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Untervögelung von Frauen

Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo zusammen,

Ich hatte bereits vor einigen Monaten in der geschlossenen Mädelsgruppe das Thema angesprochen. Nun möchte ich gern das Thema ausweiten, sodass auch die Herren der Schöpfung dazu beitragen können. Dabei muss ich das Thema leider bei mir persönlich wirklich schon unter die Kategorie „Alltäglicher Ärger - wenn ich jammern muss“ einordnen. Vorsicht: es ist ein ziemlich langer Text!

Aber zuallererst eine Bitte:

Von jeglichen Kommentaren à la „komm zu mir, dann haste das problem nicht mehr“ bitte ich abzusehen! Danke!

So, das musste erst mal klargestellt werden.

Also, mein „Problem“ ist folgendes ...

Wie der Titel ja schon sagt, geht es um „Untervögelung“, speziell bei Frauen. Das scheint immer noch ein Tabuthema der Gesellschaft zu sein, da Frauen, die gern und häufig Sex haben, allzu oft als Schlampen oder sogar nymphoman verschrien werden.

Nun gut, nymphoman bin ich mit ziemlicher Sicherheit nicht und eine Schlampe – nun, das muss jeder für sich entscheiden, wo die Grenzen hierfür liegen.

Zunächst mal etwas zu meiner persönlichen Geschichte: bei mir war es bisher immer so, dass die Männer, mit denen ich über einen längeren Zeitraum hin Sex hatte, mit den Monaten/Jahren immer weniger Sex mit mir wollten, was zwangsläufig zu Konflikten führte. Mein Selbstwertgefühl litt durch die permanente Sexverweigerung, da ich mich dadurch unausgelastet und nicht mehr begehrenswert fühlte. Besonders frustrierend machte es für mich im Nachhinein damals am Anfang der Beziehungen die Aussage „das wird ja niemals passieren, dass du mal mehr Lust auf Sex hast als ich“, begleitet von einem ungläubigen, überlegenen Grinsen.

Ich dachte bisher immer, dass ich mit meiner erhöhten Libido den Männern in gewissem Sinne auch einen Gefallen ich tue, denn ich höre immer mal wieder im Bekanntenkreis, dass diese oder jene Frau/Freundin nicht so oft möchte wie der Partner. Gut, dass es das Problem nicht bei mir gibt, dachte ich mir dabei immer. Zudem bin ich auch kein Typ Frau, die sich viel aus Blumen, Schmuck, romantischem Candlelightdinner o.Ä. macht. Wenn der Sex passt, bin ich soweit eigentlich ganz zufrieden. Alles, was ich materiell haben möchte, kann ich mir selbst leisten, das braucht mir ein Partner in einer Beziehung nicht auch noch zu geben.

Man sagt ja von uns Frauen mehr oder weniger scherzhaft, dass wir nicht wissen, was wir wollen. Aber seien wir mal ehrlich, im Umkehrschluss seid ihr Männer auch nicht besser. Willste als Frau keinen Sex, ist scheiße, willste zu viel Sex, ist auch wieder nichts. Sagt mal – was wollt ihr Männer denn dann eigentlich??

(Nicht falsch verstehen, ich spreche hier niemanden direkt an und verallgemeinern möchte ich nun schon gar nicht. Es ist bei mir nur so, dass ich scheinbar immer an die falschen Männer gerate – nicht die Sorte, die Frauen wie Dreck behandeln, sondern die, die mich in den ersten Wochen und Monaten am liebsten fünfmal täglich flachlegen würden und dann nach spätestens einem halben Jahr merke ich gar nichts mehr oder nur noch Bruchteile davon. Das macht mich wütend und traurig und ich komme mir ziemlich verarscht vor. Die Initiative geht nämlich auch sehr oft von mir aus und wenn diese Annäherungsversuche auf Dauer geblockt werden, würde ich am liebsten vor Frust schreien.)

Eine Antwort auf diese Frage könnte natürlich sein: ein Mann will erobern. Eine Frau will besiegt und erobert werden. Das sagte mir dann auch mein Ex nach Ende der Beziehung, als es schon längst zu spät war – für ihn wäre der Sex zu einfach zu haben gewesen, allein schon die Vorstellung, dass ich daheim auf ihn warte und es dann Sex gibt, habe ihm die Lust darauf genommen. Er ist aber nicht auf die Idee gekommen, mir das noch während der Beziehung zu sagen, diese Sichtweise war mir nämlich nicht bewusst (woher auch) und vielleicht wäre dann noch einiges zu retten gewesen.

Sehr interessant war es, als diese fast siebenjährige Beziehung zu Ende ging (wir sind immer noch befreundet und sehen uns alle paar Wochen). Kaum war es vorbei, war alles fast wieder wie am Anfang, er hätte mich am liebsten zu jeder Tages- und Nachtzeit in sämtlichen Stellungen beglückt – mit dem kleinen Unterschied, dass bei mir die Lust komplett weg war, es also nicht mehr zum Sex kam.

Ich persönlich überspringe ganz gern den Schritt des Eroberns, da dies mehr oder weniger die Strategie des Hinhaltens beinhaltet, diese Ungewissheit, ob es letztendlich Sex geben wird oder nicht. Und diese Ungewissheit, diese Hinhaltetechnik kann ich persönlich auf den Tod nicht ausstehen, wenn sie bei mir angewendet wird.

Ich bin 26, nicht 62 (ohne den älteren Semestern was unterstellen zu wollen, hihi). Ich habe gern und viel Sex, im Schnitt drei- bis viermal die Woche, damit ich mich ausgelastet fühle. Wenn ich meine Tage habe, ist es in der Regel (Wooortwitz, muhahaha) auch kein Problem für mich, mal eine Woche Pause zu machen.

Mittlerweile ist es bei mir schon so weit gekommen, dass ich resigniert bin und nur noch wenig Hoffnung darauf habe, dass es sexuell gesehen endlich einmal für mich passen wird. Ich habe keine Lust darauf, dass sich die ganze Geschichte immer wiederholt. Ich bin inzwischen sogar schon so weit, mich als beziehungsunfähig zu bezeichnen, da ich scheinbar ohne den für mich passenden Sex keine Beziehung mehr führen kann. Dazu muss ich aber sagen, dass ich bis jetzt nur eine einzige langjährige Beziehung geführt habe, die an diesem Thema zerbrochen ist, ich habe sonst keine derartigen Vergleichsmöglichkeiten.

So, nun ist es fast zwei Uhr morgens, ich werde langsam müde und meine Konzentration ist fast flöten. Ich hoffe, dass ich jetzt einigermaßen schlafen kann, nachdem ich mir dieses leidige Thema etwas von der Seele geschrieben habe. Ich hoffe, es gibt einige konstruktive Beiträge, und bitte keine Mitleidsbekundungen, die helfen mir in meiner derzeitigen Situation nicht.

bearbeitet von Mandalo
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DickeElfeBln
Geschrieben
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Sagt mal – was wollt ihr Männer denn dann eigentlich??

Ist das die Kernfrage???

Da gehts den Männerns wieden Weiberns, wenns genau da ist, wissen wir es zu 90% und je nach Lust und Laune variiert es

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Geschrieben
vor 6 Stunden, schrieb Mandalo:

Sagt mal – was wollt ihr Männer denn dann eigentlich??

vielleicht wollen sie ja genügend und guten sex zum passenden zeitpunkt.

 

mondkusss
Geschrieben (bearbeitet)
vor 7 Stunden, schrieb Mandalo:

Willste als Frau keinen Sex, ist scheiße, willste zu viel Sex, ist auch wieder nichts. Sagt mal – was wollt ihr Männer denn dann eigentlich??

vielleicht wollen sie ja nicht einfach immer wie ein gut dressierter affe springen, wenn frauchen sex will und sie auf die matratze pfeift......

ich lese bei dir immer nur ich..ich ...ich...ich will...ich persönlich.... ich bin...ich habe...usw...vielleicht magst du dir selbst mal die mühe machen durchzuzählen wie oft in deinem text das wort ICH vorkommt (mir isses zu blöd)....bei so einem partner verginge mir persönlich ehrlich gesagt auch ziemlich schnell die lust auf sex.....

bearbeitet von mondkusss
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Cunnix
Geschrieben

Ich-Bezogenheit nennt man auch Egozentrismus! 

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OneNo
Geschrieben
vor 8 Stunden, schrieb Mandalo:

Willste als Frau keinen Sex, ist scheiße, willste zu viel Sex, ist auch wieder nichts.

Und das ist das gesamte Geheimnis: Kein - zuviel. Keine Nahrung zu besitzen, ist ebenso unschön, wie ein permanentes Gefüttertwerden. Extreme locken äußerst selten.

Die gesunde Mischung macht es aus, was ich (als Mann) bevorzuge. An welcher Stelle nun jeder die Grenze zieht, ab der es zu viel oder zu wenig Sex ist, kann man nicht verallgemeinern - was im Endeffekt bedeutet, daß Du bisher nur ein unglückliches Händchen in Deiner Partnerwahl hattest.

Nebenbei:

Die Geschichte vom Jäger ist eher ein typisches Klischee, welches nicht wirklich zutrifft. Solche Aussagen (gerade aus dem Munde eines Mannes, der begründen soll, weshalb er keinen Sex wollte) sind nicht gerade ernstzunehmende Worte.

 

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Geschrieben

Te , du bist 26 hättest eine 7 jaehrige Beziehung , da kannst du ja nun wirklich nicht so viele lange Beziehungen gehabt haben  so das du jetzt schon von beziehungsuntauglich sprichst ! Manch einer zieht dann im Alltag auch Klasse der Masse vor , was nun nicht's mit Lustlosigkeit zu tun hat ! 

pit40
Geschrieben

Wie ?

Da konnten sie Dir in der geschlossenen Anstalt ( Mädelsgruppe ) nicht helfen ?

Schon komisch, da sie doch sonst auf alles eine Antwort haben und so Lebenserfahren sind.............

Und nun frägst Du die jammernden untervögelten Männer ?????

Tztz.................... :jumping: :clapping:

kissingdragon
Geschrieben
vor 3 Stunden, schrieb Mandalo:

Und im Prinzip war es dann auch so, dass ich mich (fast) nie verweigert habe, wenn er mit mir Sex wollte, im Umkehrschluss ich aber öfter dann das Nachsehen hatte. Ich weiß ja nicht, wie ihr das seht, aber ich finde das ungerecht.

Die Frage der Gerechtigkeit lasse bei ungestillten/unbefriedigten Bedürfnissen mal außen vor...

Durch Prägung und Erziehung verlangen viele Männer von sich selber, dass sie ihren "Mann stehen" sollen - und die Natur hat es so eingerichtet, dass es offensichtlich wird, wenn sie an den eigenen Erwartungen scheitern. Diese "Blamage" verkraftet auch nicht jeder - und bevor so eine Situation entsteht, ist der Rückzug die einfachere Möglichkeit. Empfundener Druck ist für der Libido ebenso unzuträglich wie tatsächlicher....

Den Menschen zu finden, der unsere Wünsche und Bedürfnisse stillen und befriedigen kann, ist das seltenste Glück überhaupt! Von daher befürchte ich, dass dies nicht das letzte Mal ist, wo du vor dieser Situation stehst.

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moonchilds
Geschrieben

Wir hoffen es ist nicht schlimm wenn wir als Paar schreiben. Ersteinmal ist 3 bis 4 mal pro Woche weder zu viel noch zu wenig Sex in unseren Augen. Wir sind über 10 Jahre ein Paar und haben immernoch so viel Sex miteinander, wobei das auch mal mehr oder weniger sein kann. Dafür gibts keine Vorlagen oder Ziele. Was allerdings auffällt das mit der Zeit und mit dem Alltag eine gewisse Routine Einzug hält. Da gegenzusteuern ist wohl die größte Kunst. Nun können wir schreiben was wir so tun aber das wird kaum helfen. Jeder Mensch ist verschieden weshalb es da wohl auch kein Pauschalrezept gibt. Allerdings ist miteinander zu reden wohl der beste Anfang bei sowas und das bevor die Beziehung beendet ist. Nun sind wir etwas älter und haben beide auch längere Beziehungen hinter uns wo genau dieses Phänomen aufgetreten ist. Erst euphorisch gevögelt und irgendwann flaut das ab. Am Ende blieb nur noch Frust und der Sex wurde 0815. Mit unserer derzeitigen Beziehung ist das doch ne ganz Sache. Warum wissen wir selbst nicht. Wir können halt die Finger nicht voneinander lassen. Vielleicht hat es was mit der Offenheit zu tun. Wir reden über unsere Gefühle miteinander und versuchen uns jedes mal eine Kik zu schenken. Ob das nun Reizwäsche, besondere Orte oder besondere Zeiten sowie Praktiken sind sei dahin gestellt. Wichtig ist das man irgendwie versucht jeden Tag dem Partner etwas von sich zu geben und sich um den Partner zu bemühen. So haben wir nicht Sex wegen des eigenen Höhepunkts sondern um den Anderen ein schönes Erlebnis zu schenken. Weniger ich und du, mehr wir. Dazu gehört auch sich gegenseitig eher was zu erlauben als zu verbieten. Wie das allerdings bei andere Leuten ist können wir unmöglich sagen. Es ist allein unsere Vorgehensweise die bei uns funktioniert. 

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Geschrieben (bearbeitet)
vor 17 Stunden, schrieb Mandalo:

Willste als Frau keinen Sex, ist scheiße, willste zu viel Sex, ist auch wieder nichts.

Willkommen in der Welt eines Mannes.

Ernsthaft betrachtet ist das was Du bescheibst ein völlig normaler Vorgang innerhalb eines Großteils der Beziehungen. Nur eben aus einer weiblichen Perspektive heraus betrachtet.

Ich nasche gerne Himbeeren frisch vom Strauch, auch gern mal aus fremden Gärten. Würde man mir aber eine Schüssel Himbeeren vorsetzen und zwar Tag für Tag, so wäre mein Appetit gedämpft.

Anderes Beispiel, dieses Mal aus dem Nähkästchen. Nach einer eher mauen Beziehung bezüglich der sexuellen Quantität und mit eingeschränkter Experimentierfreude lernte ich eine Frau kennen, welche durchaus sehr aufgeschlossen war und eigentlich immer wollte. Unabhängig davon, dass es natürlich auch auslösende Ursachen gab, erlahmte meine Begeisterung schnell und ich zog es irgendwann vor länger fernzusehen, statt im Bett meinen beziehungstechnischen Pflichten nachkommen zu müssen. Die Strafe folgte aber auf dem Fuße, bereits in meiner nächsten Partnerschaft wurde ich wieder auf Diät gesetzt.

Generell war es aber meist so, dass die Frauen in den ersten Wochen versprachen, was sie in der Folgezeit nie halten wollten oder konnten. In der Anfangsbegeisterung macht man eben viele Dinge aus der anfänglichen Euphorie heraus, welche aber naturgemäß irgendwann schwindet. Deswegen kann man eigentlich auch immer erst nach einigen Monaten erkennen, ob sich eine Stabilität abzeichnet und man wirklich von einer Beziehung sprechen kann.

Darüberhinaus aber begehren nie zwei Menschen im gleichen Maß. Inwiefern man dann dennoch festere Bande knüpft, hängt immer auch davon ab wessen man mehr begehrt, den Bedürfnissen oder der Gemeinschaft mit der anderen Person.

bearbeitet von Varrick
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Geschrieben

Ich antworte auch mal als Ich. ;)

Also ich finde das ist völlig normal wie denkst. Genau so sollte in meinem Sinne auch eine Beziehung sein. Die Anziehung und die Lust auf gleichbleibendem Niveau und dann das menschliche Auskommen. Das geht ein paar Jahre gut. Ist so. 

Ich bin kein Jäger. Nein, ich warte bis eine Frau Interesse hat und wenn sie mir gefällt dann kommt es auch zum Sex. Das muss man nicht viel quatschen. (für Mitleser, ja ich habe auch Sex mit Frauen ohne Fi, ausreichend) 

Das Stichwort Beziehung ist doch wieder was völlig Anderes. 

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Sebastian-ERZ
Geschrieben (bearbeitet)

Steter Tropfen höhlt nun mal bekanntlich den Stein.  :confused:

 

Am 10.3.2017 at 01:52, schrieb Mandalo:

Wie der Titel ja schon sagt, geht es um „Untervögelung“, speziell bei Frauen. Das scheint immer noch ein Tabuthema der Gesellschaft zu sein, da Frauen, die gern und häufig Sex haben, allzu oft als Schlampen oder sogar nymphoman verschrien werden.

Ich kann sehr gut nachempfinden, was Du geschrieben hast. Aber wenn Du das eingentliche Problem in einen falschen Kontext stellst, ergeben sich zusätzliche Probleme, die es Dir nicht unbedingt leichter machen. Lass Dich gedanklich also besser gar nicht erst auf dieses "speziell bei Frau" ein. Das Grundproblem, welches Du beschrieben hast und welches Dein derzeitiges Handeln zu prägen scheint, hat doch überhaupt nichts mit Mann und Frau zu tun sondern damit, dass Partner oftmals ein unterschiedlich großes Verlangen nach Sexualität haben, was also vollkommen geschlechtsneutral ist. Ich will Dich zwar nicht ärgern, aber ich fürchte, Deine Erleichterung darüber, dass Du nicht die Probleme Deiner Freundinnen hast, war etwas zu kurz gedacht. Du hast zwar nicht wirklich deren Problem, aber dafür das ihrer Partner und damit im Blick auf die Beziehung letztlich doch das gleiche. Du betrachtest es lediglich aus einer anderen Perspektive.  ;)

Blöderweise tritt Dein Problem wahrscheinlich sogar fast nur in längeren Beziehungen auf und auch eher bei nachdenklichen und geduldigen Menschen, die nicht gleich eine Beziehung beenden, sobald es Probleme gibt. Ich nehme auch an, dass Du in Deiner siebenjährigen Beziehung mehr als einmal mit Deinem Partner über Dein Problem gesprochen hast. Wahrscheinlich liefen die Gespräche sogar in Endlosschleife, weil sie meist nur kurzfristigen Erfolg hatten. Und dann macht man sich natürlich immer wieder so seine Gedanken darüber. Schließlich, will man das Problem verstehen um es zu lösen. Und diese Grübelleien enden meist zwangsläufig in Selbstzweifeln. Anfangs tut man es noch als Unfug ab, schließlich ist man ja doch irgendwie attraktiv. Aber je öfter man in die Situation der Zurückweisung durch die Sexverweigerung kommt, um so öfter laufen die Gedankenspiele ab. Und irgendwann ist man an dem Punkt, wo man sich tatsächlich nicht mehr attraktiv und begehrt fühlt. In der nächsten Phase wird dann sogar vollzogener Sex problematisch, da man als Partner mit dem größeren Verlangen ständig die Initiative ergreifen muss, was wiederum zur Frage führt, ob der Partner wirklich noch mit einem schläft, weil er einen begehrt und liebt oder doch eher, damit er wieder ein paar Tage seine Ruhe hat. Und wenn der Sex dann vielleicht auch mal nicht ganz so dolle ausfällt, hat man statt des erhofften befriedigenden Gefühls der Annahme und des Geliebtwerdens anschließend auch noch ein schlechtes Gewissen, weil man den Partner offensichtlich zu etwas gedrängt hat, was dieser selbst scheinbar nicht wollte. Das Dilemma ist perfekt! Und wahrscheinlich hilft an diesem Punkt auch wirklich nur noch ein Cut, um aus der verletzenden Situation heraus zu kommen.  :worried:

Allerdings darfst Du nicht vergessen, dass Du die Verletzungen und Selbstzweifel auf die Art nicht los wirst und in künftige Beziehungen mitnimmst. Und so kommt natürlich auch alles immer wieder hoch, sobald Du bei einem neuen Partner wieder die gleichen Tendenzen verspürt. Das passiert allerdings fast zwangsläufig, da sich das sexuelle Verlangen nach der ersten heißen Phase einer Beziehung, wo man ja bekanntlich nie genug voneinander bekommen kann, über kurz oder lang auf ein Normalmaß einpegelt. So gesehen sind natürlich Frust und wechselnde Partner vorprogrammiert, was aber nicht wirklich viel mit Nymphomanie oder Schlampenhaftigkeit zu tun hat.  :confused:

Also, s:P what? Du bist zwar momentan gewissermaßen tatsächlich etwas beziehungsunfähig. Aber wenn Du Dir über Deine Reaktionen bewusst wirst, die Abläufe verstehst, die Selbstzweifel überwindest und Anerkennung, Annahme und Liebe nicht nur aus Sex ziehst, wirst Du auch in der Lage sein eine langfristige glückliche Beziehung zu führen. Kann sein, dass das ein längerer Prozess wird und Du dazu auch Hilfe von außen brauchst, aber das Gute an Deinem alltäglich gewordenen Ärger ist doch eigentlich, dass Du den Schlüssel für dessen Beseitigung in Dir trägst.  ;)

bearbeitet von Sebastian-ERZ
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Nitrobär
Geschrieben

Du resignierst viel zu früh .

Klar gibt es dieses " Eroberungsdingen " , aber es gibt auch durchaus Männer die zu Dir passen.

Die zu finden ist schlichtweg eine Geduldsfrage und zum Teil auch Glückssache .

Dann sollte ja auch noch der Rest passen , wenn´s denn um Beziehung geht . 

Also gut Ding will Weile haben .

Geschrieben

Diese "Off Topic" Diskussion habe ich entfernt. Manchmal bin ich einfach nur sprachlos.

Gruß

Brisanz

Team-poppen.de

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DieFotografin77
Geschrieben

Liebe TE,

als ich Dein Posting gelesen habe, dachte ich: Das hätte ich geschrieben haben können.

Ich stand bei meinen insgesamt 3 langen Beziehungen, und damit insgesamt 18 Jahre, auch immer und stetig vor der Problematik, dass meine Libido stärker ausgeprägt war als die meiner Männer. Und dabei spreche ich nicht mal von einer Libido von 3 bis 4 mal die Woche. Ich mag nämlich auch Kuscheln gern oder einfach nur mal Küssen. Aber selbst bei einer nicht so hohen Frequenz habe ich immer in die Röhre geschaut. Mein erster Partner war - im Nachhinein betrachtet - asexuell. Da gab es nicht mal in der Anfangszeit ein vermehrtes Sexaufkommen, sondern von Anfang an die Priorität, lieber zu puzzeln, anstatt miteinander zu kuscheln und sich Lust zu bereiten. Beim zweiten ging es anfangs heiß her, was sich aber im Laufe der Zeit natürlich minimierte. Aber immerhin, er ließ sich noch von mir verführen. Ich war aber immer diejenige, die verführen musste und irgendwann wars auch da rum. In meiner letzten langjährigen Beziehung stand das Kuscheln wieder mehr im Vordergrund, wobei wir in der Anfangsphase dennoch häufig Sex hatten. Meine Libido ist im stressigen Lebensalltag mit der Zeit auch weniger geworden, aber doch immerhin alle paar Wochen habe ich versucht zu verführen oder gehofft, verführt zu werden. Wurde ich aktiv, gabs grundsätzlich einen Korb von ihm.

Vieles von dem, was meine männlichen Vorposter geschrieben haben, klingt für mich einleuchtend. Kann aber letztlich nur umgesetzt werden, wenn beide von vornherein eine ähnlich stark ausgeprägte Libido haben. Ist man jedoch von Anfang an sehr unterschiedlich in seiner Libido, gibt es keine Chance dies zu ändern, weil der Andere eben von Natur aus eine schwächere Libido hat, die auch nicht mehr werden wird. Wem einmal im Monat Sex reicht, wird nicht, weil man darüber redet und Initiativen ergreift, eine stärkere Libido entwickeln. Reden, Ursachen erkennen und bannen hilft nur, wenn das Verlangen einst stärker war und in den "Winterschlaf" gewechselt hat.

Letztlich habe ich leider keinen wirklichen Rat für Dich, aber Du siehst, Du bist nicht alleine mit diesem Problem. Ich für meinen Teil bin dazu übergegangen, am Anfang einer Beziehungsanbahnung ganz offen zu sagen, dass ich Verlangen nach mehr Sex habe als ein, zwei Mal im Monat. Und wenn es um eine Affaire ohne Bindungsanspruch geht, hat Frau ja durchaus die Möglichkeit, sich mehrfach zu orientieren mit dem Ergebnis, dass jeder der Beteiligten ungefähr das Maß an Sex bekommt, das er braucht, um sich gut zu fühlen.

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Geschrieben

Ich bin ja fast doppelt so alt wie die Te, aber immer noch leicht nymphoman.

Das ist eigentlich normal, dass Mann in den ersten 4 Wochen 5x täglich kann und will und die Lust mit der Zeit abflaut. Das wird dir also immer wieder passieren. Vermutlich ist es der Alltagsstress und das Wissen, dass Mann die Frau "jederzeit" haben kann. Das stumpft manchen Mann eben etwas ab. Manchen - aber nicht jeden.

Oft passiert es, dass Mann schon Bock hat und sich den ganzen Tag auf schönen Sex freut, aber dann irgendwas stressiges dazwischen kommt, so dass der Mann, wenn er nach Hause kommt, am liebsten nur noch seine Ruhe haben will. Er "verschiebt" das "Event" dann einfach...

Da kann Frau eigentlich gut entgegenwirken, wenn sie sich traut. Ich schiebe den Mann dann einfach unter die Dusche, während ich angezogen bleibe, seife ihn ordentlich ein, wasche ihn ab und mache ihm dabei einen zärtlichen "Entspannungs-Handjob". Dann wird er abgetrocknet und ich verschwinde in der Küche, um was leckeres zu kochen.

In den meisten Fällen, hab ich danach keine Ruhe mehr in der Küche ;)

Und wenn doch - auch nicht schlimm. Irgendwann wird er wieder Lust bekommen...

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moonchilds
Geschrieben

Ich (Mann) kann nur von meinem Leben ausgehen. Da kann ich auch nur 3 längerfristige Beziehungen heranziehen die ich hatte bzw. habe. Die erste ging 4,5 Jahre die zweite 9 Jahre und mit Frauchen bin ich nun schon über 10 Jahre zusammen. Ich kenne dieses "sexuelle Abflauen" also auch aus eigener Erfahrung. In diesem Zusammenhang kann ich auch was zum miteinander reden schreiben denn da gibt es eben doch Unterschiede. Immer dann wenn die Sexsituation sich verschlechterte hab ich geredet mit meinen Partnerinnen. Genützt hats wenig weil reden nicht gleich reden ist. Das hab ich erst mit meiner jetzigen Frau begriffen. Früher ging es um mich und die Beziehung als solche nur am Rande um die Partnerin. Es war irgendwann wichtiger die Beziehung zu halten. Dann kommen Sprüche wie "Wir sind x Jahre zusammen und nun alles wegschmeißen? "

Heute sag ich "ja" denn eine Beziehung die nur um des Selbsterhalts besteht ist eigentlich keine und da steht man sich meist sogar selbst im Weg. Heute achten und lieben wir uns und arbeiten täglich an der Beziehung weil eben nichts selbstverständlich ist. Unser Sex ist, ohne Hilfsmittel, nach wie vor genial und immer wieder neu weil wir,so denk ich, uns gegenseitig gern und bereitwillig was geben anstatt etwas zu erwarten bzw. sogar zu fordern.

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Geschrieben

Hmm.......TE..du bist 26 ,hattest mehrere Beziehungen ,darunter eine 7 jährige ???

Wann hast du angefangen ,mit 10?

Aber mal ehrlich....bei dir dreht sich in der Beziehung alles nur um Sex, entnehme ich zumindest deinem Text.

Warum Beziehung? Such dir 3 Kerle mit denen du eine Affäre hast und ich denke dein Verlangen wird befriedigt.

Keine langen Diskussionen ,kein Streß und ordentlich Sex....ganz einfach!!!

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Geschrieben

tl;dr

Onetouch69
Geschrieben

Genau so war-ist es bei uns auch!!!

Am Anfang war ich total geil auf Sie.Mir gefiel es dass ich Sie fickenn konnte wo ich wollte.Und Sie wollte immer.

Aber irgendwann hatte ich einfach keinen Bock mehr darauf Sie laufend zu vögeln!

Aber ihre Lust war ungebrochen.Und meine Lust........war irgendwo hinter den sieben Bergen.Hatte einfach keinen Bock mehr auf Sie!!

Unsere Lösung war WS.Wenn Sie von einem anderen Mann genommen wurde,war ich auch total heiß auf Sie!!

Aber sobald keiner mehr kam,hatte ich auch keinen Bock mehr.

Ein Teufelskreis!!

Geschrieben

Also für mich klingt das eher wie ein ganz normales Bedürfnis, dass halt schlicht und ergreifend "da" ist. Diese "Männer wollen erobern und Frauen erobert werden"-Sache halte ich für sexistische Kackscheiße. Ich lehne es schlicht ab in "Männer und Frauen"-Kategorien zu denken, sondern denke lieber in "Menschen". Und das Bedürfnis nach Sex ist ein rein menschliches Grundbedürfnis. Bei manchem mehr, bei manchem weniger ausgeprägt.

Und so im Großen und Ganzen kann ich das auch total nachvollziehen. Innerhalb einer Beziehung (oder Affäre oder wasauchimmer) halte ich regelmäßigen Sex für selbstverständlich. Meine letzte Beziehung ging da total konträr zu meinem eigentlich Bedürfnis (also mehrmals die Woche wäre schon echt erste Sahne) - da reduzierte sich das auf "alle paar Monate mal". Hat entsprechend auch nicht lang gehalten.

Das kein Sex zu entsprechender Frustration führt (und hier ja steht's und ständig mit Jammern abgetan wird und ja üüüüüberhaupt nicht cool ist - so fucking what...) ist entsprechend auch völlig verständlich. Ich für meinen Teil kann (und muss wohl auch) aber auch jahrelang ohne Sex auskommen. Ich kann also aus Erfahrung sagen: Das hört irgendwann auf weh zu tun. ^^

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