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Letztes Geleit - nahe Einschläge

Empfohlener Beitrag

tombottom
Geschrieben

Du kommst da eh net lebend raus. Das Thema ist nicht blöd, nur finde ich das auf diesem Portal nicht wirklich passend. Ich habe leider auch genügend schmerzliche Erfahrung diesbezüglich machen müssen und sicher noch etliche andere hier. Aber da gibt es doch sicher diskrete Möglichkeit bzw. persönliche Gespräche mit vertrauten Menschen, oder?

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Geschrieben

Ich kenne das nur zu gut. Auch ich habe im Laufe der Zeit einige Verluste hin nehmen müssen, sei es durch unfälle oder Krankheit. Jedoch hat mich der Suizit meines Besten Freunden vor ein paar Jahren vollkommen aus der Bahn geworfen. Ich habe damals fast ein Jahr gebraucht um das ganze überhaupt zu realisieren. Auch heute noch denk ich sehr oft an ihn und unsere gemeinsamen Erlebnisse und am Tag seines Freitods nehm ich mir vormittags die Zeit um einfach mal ein paar Minuten mit meinen Gedanken bei ihm zu sein.

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Geschrieben

Was steht denn im Totenschein? Irgendwas muß ja als Erklärung dienen. Und damit kannste dich dann beschäftigen und eventuell deinen Frieden machen. Aber eins kann ich dir auf den Weg geben, wir sterben alle mal. Halt dich nicht unnötig an den Gedanken/Ängsten fest, sondern nimm das Leben wie es kommt. Klingt abgedroschen, aber es ist letztlich doch so simple. Das ist jetzt vielleicht der Punkt, an dem du dich mit dem Tod auseinander setzen kannst. Ich hab vor 2,5 Jahren meinen Frieden gemacht, als meine Mutter 3 Tage nach ihrem 57. Geburtstag gestorben ist. Ich hab daher vorgesorgt mittels Versicherungen. Ich kann den Tod nicht verhindern, aber ich kann Vorsorgen, damit meine Hinterbliebenen (mein Bruder, meine Hunde)nicht in Unkosten fallen und alles soweit geregelt ist. Denn eins ist gewiss, ich werde sterben...nur das wann steht in den Sternen. Der Spruch: Lebe jeden Tag als sei es dein letzter! ist allerdings Humbug....

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Lass es dir nicht zu nahe kommen. So ist das Leben nun einmal. Vielleicht bin ich morgen nicht mehr da. Genieße jeden Augenblick, lache jeden Tag, poppe als wäre es das letzte Mal.

xxitus
Geschrieben

Es gibt ein Buch wo alles.drin steht, es kann aber keiner ' rein schauen. Ist auch gut so.Kollege, Nichtraucher, sportlich, Schlaganfall. Ein anderer genau so, fällt mit seinem Fahrrad tot um. Ist einfach gesagt: Nicht drüber Nachdenken, auch wenn es nicht leicht ist.Meine Schwiegereltern sind über 80, Kann jeden Tag sein, auch wenn Sie gesund sind. Ich denk nicht drüber nach, auch weil selbst genug an den Hacken hab. Bin über jeden Tag wo Sie noch krabbeln froh.Auch weil ich das Drama von meinem Mann und noch nicht erleben will. Dazu kommt das nach dem Tod meiner Eltern keiner meiner 3 Geschwister den Arsch in der Hose hatte sich um was zu kümmern. Vielleicht sehe ich das auch Desw. etwas distanzierter.

Caschi64
Geschrieben

Leider gehört der Tod zum Leben dazu. Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur raten. Sage den Menschen die dir nahe sind , was sie dir bedeuten. Schieb es nicht auf, vielleicht ist es dann zu spät. Ich bereue sehr das ich es nicht getan habe.

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xxitus
Geschrieben

Korrektur, Nicht Mann, Meine Frau ist Mamakind, Desw. wird es dann ein Drama.

Geschrieben

Mein Beileid.

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Geschrieben

Für solche Gefühle ist es egal, wann und wo man danach ist, diese Art von Gefühle los zu werden... Auch hier bin ich mir sicher dass Menschen gibt wo so ein Thema einfach nur respektiert wird... Möchte da nicht die Ausnahme sein... Dass Leben ist manchmal sehr unfair, ich weis, leicht zu reden wenn man nicht der jenige ist der direkt betroffe ist, aber mir bleibt nichts anders übrig, als dir viel Mut und Stärke zu wünschen...

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Wuchtbrumme78
Geschrieben

@RoterArmist

Mein Beileid.. Fühl dich mal wortlos gedrückt.. 

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Sunny24001
Geschrieben

Lebe jeden Tag als wenn es der letzte ist!

NerdPimmel
Geschrieben

Ja das Schicksal ist grausam, daher sollte man auch immer ein freundlich zueinander sein dann

NerdPimmel
Geschrieben

- Immer nett zueinander sein dann weiß man das jemand um ein trauert!**

Geschrieben

Und deshalb... Genau aus Diesem Grund und es so verdammt wichtig etwas aus seinem Leben zu machen!!!! Wir müssen mehr leben und vor allem mit unserem Leben zufrieden sein.

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Der Tod lebt immer unter uns hat mein Opa immer gesagt als Kind fand ich den Spruch total blöde !! Jetzt verstehe ich ihn gut ! Dir kann ich nur sagen verabschiede dich und geh deinen weg weiter mehr Einfluss haben wir alle nicht ! Aber mein beileid wünsche ich trotzdem von Herzen den es ist immer schwer !

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Sich der Entlichkeit bewusst zu werden ist angsteinflössend.... Lebe einfach denn der Tod ist unausweichlich.

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Sakaro
Geschrieben

Ja was soll Mensch sagen , ich lebe mein Leben in vollen Zügen . Ich rauche , ignoriere keinen Bordeaux und esse relativ deftig. . Mein Cousin genau das Gegenteil , raucht und konsumiert fast keinen Bordeaux oder Gleichwertiges , und hat gestern einen Infarkt erlitten . Genau so alt wie ich. Die Zeit heilt jede Wunde , wichtig ist aus meiner Sicht , recht intensiv gelebt zu haben und nichts verpasst zu haben .

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vor 15 Stunden, schrieb RoterArmist:

Und trotzdem kippt der ohne Vorwarnung um und bleibt liegen.

auch wenns traurig ist wenn jemand verstirbt... aber einen schöneren tod hätte er nicht haben können.

andere leiden .. freu dich für ihn, dass er das nicht musste.

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Geschrieben

Danke an alle für die netten Worte. 

Geschrieben

Ich finde es beeindruckend, wie viele Menschen hier dieses Thema wichtig nehmen...denn...dieser "Opa" hat ja Recht, wenn er sagt, der Tod ist immer unter uns. Wir können es verdrängen, und das ist auch gut so. Aber Gelegenheiten wie diese erinnern uns daran, dass es eben nur verdrängt ist. Ihr habt viele tolle Sachen gesagt für RoterArmist....ich würde gerne eine Kleinigkeit hinzufügen. Als ich von meinem Geliebten verlassen wurde, war mir das auch wie ein Tod. Ich dachte damals, ich werde wahnsinnig und wohin mit mir....? Ich fing damals an zu schreiben, Gedichte...einfach wahllos aufs papier geschmiert, ohne drüber nachzudenken, einfach die Worte, die rauswollten, seitenweise, in der Regel natürlich heulend....ähm...dieser Verarbeitungsprozess hat leider 25 Jahre gedauert, lach, aber das ist sicher nicht immer so. Als ich die Gedichte schrieb, hatten sie keinen Zweck, z. B. , dass es ein gutes Gedicht werden muss oder so. Nur....wenn ich sie heute lese, dann ist eine richtige Geschichte entstanden, die mir im Nachhinein zeigt: auch, wenn in diesen Momenten meine Welt am zerbrechen war, es waren stets kleine Veränderungen zu finden...klitzekleine Aufwärtstrends. Dann wieder Rückfälle...dann wieder ein Blick voraus usw. Heute bin ich dankbar, dass ich das gemacht habe, denn es war zu zwei Dingen gut: Es half mir damals, nicht verrückt zu werden und heute sehe ich, dass der Spruch "Zeit heilt alle Wunden" wahr ist. Und speziell bei Thema Tod helfen mir oft zwei Dinge: Den Satz zu denken, "er ist uns nur vorausgegangen" naja, und was mich selbst anbetrifft, der Glaube an Gott, der in seiner von uns nicht nachvollziehbaren Weisheit alles zusammenhält. Ich wünsche dir, dass du Halt findest, vll . könnte das mit dem Schreiben auch was für dich sein und mache es wie Albert Schweizer, verusche dereinst die Welt ein bisschen besser zu verlassen als du sie vorgefunden hast. Liebe Grüße , Kristien

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 51 Minuten, schrieb Lexmiamorsch:

auch wenns traurig ist wenn jemand verstirbt... aber einen schöneren tod hätte er nicht haben können.

andere leiden .. freu dich für ihn, dass er das nicht musste.

Mehr kann man dazu eigentlich fast nicht sagen. Es gibt so viele Formen von Leid bevor man geht, dass man für einen plötzlichen Tod tatsächlich dankbar sein darf.

Es gibt Krankheiten die tödlich enden, den Betroffenen und die Angehörigen über Monate oder Jahre leiden lassen, und doch unausweichlich sind.

Es gibt zur genügend Fälle von Herzinfarkt oder Schlaganfall nach denen auch junge Menschen schwerste Pflegefälle bleiben weil das Gehirn schaden genommen hat, künstliche Ernährung, Windeln, aus den Mundwinkeln laufender Sabber, Bewegungslosigkeit und ähnliches ist die Folge.  

Der Mensch ist da, er vegetiert dahin, Jahre wenn nicht sogar Jahrzehnte, weil er am Leben erhalten wird, die Angehörigen müssen über Jahre dieses Leid miterleben und tatenlos zuschauen.

Plötzliche Todesfälle durch Herztod, Unfälle , Krebs, Freitod, Pflegefälle, Tod im Alter ... all sowas gab es schon im Familien und Bekanntenkreis. Ich empfinde das plötzliche als die beste und humanste Art zu gehen, man kann es sich aber leider nicht aussuchen.

In der Nachbarschaft verstarb vor einiger Zeit eine 29jährige (hatte Mann und 2 kleine Kinder ) an einer Lungenembolie beim Wandern am Muttertag.

Das war so ein Fall der mich wach gerüttelt hat. Man sollte, das Leben leben, so lange man kann und nicht ständig auf etwas verzichten oder etwas verschieben weil xyz ....

Du kannst wenn du gehst nichts materilles mitnehmen, das hinterlässt du deinen Angehörigen.

Ich persönlich möchte das Leben genießen, klar gewisse Pflichten wie Arbeit und Co. hat man, aber ich möchte auf die schönen Dinge im Leben und auf tolle Erinnerungen nicht verzichten.

Viel Kraft für dich !

 

bearbeitet von wir-und-du
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Geschrieben

Als Vorwort: es gibt keine Worte die den Verlust eines geliebten Menschen und sie damit verbundene Trauer lindern kann! Es gibt auch keine rationelle Erklärung warum jemand der auf seine Gesundheit achtet früher stirbt als jemand der dieses ignoriert. Wie wissen nur sicher das jeder einmal stirbt, der eine später und der andere leider früher. Ich find es nur wichtig von der geliebten Person Abschied zu nehmen, seih beim Bestatter selbst am offenem oder geschlossenem Sarg (je nach eigenem empfinden) oder bei der Trauerfeier. Dieser Schritt ist nämlich wichtig für die eigene Trauerbewätigung. Aber verstehen oder akzeptieren wird man das wenn überhaupt erst nach Jahren. Ich hoffe ich habe die richtig Worte gefunden und das sich keiner Angegriffen fühlt

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Soulsister008
Geschrieben

@RoterArmist, dieses Thema bewegt uns doch, auch auf dieser Seite, wie man an den Beiträgen erkennen kann.

Jeder Mensch hat seine ganz eigene Art mit der Trauer umzugehen und so ist jede Form der Verarbeitung richtig und wichtig.

Ich selbst habe vor zwei Jahren die Erfahrung machen dürfen, wie schnell das Leben enden kann..

Seit dieser Zeit lebe ich bewusster..nicht unbedingt gesünder ,eher intensiver.

Dir schicke ich liebe Grüße und einen Drücker aus der Ferne!

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