen hätte - ich habe beide Sachverhalte miteinander verglichen: Das Weglassen einer Sache X, um dem Gegenüber die Scham darüber, einzugestehen, X nicht verstehen zu können, zu ersparen.

Die nähere Erläuterung dieses Vergleichs folgte dann innerhalb der weiteren Zeilen.

Scheint wohl so, daß nicht nur Sarkasmus und rhetorische Fragen manchmal nicht zu verstehen sind. Sollte man nun demnach in einem Gespräch komplett auf Worte verzichten? Das würde Mißverständnisse immerhin recht stark einschränken...

vor 12 Minuten, schrieb kismet23:

ich denke im Umgang mit Ängsten sollte man eher Verbote vermeiden, sondern Wege suchen mit diesen Umzugehen. Eine spott-freie, klare Kommunikation finde ich da notwendig.

Der Widerspruch - gerade angesichts meines erwähnten Vergleichs - fällt Dir an dieser Stelle wirklich nicht auf? (Zur Verdeutlichung wurde das Unterstreichen innerhalb des Zitats angewandt.)

Aber gern noch einmal aufgeschlüsselt:

Der Umgang mit einer Sache X soll also dadurch erlernt werden, daß man X vermeidet? Und ich dachte immer, es hieße "Übung macht den Meister.".

Angewandt auf das Threadthema (daher der gegenüberstellende Vergleich):

Der Umgang mit dem Ansprechen seiner Wünsche soll also dadurch erlernt werden, daß man das Ansprechen der Wünsche vermeidet?

 

Um ganz sicherzugehen, daß nun dieses Mal der mit Zaunpfählen gespickte Wink auf Widerstand trifft:

Wer stilistische Mittel nutzen möchte, soll dies auch einfach machen, da derjenige, der sie nicht erkennt, nur anhand des Umgangs mit ihnen erlernen kann, sie zu verstehen.

Wer sexuelle Wünsche ausleben möchte, soll diese einfach ansprechen, da derjenige, der sie schlußendlich erfüllen soll, nur anhand des Vernehmens dieser überhaupt reagieren und entscheiden kann.

 

Und auf welche Weise gerade Letzteres zu bewerkstelligen ist, ohne das Hindernis des Überwindens zu umgehen, wie Du es hier so schön anklingen läßt:

vor 24 Minuten, schrieb kismet23:

In den meisten fällen bei dem überwinden es anzusprechen. Dies ist kein seltenes Problem. Und ja Informationen wie man dieses Hindernis umgehen kann, können sehr hilfreich sein.

Es nicht umgehen. Sich dem Hindernis (der Angst) stellen. Einfach aussprechen.

Denn, und das ist das Wichtige, es besteht kein Problem, es überhaupt ansprechen zu können - wenn der jeweilige Threadersteller angesichts seines Threads bewiesen hat, daß er dazu in der Lage ist, Worte zu finden, um seine Wünsche zu äußern. In dem Falle benötigt man kein tiefenpsychologisches Gutachten, sondern einfach nur einen Korb, in welchen man all die schönen Worte innerhalb des EP hineinfegt, mit nach Hause nimmt und sie dem Partner vor die Füße kippt.

Will man diesen Vorgang umgehen (mit dem Partner einfach offen zu reden), ist es fraglich, ob es Sinn macht, überhaupt eine Beziehung führen zu wollen. Da diese im Regelfall auf Kommunikation aufbaut.

kismet23
Geschrieben

Ok, ich glaube ich habe das Mißverständniss entdeckt.

Also du meinst, durch die Verwendung des Stilmittels Sarkasmus gibst du deinem Gesprächspartner die möglichkeit den Umgang damit zu erlernen. Habe ich dies richtig verstanden? Wenn ja, kann ich dir zustimmen. Mein Punkt war aber nur der Platz wo man es verwendet und in welcher Absicht. Wenn ich mit einem Problem zu einem Arzt gehe, und dieser mir Sarkastisch antwortet, finde ich meist unangemessen. Ist es mein Hausarzt der mich ewig kennt, kann es sehr passen.

Auf Poppen bezogen, wenn jemand eine Frage stellt, und jemand der den Fragenden überhaupt nicht kennt, Sarkastisch antwortet, besteht die Gefahr das der Sarkasmus selbst nicht erkannt wird. Die häufigste Reaktion hier ist aber nicht das erlernen des Umgangs sondern persönliche Angriffe. Deswegen finde ich es unangemessen. Verbieten würde ich dennoch nicht. Es ist jedem seine persönliche Entscheidung wie man sich einbringen möchte, meine Meinung spielt da nur eine Untergeordnete Rolle.

Ich weiß nicht ob du die Ratschläge zum Umgang des Schamgefühls vielleicht nur überflogen hast, aber jeder diese Ratschläge stellt eine Variante dar, zumindest erstmal seine Wünsche dem anderen mitzuteilen, wenn man es noch nicht im direkten Gespräch schafft. Wenn diese mitgeteilt sind, entsteht Sicherheit, man merkt, es kann funktionieren. Und wie jetzt ein Paar sich über ihre Wünsche austauscht, ob Brief, Whatsapp, Rollenspiel usw. erscheint mir irrelevant, solange sich die zwei Menschen austauschen können.

Ich finde es gut das dir das aussprechen so einfach fällt. Dies ist aber leider nicht der Standart. Die Ratschläge sind kein Umgehen der Angst, sondern eine Möglichkeit mit der Angst um zu gehen. Mit ihr klar zu kommen und sie zu überwinden. Und ja, um so einen Ratschlag zu geben, braucht man kein tiefenpychologisches Verständniss. Aber etwas Verständins das nicht jeder so Selbstsicher ist wie man selbst. Ich kenne auch Tänzer, die können tanzen, aber trauen sich bei Veranstaltung nicht auf die Tanzfläche. Sie haben also die Befähigung etwas zu tun. Trauen sich nicht. "Geh einfach tanzen." wird seltenst hilfreich sein. "Fang doch da in der Ecke an, du wirst merken niemand lacht dich aus." oder "Ich tanz mit dir." oder "Du bist nicht allein mit diese Angst." sind einfache, normale Ratschläge, die manchmal dann helfen können, die Angst zu überwinden. Ist sie einmal überwunden, dann klappt es jedesmal besser, und die Menschen bauen das Vertrauen auf, was du augenscheinlich schon besitzt. Daran glaube ich zumindest.

OneNo
Geschrieben
vor 2 Minuten, schrieb kismet23:

Ist sie einmal überwunden, dann klappt es jedesmal besser, und die Menschen bauen das Vertrauen auf

Oder sie verkriechen sich in der neugeschaffenen Komfortzone und vegetieren dahin - und haben es noch immer nicht erlernt.

Jetzt könnte man sagen: "Ist doch nicht schlimm. Immerhin kommunizieren sie doch."

Angewandt auf das Beispiel mit dem Brief/WhatsApp:

Stellen wir uns vor, derjenige, der nur durch diese Kanäle mit dem Partner über solche Dinge reden kann, tritt auf die Straße, wird vom Auto angefahren und verliert beide Hände. Dann sind nicht nur die schönen Zeiten des Masturbierens vorbei, sondern auch die Zeiten sexueller Experimente mit dem Partner. Auf welche Weise soll er denn nun schließlich mit ihm kommunizieren? Gut, wenn er kreativ ist, kann er vielleicht darauf ausweichen, mit den Füßen zu schreiben. Oder mit dem Mund. Wieso dann allerdings nicht gleich den Mund für eine andere Art der Kommunikation nutzen? Zum Reden?

Mit solchen "Tricks" verlagert man nur das Problem - und Du hoffst einfach, daß durch Analogien der Weg zum konkreten Ziel eingeschlagen werden kann. Wenn jedoch bereits das Problem besteht, von Anfang an dieses Ziel erreichen zu können, dann passiert es zumeist, daß man sich auf dem Umweg verläuft und dann im fernen Timbuktu häuslich einrichtet. Möglicherweise gefällt es einem da, das will ich gar nicht in Abrede stellen, allerdings sieht dort die medizinische Versorgung beim Verlust der beiden Hände etwas düsterer aus.

Und zum Thema Sarkasmus:

vor 13 Minuten, schrieb kismet23:

Die häufigste Reaktion hier ist aber nicht das erlernen des Umgangs sondern persönliche Angriffe.

Wie Dir eventuell beim Lesen aufgefallen sein dürfte, sind persönliche Angriffe hier von Haus aus die häufigste Reaktion. Auf welche dann mit Sarkasmus reagiert wird. Und jetzt frage Dich einmal, weshalb der Sarkasmus als Reaktion gewählt wird (nicht nur in diesem Falle sondern auch in der Situation, daß jemand eine Frage stellt) - ich gebe auch gern eine Hilfestellung:

Der Sarkasmus erfüllt zumeist einen Zweck, der sich nicht auf den Spott gründet, da der Spott nur das Wesensmerkmal des Sarkasmus darstellt, nicht seine Intention.

kismet23
Geschrieben

Wenn ich dich richtig verstehe, bist du also die Art Schwimmlehrer der seine Schützlinge ohne Schwimmhilfen, direkt ins tiefe Wasser schickt, um zu vermeiden, das die durch Schwimmhilfen eine Komfortzone erleben aus der sich nicht mehr herraus wollen?

Ich bin ein wenig froh, das ich was meine eigenen Komplexe angeht, andere Helfer gefunden haben, um meine Scham bei direkten Ansprechen zu überwinden. Inzwischen klappt es, wenn auch noch holprig sogar mit der Stimme Angesicht zu Angesicht. Ich denke deine Methode hatte mich wohl nur verunsichert. Bei anderen Menschen kann es wohl sicherlich funktionieren. So wäre wohl, als Fazit mein Vorschlag beide Wege zu präsentieren und in großen Lettern darauf hinzuweisen, selbst wenn man die "Stützfahrradräder-Ratschläge" nutzt, immer versuchen sollte die Fähigkeit zu erlernen es direkt anzusprechen, da dies die Grundlage einer funktionierenden Beziehung darstellt.

 

 

Nun, deinen Sarkamus vermittelt in mir den ersten Impuls, "Dieser Mensch nimmt dich nicht ernst." Ich muss diesen Impuls erst niederkämpfen, bevor ich dir antworten kann, bzw. sogar schon bevor ich überlege was meint er damit. Natürlich weiß ich nicht ob der Spott deine Intension ist, aber er schwingt mit. Es natürlich deine Entscheidung, in einem Gespräch deinen Gegenüber damit zu "reizen" oder zu verspotten, wie gesagt, ich selbst kann nicht direkt die Intention herraus lesen. Vielleicht möchtest du auch nur das Gespräch etwas auflockern.

OneNo
Geschrieben
vor 1 Minute, schrieb kismet23:

Wenn ich dich richtig verstehe, bist du also die Art Schwimmlehrer der seine Schützlinge ohne Schwimmhilfen, direkt ins tiefe Wasser schickt,

Nicht schicken, sondern hineinwerfen. Nur mit dem Unterschied, daß sie in solchen Fällen, wie sie dieser Thread anspricht, eine Taucherausrüstung tragen und daher nicht ertrinken können.

Immerhin:

Was sollte denjenigen im schlimmsten Falle drohen, wenn sie der Partnerin sagen: "Schatz, weißt Du, was ich mir gern einmal von Dir wünschen würde? Daß Du ihn in den Mund nimmst."? Die Antwort wird entweder aus Zustimmung oder aus Ablehnung bestehen. Dieselbe Reaktion, als wenn sie fragen würden, ob sie jetzt Lust auf einen Apfel hätte.

Und darin offenbart sich das grundsätzliche Problem derjenigen, die solche "Wie soll ich...?"-Threads ins Leben rufen. Sie wollen nicht wissen, wie sie ihren Wunsch am besten ansprechen sollten. Sie wollen eine Hilfestellung dafür, wie sie ihren Partner am besten überzeugen/überreden können, "Ja." zu sagen.

Und das ist ein Unterschied.

 

Den Sinn einer sarkastischen Äußerung/eines stilistischen Mittels habe ich bereits in dem Beitrag oben auf dieser Seite angesprochen.

kismet23
Geschrieben
vor 9 Minuten, schrieb OneNo:

Und darin offenbart sich das grundsätzliche Problem derjenigen, die solche "Wie soll ich...?"-Threads ins Leben rufen. Sie wollen nicht wissen, wie sie ihren Wunsch am besten ansprechen sollten. Sie wollen eine Hilfestellung dafür, wie sie ihren Partner am besten überzeugen/überreden können, "Ja." zu sagen.

Das halte ich für eine Unterstellung. Manchmal kann es stimmen, aber nicht immer. Zum Punkt "Überzeugen" gibt es auch Möglichkeiten, wobei ich diese meist fragwürdig halte und nicht weitergeben würde. Also würde ich nur so Antworten, wie weiter oben beschrieben.

OneNo
Geschrieben
vor 37 Minuten, schrieb kismet23:

Das halte ich für eine Unterstellung.

Sicher?

Dann eine einfache Frage:

Was wollen diejenigen, die ihren Wunsch beim Partner ansprechen (auf welche Weise auch immer), denn mit dem Ansprechen erreichen?

Einfach nur ihren täglichen Soll an ausgesprochenen Wörtern erfüllen? Oder ihren Wunsch gern erfüllt sehen?

Und nun wenden sie sich an andere Menschen, um sie zu fragen, wie sie ihnen am besten dabei helfen könnten:

a) ihren täglichen Soll an ausgesprochenen Wörtern zu erfüllen oder

b) die Wahrscheinlichkeit, ihren Wunsch erfüllt zu bekommen, zu steigern?

kismet23
Geschrieben

Wie schon mehrmals erwähnt, gibt es Menschen die sich nicht trauen. Und ja im Schutze der Anonyität des Netzes fällt es ihnen leichter über ihre Fantasien zu sprechen. Und eben da suchen sie Hilfe. Ich halte es für falsch, jeden Fragenden es zu unterstellen, das sie sich nur selbst präsentieren möchten oder nach Überedungstipps suchen.

Wenn dies jeder so händlet, könnte man sich das Forum auch ganz sparen, oder?

OneNo
Geschrieben
vor 2 Minuten, schrieb kismet23:

Ich halte es für falsch, jeden Fragenden es zu unterstellen, das sie sich nur selbst präsentieren möchten oder nach Überedungstipps suchen.

Da hast Du gerade etwas mißverstanden.

Dann anders:

Wenn Du Deinem Nachbarn sagst, Du hättest jetzt gern einen Apfel, dann sagst Du doch damit aus, daß Du jetzt gern einen Apfel hättest. Dir somit wünschst, daß sich dieser Wunsch erfüllt (das ist das Kernelement eines Wunsches - das Begehren der Erfüllung). Das gilt für alle Wünsche. Soweit einverstanden?

Wobei möchte nun also jemand Hilfe, wenn er einen anderen fragt, wie er dem Nachbarn am besten mitteilen sollte, daß er einen Apfel will? Beim Erfüllen des Wunsches, oder nicht? (Nicht vergessen: Das Begehren nach Erfüllung kennzeichnet den Wunsch.)

Immerhin fragt derjenige nicht nach, wie er dem Nachbarn am besten ein stundenlanges Gespräch ohne einen anschließenden Konsens an die Backe nageln kann. Immerhin will er ja einen Apfel.

kismet23
Geschrieben

Ok, nehmen wir dein Beipiel:

Wenn jetzt jemand denkt, "Das is mir peinlich, meinen Nachbarn um einen Apfel zu bitten. Aber ich will ihn gern bitten." Dann folgt die Frage: "Wie bitte ich ihn nur darum?" die anonym gestellt wird, weil der Nachbar es so nicht erfährt. Wenn du dir nicht vorstellen kannst, das es Menschen gibt, die solche Probleme in ihrem Kopf haben, ok, dann ist es unmöglich dies nachzuvollziehen. Ich habe solche Menschen jedoch kennengelernt, weswegen es für mich schwer nachzuvollziehen ist das jemand solche Fragen stellt um sein eigenes Ego aufzubessern.

Jetzt sagst du: Sag es ihm einfach. Und der fragende denkt sich: "Würd ich ja, aber ich weiß nicht wie, es ist mir peinlich." Jetzt sag ich, ok, formuliere deinen Wunsch in nem Satz, übe diesen Satz vor dem Spiegel. Geh dann zu deinem Nachbarn, hol tief Luft und sag deinen Satz auf. Ob mein Tipp hilft, keine Ahnung, aber es ist für den unsicheren Apfelbegehrer zumindest mehr als "Red doch." den reden wird er ja wohl können. Wenn er wissen wollte wie er seinen Nachbarn überzeugt ihm einen Apfel zu geben, müsste er danach fragen. "Wie überred ich meinen Nachbarn mir einen Apfel zu geben." Dann könnte man sagen: Erstmal erzählen das du einen willst, wenn er dir keinen geben will, fragen wieso. Vieleicht will der Nachbar ja nur etwas als Gegenleistung, oder er kann dich net leiden und will ihn deswegen net geben. Das musst du dann akzeptieren.

In meinem Kopf zwei verschiedenen Fragen, mit mehr als 2 möglichen Ursachen, die Contextabhänig beantwortet werden können.

OneNo
Geschrieben
Gerade eben, schrieb kismet23:

Dann folgt die Frage: "Wie bitte ich ihn nur darum?" die anonym gestellt wird, weil der Nachbar es so nicht erfährt.

Und was soll damit erreicht werden?

Daß er einen Weg findet, seinen Wunsch erfüllt zu bekommen, oder nicht? Weshalb sollte er sonst überhaupt mit dem Gedanken spielen, ihn zu fragen? Er will ja den Apfel.

kismet23
Geschrieben

Er möchte einen Weg finden, den Peinlichkeitsmoment zu überwinden. Bleiben wir beim Apfel

Tipp: "Bring, wenn dein Nachbar gern Bier trinkt, ne Flasche mit. Schenk sie ihm, und im Gespräch fragst du locker ob du einen Apfel bekommst." So etwas möchte der Fragesteller dann wissen. eine Möglichkeit nach etwas zu fragen, was eben peinlicher ist als ein Apfel. Dieser Tipp kann den Fragen dann helfen, seinen Wunsch zu äussern. Und vieleicht auch erfüllt zu bekommen. Am Anfang steht aber erstmal die Fähigkeit den Wunsch überhaupt gegenüber den anderen zu äussern. Und diese Fähigkeit hat nicht jeder Mensch. Ich kenne sogar Menschen dennen wäre es peinlich ihren Nachbarn um einen Apfel zu fragen. Und den meisten is es sogar peinlich das zuzugeben. Wir leben ja in einer Geselschaft wo das jeder kann. Demzufolge sind Menschen die es nicht können, nun damaged goods um es extrem auszudrücken. Je nach schwere des Wunsches, werden die Leute irgendwann aktiv oder sie verzichten solange darauf bis es sich erledigt, (keine Äpfel mehr da) oder selbst erfüllt (der Nachbar bietet es von sich aus an)

OneNo
Geschrieben
vor 39 Minuten, schrieb kismet23:

Er möchte einen Weg finden, den Peinlichkeitsmoment zu überwinden.

...um was zu erreichen?

Demnach steht nicht ein Überwinden im Vordergrund sondern die Erfüllung des Wunsches.

Andernfalls fändest Du hier zahlreiche Threads im Forum, die sich darum drehen, daß Menschen nach Hilfe danach fragen, wie sie grundsätzlich mit ihrem Partner kommunizieren können, da sie es verlernt/nie erlernt haben. Stattdessen findest Du hier zahlreiche Threads, die sich darum drehen, daß Menschen nach Hilfe fragen, wie sie ihrem Partner ihren Wunsch am besten mitteilen sollen.

Ist dies für Dich ernsthaft identisch?

kismet23
Geschrieben

Nein es ist nicht identisch. Meinem Partner sagen: Ich hatte einen schlechten Tag. Wie war deiner." ist für mich eben was anderes als "Ich möchte gern Oralsex haben." Ich mach den Unterschied, da ich ihn von mir selbst kenne, dieser Unterschied immernoch teilweise bei mir vorhanden ist, und ich weiß das es albern ist. Ich bin aber nicht der Meinung das meine Beziehung deswegen ein Definzt hat, sondern ich. Also fragte ich Freunde, Bücher das Netz. Und nein, ich wollte nicht wissen wie ich grundsätzlich mit meinem Partner spreche, sondern wie ich den peinlichkeitsmoment in meinem Kopf überwinde. Und ja, als ich damit anfing war ich 20, und da las sich meine Frage so "Wie sage ich meiner Freundin das ich Bi bin." 2 Jahre habe ich gesucht und gefragt, bis ich endlich einen Weg fand und den Mut aufbrachte. Siehe da, alles kein Problem, wir sind heute noch zusammen und ich lernte Stück für Stück meine sexuellen Fantasien ausdrücken, und ja dahinter steht der Wunsch es auch umzusetzen. Aber umsetzen geht nur wenn der andere es weiß.

Eine langjährige Freundin hatte jahrelang den Wunsch Bondage auszuprobieren. Aber sie traute es sich nicht auszusprechen. Nach vielen Gespärchen und Ausprobieren welche Methode zu ihr passt, schrieb sie ihrem Partner einen Brief. Gut, die Beziehung hilet dann doch nur 2 jahre, aber zumindest lernte sie ihre Wünsche zu kommonizieren.

Also, ja die Erfüllung des Wunsches steht im Vordergrund, aber der Grund wieso er nicht erfüllt ist, kann sehr wohl die Angst sein, etwas zu seinem Partner zu sagen was einem selbst peinlich ist, weil man denkt der Partner findet einen dann pervers, will es sofort ausprobieren aber man ist selbst noch unsicher, weil die Erziehung einem beibrachte das man über sowas nicht spricht usw. usf.

Im Internet, ist man anonym, versteckt hinter einem Profil, auf einer Seite wo es um Sex geht. Ein Raum also in dem viele Menschen sich weit eher trauen ihre Wünsche überhaupt erst zu formulieren.

Wie oft habe ich hier schon erlebt, das schriftlich ein riesen porno geschrieben wurden ist, aber sobald es Angesicht zu Angesicht wurde, die Menschen nicht mal mehr Schwanz sagen konnten. (Genau 2 mal, wenn es interessiert) Gehört von Damen recht oft.

 

Du findest hier im Forum tatsächlich auch Threats wo Menschen fargen wie man grndsätzlich mit dem Partner kommuniziert. Wie gesagt, bei manchen magst du Recht haben, manche Fragenden wollen wissen wie man Überredet, aber aus persönliocher Erfahrung, aus einer vielzahl von Gesprächen weiß ich, das es Menschen gibt, die tatsächlich Fragen; wie sie es schaffen ihre Angst zu überwinden und ihren Partner fragen können ob er mal irgendwas mit ihnen macht.

OneNo
Geschrieben
vor 8 Minuten, schrieb kismet23:

Also, ja die Erfüllung des Wunsches steht im Vordergrund

Und das in Verbindung mit dem:

vor 9 Minuten, schrieb kismet23:

Wie gesagt, bei manchen magst du Recht haben, manche Fragenden wollen wissen wie man Überredet, aber aus persönliocher Erfahrung, aus einer vielzahl von Gesprächen weiß ich, das es Menschen gibt, die tatsächlich Fragen; wie sie es schaffen ihre Angst zu überwinden und ihren Partner fragen können ob er mal irgendwas mit ihnen macht.

Auf nichts anderes wollte ich hinaus, da Du Dich zu sehr auf das Wort "überreden" versteift hast, als ich treffender von "überreden/überzeugen" schrieb. Das Überreden ist der negative Aspekt, das Überzeugen der positive Aspekt - und beide enden bei der Erfüllung des Wunsches. Dieser ist der Antrieb, sich überhaupt Gedanken zu machen, etwas erzählen zu wollen.

Womit ich den Kreis zu meinem allerersten Beitrag hier schließen kann:

Wer hier von seinen Wünschen schreibt, sollte den Partner eventuell einfach den betreffenden Thread zeigen, da er in diesem bereits die Worte gefunden hat, von denen er glaubt, er besäße sie nicht.

Summum bonum, totum bonum.

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