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Olympia 2008 in China

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

das thema bewegt mich derzeit und ich frage mich, ob man in diesem land wirklich die olympische spiele ausrichten sollte, bzw. , ob man die spiele wegen den menschen in tibet nich boykottieren sollte.

was meint ihr dazu ?


Geschrieben

Kann sich doch heutzutage keine westliche Nation (und auch einige aus dem nahen Osten) aufgrund der wirtschaftlichen Verstrickungen mehr leisten, es wird ein wenig der Zeigefinger erhoben und Schluß, ganz besonders bei den Amis, Walmart ist der viertgrößte "Handelspartner" (sprich Kunde) Chinas.

Olympische Spiele in Moskau waren damals etwas anderes, mit denen haben wir nur sehr wenig gehandelt...

Ist schon eine gewissenlose Welt, in der wir leben, der Tanz ums goldene Kalb wird zum Lebensinhalt.

Gruß

Jens


Geschrieben

eben,

an china traut sich nicht wirklich jemand ernsthaft ran - ich meine keinen krieg

china wird die wirtschaftsmacht Nr. 1 und tibet hat kaum möglichkeiten, sich seiner haut zu wehren.

so wäre doch ein boykott ein gutes mittel china in der welt zu ächten.

china selbst ist übrigens auch auf das ausland angewiesen


Geschrieben

china selbst ist übrigens auch auf das ausland angewiesen



Aber nicht im gleichen Ausmaß wie umgekehrt, zumal sie viele Dollars haben und so auf jeden Fall ihr iranisches Öl bekommen- geht ja nichts über Außenseiter, die zusammenhalten. Und wenn China die Landeswährung vom Dollar abkoppelt, gehen in den USA quasi die Lichter aus... Außerdem kann China immer damit drohen, in Taiwan einzumarschieren und den Krieg will jeder vermeiden.

Außerdem produzieren die Chinesen auch viel für den asiatischen Markt und da sind die ethisch-moralischen Vorstellungen andere als hier, so ein Aufstand ist da nichts, was besonders gewichtet oder verurteilt wird, sondern normaler Bestandteil des Lebens zwischen Starken und Schwachen.


Nino2
Geschrieben

Ganz genau so sehe ich das auch.

Die Vorstellungen über Menschenrechte im asiatischen Raum sind, na sagen wir gewöhnungsbedürftig.


Geschrieben

Zu deiner Frage: Die Spiele hätten niemals nach China gehen dürfen. Kuba oder Iran würden sie ja auch nicht bekommen .. aber da stehen ganz andere wirtschaftliche Interessen dahinter.

Was die aktuelle Situation betrifft, so kaue ich ungern Reportermeinungen wider, aber ein Boykott würde für Tibet nichts ändern.
Bei den Chinesen hat 'staatliche Einheit' Priorität, auch weil die Beispiele Sowjetunion und Jugoslawien gezeigt haben, wie schnell die Dinge auseinanderfliegen können sobald sich die erste Region absondert.

Und von Langnasen lassen die sich sowieso nix sagen.
Was ist denn nach dem Massaker von 1989 passiert?
Oder warum spielen westliche Regierungschefs Besuche des Dalai Lama als 'privat' herunter?

Die Chinesen haben nichts zu fürchten, nicht nur weil sie ein Machtfaktor sind, sondern auch ein berechenbarer Faktor in der Region .. und das wissen sie auch.

Persönlich würde ich sagen: Da dürfen keine olympischen Spiele stattfinden.


Geschrieben

sicher liegt da sehr viel im argen - grad in asien. wir haben da sicher ein anderes denken, aber grad dadurch wird asien immer weniger kalkulierbar


nur, "wir" fahren in ein land, um dort spiele des friedens zu feiern

ich hatte mich wirklich schon drauf gefreut - auf die spiele, aber so langsam vergeht mir alles.

vor 1 stunde habe ich ein video dazu im www gefunden "verbotene bilder tibets" .........


wasduwillst007
Geschrieben

....................... neuer denkansatz :

ist es nicht möglich, daß das land und die dort stattfindenden spiele- die ganze welt zu gast haben und sich nicht allein dadurch schon genötigt fühlen, mehr und mehr toleranz zu zeigen ??????

denkt mal an die zeit zurück, als der große aufstand auf dem platz war, wie die politische führung damals reagiert hat ! ein solches handeln wäre heute undenkbar.

kein land der welt schafft es innerhalb von vier oder fünf jahren aus dem mittelalter aufzutauchen, die gesamte vergangenheit hinter sich zu lassen und sich bereits bestehende idiologien einzuverleiben.

wir "deutschen" sollten das aus eigener erfahrung her wissen........

prozesse brauchen zeit.......

(bevor hier wieder ein halblesender schlaukopf auftaucht: nein- ich finde das vorgehen in tibet in keiner weise akzeptabel !)


Geschrieben

Ich gehe davon aus, dass die heute genauso handeln würden wie 1989 (wenn du die Demonstration für Demokratie auf dem Platz des Himmlischen Friedens meinst), denn die Geschichte zeigt eindeutig, dass Machterhalt nur mit brutaler Unterdrückung möglich ist ..

und welche vier oder fünf Jahre meinst du?
Seit Mao? Seit der Besatzung durch die Japaner? Seit dem Transrapid-Bau?

Tibet ist für die eine 'innere Angelegenheit' .. da wäre Druck von aussen so, als würde die EG das deutsche Reinheitsgebot für Bier ausser Kraft setzen wollen ..


Geschrieben

@schleckfreund:

ich gebe dir zu 100 % recht


@wasduwillst007


...toleranz zu zeigen...



ich habe inzwischen sehr viele berichte über dieses land gelesen und auch einiges im tv gesehen - leider war ich noch nie selbst dort, aber die "drillung" der menschen zum verhalten bei den OS konnte jeder selbst im tv erleben

was derzeit in tibet pasiert, passt eben zur politik des landes china - druck auf die menschen ausüben.

sollten sich die ersten länder mit einem boykott für die OS melden, werden sicher andere folgen - das ist meine hoffnung, so sehr ich sport liebe


Juicyfruit69
Geschrieben

ich habe schon vor den jetzigen ereignissen in tibet,
quasi bei bekanntgabe der spiele nach china an boykott gedacht!
nicht jetzt national, sondern für mich als sportler, hätte ich persönlich auf die teilnahme verzichtet,
da nicht nur die tibet-politik mich davor abgeschreckt hätte...


wasduwillst007
Geschrieben

@schleckfreund: ich meine die jahre in unserer schönen republik !


@ soggä: sicher ist das verhalten der dort verantwortlichen nicht mit "west-europäischem" standard zu vergleichen ! leider !

noch nicht !

ich bin sicher kein befürworter der unterdrückung und gängelung- aber einer des
beobachtens ob einer entwicklung.

was mögen andere länder und kulturen über die spaltung einer (unserer) nation gedacht haben ????? ( verhaftungen, schüsse, todesfälle)- das wird friedliebenden völkern ein graus gewesen sein.

bevor wir auf andere mit dem finger zeigen, sollten wir bedenken, daß dabei mindestens drei finger auf uns zeigen................


Geschrieben (bearbeitet)

sollten sich die ersten länder mit einem boykott für die OS melden, werden sicher andere folgen - das ist meine hoffnung, so sehr ich sport liebe



So wie all die Länder, die den Einmarsch der USA und ihrer Verbündeten in den Irak, der völkerrechtswidrig und unter Vorspiegelung falscher Tatsachen stattfand, die Beteiligten boykottiert haben? Demnach müssten die Invasoren seit Jahren wirtschaftlich isoliert sein und von den friedliebenden Nationen der Welt boykottiert werden, kein Deutscher mit Gewissen dürfte in einem dieser Länder noch Urlaub machen... Wo war der langanhaltende Aufschrei und die anschließende Hilfe bei den Massakern in Ruanda, wann wurde Liberia geächtet und wann die Saudis oder Israel? Bei allen humanistischen Gedanken, rein technisch gesehen ist der Aufstand in Tibet eine innenpolitische Angelegenheit Chinas, ähnlich, als ob Puerto Rico einen Aufstand gegen die USA proben würde und in unserer kurzlebigen Zeit wird schon nächste Woche keiner mehr darüber reden, weil inzwischen etwas anderes passiert ist und wenn es nur ein Sportereignis oder der jüngste Exzess einer Britney Spears ist- Zumwinkel ist doch auch schon wieder vergessen.

Niemand wird boykottieren, es gibt ein wenig Sturm im Wasserglas und im Sommer geht es fröhlich lächelnd nach Beijing.


bearbeitet von geilingiessen
wasduwillst007
Geschrieben

-------------au weia----------------

das wird politisch !

gleich haut da ein mod rein...........................................................


Geschrieben

irgendwie habt ihr leider (!!!) recht, aber sollten wir alle dazu einfach schweigen ?

wir beiden - unser profil als paar ist sicher vielen bekannt - sind aus dem osten und haben dort realen sozialismus leben müssen - mit allem für und wieder.
wir sind froh, dass die wende so klappte und es keine toten gab.

hier treffen 2 länder aufeinander und kann man einfach nur aus der ferne beobachten, was passiert ?

wir reden hier von menschen und deren leben.............


wasduwillst007
Geschrieben

nein soggä- schweigen auf gar keinen fall !

wir sollen uns äußern- der austausch bei einem derart kontroversen thema hilft allen, die andere noch nicht bedachte, nämlich gegenüberliegende seite zu beleuchten.

ABER !

wir sollten uns hüten, zu verurteilen !


Geschrieben (bearbeitet)

@ soggä: sicher ist das verhalten der dort verantwortlichen nicht mit "west-europäischem" standard zu vergleichen ! leider !

noch nicht !



Wird es das jemals? Ist unsere christlich-moralische Ethik die alleinseligmachende oder sollten wir andere Völker so leben lassen, wie sie es wollen und das zum Teil bereits länger tun, als das Christentum existiert?

Genauso, wie wir viele Asiaten nicht verstehen (oder Afrikaner oder früher die Indianer usw.), verstehen uns diese nicht und sehen uns eher als Kuriosum- "Überbevölkerung" existiert primär nun mal zuerst in Asien und ein Menschenleben wird da anders bewertet. Auch Religion spielt eine Rolle, z.B. unternehmen viele Inder der unteren Kasten gar keine Anstrengungen, ihre Situation zu verbessern, weil das Karma das nun mal eben für ihr jetziges Leben vorsieht, bei der nächsten Runde auf dem Rad der Wiedergeburt wird es dann besser.

Wir sollten endlich lernen, die Unterschiede der Kulturen zu respektieren und mit ihnen in Einklang zu leben und uns von der Vorstellung lösen, daß der Rest der Menschheit im Grunde ihrer Herzen unbedingt unser Wertesystem will... Inkas und Azteken könnten u.a. heute noch leben, viele Hebammen wären nicht als Hexen verbrannt worden, die Indianer wären weiterhin die dominierende ethnische Gruppe in Nordamerika und und und- die großen Kriege, insbesondere die beiden Weltkriege, waren immer Kriege der westlichen Kultur, die dann andere mithineinzog.


bearbeitet von geilingiessen
Geschrieben

Würde ein Boykott der olympischen Spiele wirklich China unter Druck setzen?
Wenn es so wäre, dann würde ich sofort meine Stimme zum Boykott dalassen.

China hätte nie den Zuschlag bekommen dürfen, denn die Menschenrechtsverletzungen im Inland sind weltweit bekannt. Wollte man China damit milde stimmen? Vielleicht wegen der Marktführung , Handelspartner..oder so ein Gedöns?

Ein Boykott der Spiele würde jetzt nur die Sportler, den olympischen Geist, die Sportfans treffen. Nicht aber China.

Die juckt es wahrscheinlich ebensowenig wie 1989, als weltweit Kritik an China aufkam. Lediglich ein Herr Krenz begrüsste die Reaktion der Chinesen....Und danach war alles wir vorher und China ebenbürtig.

Vielleicht sind ja die OS eine Plattform, um auf die Menschenrechtsverletzungen in China hinzuweisen!

Nur meine Meinung spontan dazu.


Geschrieben

@giessen: Deine Träumereien haben einen kleinen Haken und der heisst Globalisierung.

Und Nordamerika wurde nicht von Europäer besiedelt, weil sie auf die Idee gekommen sind, die Indianer zu vertreiben ... und die Spanier und Portugiesen in Mittel- und Südamerika hatten erstmal profane wirtschaftliche Interessen .. aber ich will nicht mit Wissen schwadronieren, das eigentlich jeder haben sollte, der in Geschichte keinen Fensterplatz hatte ..


Geschrieben

irgendwie habt ihr leider (!!!) recht, aber sollten wir alle dazu einfach schweigen ?

In einem Fickforum? Ja! Unbedingt!


Geschrieben

Spritzneuling, es gibt auch Leute hier, die manchmal politisch denken.

Sorry auch.


Geschrieben (bearbeitet)

... Träumereien haben einen kleinen Haken und der heisst Globalisierung.



Sag bloß... Genau wegen der wirtschaftlichen Verflechtungen wird es keinen Boykott geben, das hatte ich bereits dargelegt- trotzdem darf man gelegentlich auch mal von einer besseren Welt träumen. Abgesehen davon, daß die Globalisierung ein Riesenproblem bekommt, wenn der chinesische Arbeiter so weit ist, daß er endlich auch die Produkte kaufen will, die er produziert; das wird noch zehn oder zwanzig Jahre dauern, aber dann wird es in China richtig kochen und die werden auch keine billigen Produzenten mehr sein, was passiert dann?

Und Nordamerika wurde nicht von Europäer besiedelt, weil sie auf die Idee gekommen sind, die Indianer zu vertreiben ... und die Spanier und Portugiesen in Mittel- und Südamerika hatten erstmal profane wirtschaftliche Interessen



Aber immer unter Beteiligung religiöser Gemeinschaften und deren Vertreter, immer unter dem Deckmantel, daß man die Heiden zu ihrem eigenen Besten bekehren will und daß sie nach den herrschenden Vorstellungen sowieso Menschen zweiter Klasse sind. Man sollte die enorme Macht der Mutter Kirche zu der damaligen Zeit nicht unterschätzen, die- als Christen getarnt- eine große wirtschaftliche Größe darstellte und weitreichenden politischen Einfluß hatte.

Die erste größere Besiedlung Nordamerikas fand statt, weil eine religiöse Splittergruppe eine neue Heimat suchte.

Ich hatte übrigens keinen Fensterplatz, deshalb sehe ich das Gesamtbild- ich maße mir aber auch nicht an zu beurteilen, wo Du gesessen hast.


bearbeitet von geilingiessen
wasduwillst007
Geschrieben

@ spritzneuling:

wenn du dir, deinem benutzerbild folgend, herabfallendes hirn wünscht, solltest du dir nicht das größte dach suchen...........................................


Geschrieben

Freunde, oderr auch nicht - ich hab doch nur meine Meinung gesagt...

Ich habe ja keinem unterstellt, dass er nicht politisch denken kann - sondern nur geäußert, dass das hier der falsche Platz sein könnte...


Geschrieben

In einem Fickforum? Ja! Unbedingt!



ganz tolle einstellung -

wenige worte sagen doch sehr viel aus


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