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Freundschaft oder Verrat?

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Angenommen...
Ihr seid mit einem Pärchen befreundet, er betrügt sie, sie weiß nix davon.
Nehmt ihr diesen Zustand stillschweigend hin oder haltet Ihr es für richtig, in diesem Augenblick jemanden zu "verpetzen", obwohl Ihr wisst, dass dadurch die Beziehung zerstört wird?

Angenommen...
Ihr habt einen Kumpel, der Euch eines Abends gesteht, dass er vor 3 Jahren eine Frau vergewaltigt hat. Zeigt ihr die Person an? Oder ist Euch die Freundschaft wichtiger?

Angenommen...
Freunde prahlen mit Geld, dass sie durch Schwarzarbeit erlangt haben. Ruft Ihr beim Finanzamt an?




Wie weit deckt Freundschaft solche Ereignisse und ab wann wird man zum "Denunzianten"?


Geschrieben

Angenommen...
Ihr seid mit einem Pärchen befreundet, er betrügt sie, sie weiß nix davon.
........

Angenommen...
Ihr habt einen Kumpel, der .........eine Frau vergewaltigt hat.

Angenommen...
........ Schwarzarbeit ........ Finanzamt



Das ist wirklich eine schwierige Frage.
Bei dem Pärchen würde ich mich raushalten, vielleicht mal miut IHM reden.

Beim vergewaltiger bin ich im Konflikt. als Frau würde mir das jedoch vermutlich nciht passieren, dass mir ein Mann das erzählt. Und dann kommt es drauf an, wie. Prahlt er damit noch, würde ich vielleicht zur Polizei gehen.... Tut es ihm leid, hat er ein schlechtes Gewissen, würde ich ihm raten sich zu stellen . die dritte Frage ist klar, keine Denunziation!


Geschrieben

Punkt 1.) Ich würde es für mich behalten, da ich nicht die Beziehung zerstören will, insofern diese Beziehung eh noch lange hält. Meiner Meinung nach muss schon einiges schieflaufen, dass es dazu kommt.

Punkt 3.) Nein, ich würde Ihn nicht beim Finanzamt verraten. In diesem Land wird Arbeit nicht wirklich angemessen bezahlt. Es fällt mir schwer jemanden dafür zu verurteilen.

Punkt 2.) ich glaube dafür bräuchte ich Zeit zum überlegen, am Ende würde ich Ihn aber anzeigen. Das könnte ich nicht gutheißen oder unter den Tisch kehren. Das wäre zu hart für mich.


SweetArsch
Geschrieben (bearbeitet)

Ich würde erst mal mit dem reden, der betrügt und ihm meine Meinung sagen.
Dem Vergewaltiger würde ich sagen, dass er sich ev. stellen sollte.
Der Schwarzarbeiter ist ein Arsch, wenn er auch noch damit protzt, braucht er was vor die Fresse! Ob man dann gleich zum Finanzamt rennen muss, kann ich so nicht entscheiden. Aber es gibt Fälle, wo ich so was ok fände.


bearbeitet von SweetArsch
Geschrieben

Bei der Beziehung wenn ich beiden gleichermaßen nahe stehe würde ich den Mund halten, wenn ich glaube, daß ich damit mehr Schaden anrichte als zu nutzen. Wäre der Kerl einer meiner Freunde und die Frau erst später "dazugekommen" würde ich in jedem Fall den Mund halten, das ist für mich eine Frage der Loyalität.
Und wieso den Schwarzarbeiter anzeigen? Der Staat bescheißt uns wo er kann, jeder der zurückschlägt erntet meinen Beifall, wir müssen halt alle sehen wo wir bleiben.
Und was den Vergewaltiger angeht... Kopf packen, ein paar mal auf den Tisch ballern und ihn dann zur nächsten Polizeiwache schleifen. Alles hat irgendwo Grenzen, und selbst Freundschaft endet wenn es um solche Dinge geht.


Pumakaetzchen
Geschrieben

Bei dem Pärchen würde ich mich in jedem Fall raushalten. Bei uns ist auch jeder der Meinung, dass wir eine mustergültige Ehe führen, dabei läuft seit über 20 Jahren auf sexueller Ebene gar nichts mehr. Ich würde mir aber verbitten, dass sich Außenstehende - und wenn es 10x Freunde sind - einmischen. Es ist UNSERE Sache. Abgesehen davon, wäre wohl der, der "aufklärt" immer der Bösewicht, egal, wie es sich entwickelt. Was in einer Ehe abläuft, ist die Sache der Eheleute und nicht die von irgendwelchen außenstehenden bigotten Moralaposteln. Wie im alten Sprichwort: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Ab und zu ist es einfach angebracht, die Schnauze zu halten.

Was den Vergewaltiger angeht, käme es drauf an, wie er es darstellt und wie er drüber redet.
Vermutlich würde ich ihm empfehlen, sich selbst zu stellen.

Wer mit seiner Schwarzarbeit protzt, muss sich nicht wundern, wenn er auffliegt. Wenn er offiziell von HartzIV lebt, in Wirklichkeit aber in Saus und Braus lebt, weil er am Finanzamt vorbei arbeitet und sich unberechtigt auf Kosten der Allgemeinheit durch's Leben schmarotzt, hätte ich keine Probleme damit, ihn zur Anzeige zu bringen. Wem Leistungen zustehen, der soll sie bekommen, aber wer andere Einkommensquellen hat, sollte auch davon leben und nicht unberechtigt Leistungen beziehen.


Geschrieben

Angenommen...
Ihr seid mit einem Pärchen befreundet, er betrügt sie, sie weiß nix davon.
Nehmt ihr diesen Zustand stillschweigend hin oder haltet Ihr es für richtig, in diesem Augenblick jemanden zu "verpetzen", obwohl Ihr wisst, dass dadurch die Beziehung zerstört wird?



Habe ich bereits persönlich erlebt!
SIE hat ihn (ein sehr guter Freund) betrogen - ich habs ihm als Freund gesagt - und die Folge war:

Er hat mir nicht geglaubt, weil "sie" dass ja NIE tun würde ... er hat die Realität ignoriert ... unsere Freundschaft wurde arg belastet ... und als sie später mit einem anderen abgehauen ist, war es für ihn nur reiner Zufall!

daraus habe ich gelernt, dass man sehr genau prüfen sollte, ob der/die Betroffene die Wahrheit auch wirklich vertragen kann ... ansonsten, Finger weg ... sonst steht man selbst schnell als Buhmann da ... auch wenn man nur einen gutgemeinten "Gefallen" tun wollte!


Geschrieben

bei dem paar - raushalten.

bei dem vergewaltiger - anzeigen!

bei der schwarzarbeit sehe ich das so ähnlich wie pumakaetzchen ... wenn er hartz IV bekommt und 3 mal im jahr in urlaub fährt, da wär ich ziemlich sauer. wenn es jemand ist, der neben seinem hauptjob noch ein paar fliesen legt ... na dann lass ihn doch.


Geschrieben

zu 1: Raushalten! Wie schon öfters erwähnt ist mein Stand: Jeder ist selbst verantwortlich für sein Leben und Handeln.

zu 2: Klar ist mir Freunschaft wichtig. Aber einer, der so etwas tut kann nicht mehr mein Freund sein. Also anzeigen! Bin zwar ein Mann aber denke, dass einer Frau nicht viele schlimmere Dinge passieren können als eine Vergewaltigung.

zu 3: siehe Punkt 1


Geschrieben (bearbeitet)

Zu 1.

Solche Geschichten sind immer situationsbedingt zu handhaben.
Ich denke, dass man sich nicht in die Beziehung einmischen sollte, ist zwar meine Meinung, aber ich habe damit auch schlechte Erfahrungen gemacht.
Ich habe vor vielen Jahren einmal eine sehr gute Freundin verloren, weil ich geschwiegen habe und sie es mir nicht verzeihen konnte, dass ich etwas davon wusste.
Sie warf mir vor, sie ins offene Messer habe laufen lassen, als sich ihr Partner von heut auf morgen von ihr trennte.
Meist bekommen diejenigen den schwarzen Peter zugeschoben, die eigentlich am wenigsten dafür können.

Zu 2.

Wahrscheinlich werde ich nie in so eine Situation kommen, da ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Mann sich gerade an mich, eine Frau wendet um sein Gewissen zu erleichtern und sein Schweigen bricht.
Für mich wäre dies aber ein Grund zu handeln und nicht die Augen zu verschliessen.
Ich würde ihm zuerst die Chance geben sich selber zu stellen und wenn er dies nicht tut, würde ich ihn anzeigen.
Es gibt Dinge im Leben, die sind nicht zu verzeihen und ich könnte mit dem Gedanken, Mitwisserin zu sein nicht leben.

Zu 3.

Hier spielt für mich wieder die Situation eine Rolle, in der jemand steckt.
Einen Familienvater mit 3 Kindern, der den ganzen Tag arbeitet und das Geld nicht für die alltäglichen Dinge des Lebens reicht (also keine Luxusgegenstände) und der sich am Abend oder Wochenende so etwas dazu verdient, würde ich nicht zur Anzeige bringen.
Denke, es sind nur wenige Menschen, die sich nicht vielleicht so schon einmal ein Zubrot dazu verdient haben.
Sollte aber ein Porsche fahrender und mit Edelklamotten bestückter Sozialschmarotzer sich auf Allgemeinkosten vergnügen, würde ich wahrscheinlich erst 3x überlegen, ihn dann aber evtl. zur Anzeige bringen.
Es hat eben immer alles 2 Seiten im Leben.


bearbeitet von Sinnlich40
milf_lover_nrw
Geschrieben

Guten Morgen zusammen.

Punkt Zwei und Drei sind relativ klar, beide beschreiben eine Straftat.

Bei Punkt Zwei ist für mich die Sache 100% klar -> Anzeige, Freundschaft hin oder her.
Aus meiner Warte schulde ich es meinen Freunden die diese Erfahrung aus anderer Warte
machen mussten.

Punkt Drei wird immer noch als Kavaliersdelikt wahrgenommen, und auch wenn ich das nicht so sehe, für mich würde die Größenordnung den Ausschlag geben und gewissen
Begleitumstände.

Punkt Eins müssen die beiden unter sich klären.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass die individuelle Stärke der Freundschaft zu den
Beiden bedingen könnte, bei bekannter Gelegenheit mal eine eindeutig zweideutige
Frage zu stellen um die Gegenseitige "Neugierde" zu wecken. Mehr aber nicht.

Tedt


Geschrieben

[COLOR="SeaGreen"]Angenommen...
Ihr seid mit einem Pärchen befreundet, er betrügt sie, sie weiß nix davon.
Nehmt ihr diesen Zustand stillschweigend hin oder haltet Ihr es für richtig, in diesem Augenblick jemanden zu "verpetzen", obwohl Ihr wisst, dass dadurch die Beziehung zerstört wird?



Kommt auf die Freundschaft an. Bin ich mit beiden gleich befreundet würde ich mit ihm reden und hoffen, dass ich was bewegen kann. Wenn ich mit ihr sehr gut befreundet bin und er ist halt Part davon, dann würde ich es ihr sagen, weil ich wollen würde, dass man es mir in umgekehrter Situation auch sagt. Wenn ich mit beiden so lari fari befreundet wäre würde ich mich raushalten.

Angenommen...
Ihr habt einen Kumpel, der Euch eines Abends gesteht, dass er vor 3 Jahren eine Frau vergewaltigt hat. Zeigt ihr die Person an? Oder ist Euch die Freundschaft wichtiger?



Ohne wenn und aber .... Anzeige.

Angenommen...
Freunde prahlen mit Geld, dass sie durch Schwarzarbeit erlangt haben. Ruft Ihr beim Finanzamt an?



Ich habe zum einen keine Prahlhanseln als Freunde (zumindest nicht lange *gg*) aber es interessiert mich auch nicht wer wie am Staat vorbei wirtschaftet.

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Geschrieben

Angenommen...
Ihr habt einen Kumpel, der Euch eines Abends gesteht, dass er vor 3 Jahren eine Frau vergewaltigt hat. Zeigt ihr die Person an? Oder ist Euch die Freundschaft wichtiger?

Ich bin mir einigermaßen sicher, dass selbst unter den "nur Kumpeln" keiner dabei ist, der für so etwas in Frage kommt.

Aber nur mal angenommen... Deine Frage setzt stillschweigend voraus, dass er nicht als Täter erkannt wurde. In dem Fall täte ich das Opfer informieren, nicht die Polizei. Auch wenn solche Leute ganz unbedingt vor den Kadi gehören... Die Entscheidung der Frau, wie sie damit umgehen möchte, geht vor.


Engelschen_72
Geschrieben

Angenommen...
Ihr seid mit einem Pärchen befreundet, er betrügt sie, sie weiß nix davon.
Nehmt ihr diesen Zustand stillschweigend hin oder haltet Ihr es für richtig, in diesem Augenblick jemanden zu "verpetzen", obwohl Ihr wisst, dass dadurch die Beziehung zerstört wird?


Kommt auf die Art der Freundschaft an .

Angenommen...
Ihr habt einen Kumpel, der Euch eines Abends gesteht, dass er vor 3 Jahren eine Frau vergewaltigt hat. Zeigt ihr die Person an? Oder ist Euch die Freundschaft wichtiger?


Schwierige Frage ...
Ich denke ich würde ihm raten , sich zu stellen .


Angenommen...
Freunde prahlen mit Geld, dass sie durch Schwarzarbeit erlangt haben. Ruft Ihr beim Finanzamt an?


Wenn es jemand ist , der staatliche Gelder bezieht , nebenher schwarz arbeiten geht und dann den " dicken Maxe " macht , wie blöd der Staat bzw. die , die arbeiten gehen , doch sind , dann ganz klar JA !
Wenn es jemand ist , der nebenbei arbeiten geht , um seinen Lebensunterhalt einigermassen bestreiten zu können , um zu leben und nicht damit protzt , sondern es aus den genannten Gründen tut , dann NEIN !
Den " JA-Fall " hatte ich schon mal vor einigen Jahren .
Jemand der Hartz4 bezog , nebenbei in einer Kneipe gearbeitet hat , sich öffentlich über die " dummen Menschen , die arbeiten gehen " ausgelassen hat , rumgeprotzt hat , wie geil es doch sei , die Kohle vom Staat für lau zu kassieren und mit seinen zig Reisen " angegeben " hat .
Da hatte ich überhaupt kein Problem ihn zu melden .
Er weiss auch , wer ihn da " angehängt " hat , verstanden hat er es nie ...


Geschrieben

Zu 1: Raushalten
Zu 2: Mit dem Freund reden und ihm zur Selbstanzeige raten.
Zu 3: Niemals anzeigen. Egal ob er malocht oder Alg2 erhält.


frascho
Geschrieben

1. früher wurde dem Überbringer der schlechten Nachricht der Kopf abgeschlagen.......
wenn Du gar nicht mehr schlafen kannst, red mit ihm, ansonsten: raushalten

2. Vielleicht am besten mit der Frau reden, ihn zur Selbstanzeige bewegen, und der Frau die Möglichkeit geben, ihn anzuzeigen oder es eben auch zu lassen.

3. Meist sind wir nur auf Schwarzarbeit neidisch, weil wir selbst zu artig oder dumm oder faul sind, uns selbst welche zu organisieren....... deshalb ist es meist ein niederer Beweggrund, der zur Anzeige führt. Deshalb in diesem Falle immer: NEIN!

Aber mal ehrlich, das alles kann doch nicht ein einziger verbrochen haben???

Frau Frascho


Geschrieben

Aber mal ehrlich, das alles kann doch nicht ein einziger verbrochen haben??? Frau Frascho


Nene *ggg*, ich hatte mir einfach Gedanken gemacht, wo die Grenzen einer Freundschaft liegen und mir dann drei Beispiele ausgedacht

DANKE erstmal für Eure Antworten

Ich habe vor vielen Jahren einmal eine sehr gute Freundin verloren, weil ich geschwiegen habe und sie es mir nicht verzeihen konnte, dass ich etwas davon wusste. Sie warf mir vor, sie ins offene Messer habe laufen lassen, als sich ihr Partner von heut auf morgen von ihr trennte.



Schätzchen, ich bin ja echt Fan von Dir. Deine Posting sind einfach IMMER klasse: sachlich, intelligent und auf den Punkt gebracht! *applaudier*

Du hast genau das angesprochen, was ich auch denke! Ich persönlich würde jemandem ein Ultimatum setzen, und - falls er dieses nicht einhält - meine Klappe nicht mehr halten können!

Wenn ich mir vorstelle, mein Partner würde mich jahrlang betrügen und meine beste Freundin hätte dies all die Jahre gewußt....ich wäre sowas von stinksauer auch auf SIE!

Ein Urteil über bestimmt Situationen zu fällen bedeutet für mich, mich in ALLE der beteiligten Personen reinzuversetzen. Ich denke schon, dass viele die Situation immer eher vom eigenen Standpunkt aus betrachten und somit zu einem nur eingeschränkten Urteilsvermögen gelangen.

Zu Punkt 2.

Natürlich können auch wir Frauen in eine solche Situation geraten; ich denke da z.B. an ein Date, bei welchem einen der Typ ein solches Verbrechen gesteht.
Ich behaupte einfach, dass NIEMAND von uns vorurteilsfrei ist! JEDER würde sich nach einem solchen Geständnis von dieser Person distanzieren!
Als ich diesen Thread erstellt habe, dachte ich auch, dass ich zögern würde, die Person anzuzeigen, allerdings nachdem ich auch hier ein Ultimatum gestellt hätte.
Mittlerweile denke ich, ich würde die Person direkt am nächsten Tag ohne Kompromisse anzeigen! Aber natürlich ist es auch sehr schwierig, über Situationen zu urteilen, in denen man noch niemals drinne gesteckt hat.

Zu Punkt 3.
Klar gins mir nicht um nen kleinen Fliesenlegernebenjob, bei dem jemand 500 Euro schwarz verdient. Ich zumindest würde jemanden bei größeren Steterhinterziehungen auch anzeigen.
Das Prinzip, welches hier auch genannt wurde, nämlich "der Staat bescheisst uns, also bescheiss ich zurück" finde ich einfach nur daneben. Natürlich erkenne ich den Reiz, einfach - allerdings mit einem gewissen Risiko einer Straftat - mal paar tausend Euro bar auf die Kralle zu bekommen; trotzdem gibts bei mir immer den Hintergedanken: wenn das alle machen würden, dann......


Segramon
Geschrieben

Wie so oft, sind generelle Antworten (erst recht im vorhinein) kaum möglich. Es ist immer eine Wertung, die nur im Einzelfall vorgenommen werden kann und bisweilen vor kaum lösbare Konflikte stellt.
Die beiden Extrempositionen sind praktisch nicht durchzuhalten: wer jederzeit alles offenbart, predigt letztlich eine unrealistsichen Tugendterror und verliert alle Freunde; wer stets alles deckt, wird zum Komplizen.
Letztlich kommt es auf die Frage an, wer durch das betreffende Verhalten wie geschädigt wird: abstrakte Größen (Schwarzarbeit) sind etwas anderes als gute Freunde, rechtlich irrelevante, aber durchausf fühlbare Nachteile etwas anderes als erhebliche Straftaten.


Geschrieben

manchmal ist es besser sich aus Dingen heraus zu halten sonst steht man am Schluss zwischen den Rädern


Du sagts es, sonst geht es (obwohl gutmeindend) schnell nach hinten los!
Sollen sich doch alle betrügen, wie sie wollen .. ich misch mich da nicht mehr ein..


CasHannover
Geschrieben

Halte mich bei sowas auch meist im Hintergrund. Bin schon einige Male in den Konflikt geraten, wo ein guter Freund von mir mit der Freundin meines anderen guten Freundes rummachte...obwohl beide ebenfalls miteinander befreundet sind.

Wenn Menschen meinen, einen solchen Vertrauensmissbrauch handhaben zu müssen...bitte. Aber mich soll man gefälligst aus so einere Scheisse raus halten.

Was ich auch nie ab kann: Partei ergreifen zu müssen wenn sich zwei Kumpels streiten.

Oder wenn dann diese Freundschaft in die Brüche geht, dass einer stinkig auf mich ist, weil ich mit dem anderen noch gut kann.


Rubensbild
Geschrieben (bearbeitet)

Punkt 1

Never ever again. Ich steckte meiner besten Freundin, das mich ihr frisch angetrauter Eheman angemacht und sogar betascht hatte, nachdem ich mit mehreren Frauen sprach, und alle einhellig der Meiung waren, ich müßte das Kundtun.

Das Ende vom Lied: Er stritt es ab, beschuldigte mich dessen was er getan und ich als "Schlampe" (ich war Single und lebte nun nicht als Nonne, woraus ich nie einen Hehl machte) war nun an allem Schuld. Ich flog aus der Wohnung und aus ihrem Leben. Und nicht nur daraus...im Bekanntenkreis machte das die Runde und er leistete ganze Arbeit.

Freunde und Bekannte ließen mich fallen, ich wurde nicht mehr gegrüßt etc. Er hingegen vögelte fast jeden Tag fremd, und ich wußte das..seine Arbeitsstelle war eine wahre Fundgrube für ihn. Später schmiss sie ihn raus...wir hatten latent Kontakt. 3 Jahre später griff sie sich meinen Freund...und vögelte mit ihm. Quasi als späte Rache oder was auch immer...ich hab sie einfach ausgelacht.

Und was ich als total daneben empfunden habe..die Leute, die mich haben fallen lassen, von denen hatte bis auf eine, nicht den Arsch in der Hose, sich bei mir zu entschuldigen.

Die Lektion hätte ich mir gerne gespart.

Punkt 2

Ultimatum zur Selbstanzeige , ansonsten Anzeige von mir.

Punkt 3

Differenzierung in welcher Größenordnung das geschieht, aber ich glaube ich würde da eher nicht zur Anzeige greifen.


bearbeitet von Rubensbild
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