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Der Mann, das unbekannte Wesen

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hallo ihr Lieben!

Vorab, dies soll kein "alle Männer sind doof", sondern eher ein "Erklärt mir bitte die Männer"-Thread werden.

Wenn ich so über meine vergangenen Beziehungen, Affären, Liebeleien oder was auch immer nachdenke, muß ich feststellen, dass viele etwas gemeinsam haben. Nämlich dass in den Fällen, in denen die Männner die Geschichte beendet haben, zum Ende hin irgendwie meist der Respekt auf der Strecke blieb.

Ich meine damit nicht, dass man sich gegenseitig unkontrolliert angebrüllt oder gar körperlich attakiert hätte - nein, ich meine, dass "meine" Männer gerne dazu neigen, sich langsam zu entziehen. Die Anrufe werden weniger, die SMS werden weniger, auf Rückfrage (selbst mit dem Hinweis, dass es ok wäre, man eben einfach nur klar sehen wolle) behauptet man(n), es sei doch alles bestens, nur im Stress im Moment, allerlei Sorgen usw. So wird dann der Kontakt immer weniger, bis er schließlich ganz im Sande verläuft, obwohl man sich nichts versprochen hatte, außer immer ehrlich zu sein. Hätte ich meinem Ex-Mann z.B. nicht seine Trennungsabsichten mehr oder weniger aus der Nase gezogen, würde er vermutlich noch heute schweigend am Küchentisch sitzen...

Mir ist natürlich auch klar, dass es keinem von uns leicht fällt, einem Menschen, den man mal sehr lieb hatte, weh zu tun. Aber bei eher lockeren Geschichten, die -aus welchen Gründen auch immer- sowieso keine Zukunft haben, warum fällt es da so schwer, ehrlich zu sein? Ist es einfach nur Bequemlichkeit? Oder doch Respektlosigkeit? Oder ist es womöglich ein Problem, dessen Ursache bei mir liegt?

Fragen über Fragen...


Geschrieben

Hmmm, ist das denn ein "männliches" Problem?
Ich könnte da Beispiele beliebig ergänzen...

Ich denke eher, für diese Charaktere ist es die Hoffnung, dass man selbst die Trennung nicht aussprechen muss. Sondern die Sache so weit im Sand verlaufen lässt, bis es dem anderen Part zu dumm wird, dieser den Spiess herumdreht und damit "schuld" ist.

Nicht zu sehr nachgrübeln und gute Nacht ;-)


Houdini69
Geschrieben

Tja Majoon, schwierige Fragen mitten in der Nacht.

Aber bei eher lockeren Geschichten, die - aus welchen Gründen auch immer- sowieso keine Zukunft haben, warum fällt es da so schwer, ehrlich zu sein? Ist es einfach nur Bequemlichkeit? Oder doch Respektlosigkeit? Oder ist es womöglich ein Problem, dessen Ursache bei mir liegt?



Ich fange mal von unten an (und sehr viel weiter nach oben komme ich dann heute morgen auch nicht mehr...)

An DIR liegt es nicht, dafür ist das von dir beschriebene Verhalten zu Mann-typisch.

Eine "lockere Geschichte" ist für einen Mann auch eine lockere Geschichte, für eine Frau - wenn sie ehrlich ist - bedeutet es immer
(eine Spur Emotion) mehr.

Ich kann mich an aus meiner Sicht lockere Affären erinnern, die irgendwann im Sande verlaufen sind, bei denen ich auch zu keiner Zeit ein schlechtes Gewissen gehabt habe, wenn der Kontakt zum Erliegen kam. Um so überraschender war dann manchmal die Reaktion der Frauen, die ich - teilweise auch Jahre später - bekommen habe, oft verbunden mit dem klassischen Satz "Du hast dich ja nicht mehr gemeldet".

"Ja stimmt, warum auch, wir hatten doch nur ein paar geile Nächte" denkt der Mann.

Offensichtlich erwarten Frauen auch bei "Geschichten, die sowieso keine Zukunft haben" mehr, als Männer bereit sind, in solche Geschichten zu investieren.

Wobei ich noch einen Unterschied zwischen einer lockeren Affaire (meinetwegen eine MNS-Affaire) und einer Dauer-Affaire sehen würde,
bei der letzteren sollte es eigentlich der Respekt gegenüber der Frau gebieten, ein Ende nicht einfach durch Davonschleichen herbeizuführen.

Männer sind weitgehend unfähig, über ihre Gefühle zu sprechen... und feige, wenn es darum geht, eine Beziehung zu beenden.

Und im übrigen merken sie - im Gegensatz zur Frau - gar nicht, wenn eine Beziehung zu Ende geht. "Wieso, ist doch alles in Ordnung, es regnet nicht herein, warm ist es auch, wir haben zu essen... und der Fernseher funktioniert tadellos".

Widersprecht mir, Männer...

Gute Nacht ;-)


Engelherz
Geschrieben

@maajoon: Nein, ganz klar es liegt nicht an dir und wie bin ich froh grade heute diese Frage bzw. diesen Beitrag von dir zu lesen, denn so weiß ich nun, es liegt auch nicht an mir

Ich könnte deine Aufzählung auch beliebig fortsetzen und muss sagen, ich bin immer wieder erstaund warum Offenheit, Ehrlichkeit und vorallem Respekt so schwer sind. Vorallem und das nervt mich dabei am meisten, wenn genau diese Herren im Vorwege damit parallen, das sowas doch wohl selbstverständlich ist und sie sowas niiiiiieeeeee tun würden

3 Tage später, 3 Wochen später, 3 Momante später oder gar 1 Jahr später, sie genau DAS tun.

Meine Frage wäre eher, merken sie das garnicht? Nehmen sie das als solches nicht wahr ? Oder erkennen wir die Zeichen nicht, die sie eben für sich eindeutig gesendet haben?


SchwarzesKaterl
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo Majoon,

Also ich kenn genau das gleiches Phenomen wiederum von den Frauen... würde also nicht sagen, dass es nur typisch Mann ist... Gerade bei den jüngeren Generationen wird Ehrlichkeit und Treue leider immer mehr als "lästig" empfunden und man bekommt gesagt, die Ansprüche seien zu hoch...
Aber vlt hatte ich auch einfach nur das Pech bisher auf die falschen Frauen zu treffen, denen diese Punkte wirklich nichts bedeuten und es mit der Ehrlichkeit wie die meisten Männer sehen.

Ich kann von meiner Seite aus nur sagen, dass es bei mir leider so ist, dass ich nie wirklich gelernt habe über Probleme zu reden (bis zu meiner 1. Freundin, wo ihr Vater es gemerkt hat und versucht hat es mir beizubringen, was auch gut so war/ist), und es mir daher oft sehr schwer fällt eben solche in ner Beziehung anzusprechen, aber ich versuch es zumindest. Gelingt aber auch ned immer. Aber wenn ich merke dass ich in der Beziehung nicht glücklich werde, dann habe ich es eigentlich bisher immer irgendwie mitgeteilt und gegebenenfalls die Beziehung beendet wenn nichts mehr zu retten war auch wenn es schwer fällt.

Ansonsten zu Deiner Frage den Mann zu erklären; Buchtipp: "Wie Männer ticken".
Hab ich selber schon mal reingelesen, einfach super, das Ganze auf Lustig mit Vergleich zur Frau geschildert und oft seeeehr zutreffend. Kann ich Dir nur empfehlen.

LG,
's Katerle


bearbeitet von SchwarzesKaterl
Geschrieben

An DIR liegt es nicht, dafür ist das von dir beschriebene Verhalten zu Mann-typisch.
Männer sind weitgehend unfähig, über ihre Gefühle zu sprechen... und feige, wenn es darum geht, eine Beziehung zu beenden.

Widersprecht mir, Männer...



Tja, wenns so einfach wäre Dir zu Widersprechen
Ich gebe Dir ehr Recht ...klar Mann erkennt wohl die Situation, aber ist nicht so richtig in der Lage damit um zu gehen.
Sie sind halt nicht so mittteilungsbedürftig wie die Frauen, ich glaube andersherum, also wenns ums Liebe gestehen geht, ist es ähnlich...

Aber Frauen,... nehmt uns wie wir sind, wir sind ja einfach zu durchschauen...der Wille sich zu ändern ist da


jeano2
Geschrieben

Ich finde schuldzuweisungen hier unpassend, da es doch eher ein Ding zwischen beiden Partnern ist, über was man reden kann und über was man eher nicht so genau spricht.

Gerade Männer, die nicht so sehr geübt sind in Gefühlsbekundungen und Beziehungsanalysen, können mit diesem Nachteil nicht umgehen und warten einfach ab. Aber Schuld würde ich nicht dazu sagen.

Ich finde es normal das man sich nicht mehr täglich oder auch nur wöchentlich mit seinen Expartnern oder Liebhabern egal ob Mann oder Frau unterhält oder telefoniert.

Das Leben geht weiter. Die vergangenen Beziehungen werden abgehakt und es ist doch so das man sich schon vorher nicht mehr viel zu sagen hatte. Dieses Abhaken findet leider nicht auf beiden Seiten gleichzeitig und in der gleichen Art und Weise statt. Da ist es auch vorprogramiert das eine Partei wohl noch mehr Klärungsbedarf bei der Aufarbeitung des Erlebten hat als die andere Partei .

Ich persönlich habe es auch schon so erlebt, das man nichts mehr hört oder nichts mehr von sich hören läßt. Ist immer unterschiedlich, je nachdem. Wenn etweas vorbei ist, dann sollte es auch wirklich vorbei sein. Ich klammere da mal Beziehungen, die in Freundschaften enden aus.


Geschrieben

Vielen Dank erstmal für eure Antworten bisher!

@jeano: klar ist es normal, dass man nicht mehr täglich oder wöchentlich mit dem Ex-Partner telefoniert oder anderweitig kommuniziert. Schön wäre allerdings erstmal zu WISSEN, dass es sich bei der eigenen Person mittlerweile um einen Ex-Partner handelt

Es geht mir auch gar nicht um Schuldzuweisung im eigentlichen Sinne - ich frage mich nur manchmal, ob bei mir etwas nicht stimmt, weil ich einfach immer wieder an solche Männer gerate. Womöglich habe ich ein unbewusstes Beuteschema...

Aber Frauen,... nehmt uns wie wir sind, wir sind ja einfach zu durchschauen...



Eben nicht!!!

Eine "lockere Geschichte" ist für einen Mann auch eine lockere Geschichte, für eine Frau - wenn sie ehrlich ist - bedeutet es immer
(eine Spur Emotion) mehr.



Damit liegst Du vermutlich nicht ganz daneben! Allerdings muß ich dazu sagen, dass ich mit lockerer Geschichte in meinem speziellen Fall meine, dass die Gefühle zwar da sind, aber offensichtlich nicht so stark, dass einer von beiden bereit wäre, sein Leben über den Haufen zu werfen (ich z.B. starke familiäre Bindungen/Verpflichtungen, die ich nicht so einfach sausen lassen kann). Dann sagt man halt einfach, komm, wir lassen das laufen, treffen uns, telefonieren, solange es uns beiden gut damit geht.

Aber dass Männer weitgehend unfähig sind, über Gefühle zu sprechen, wage ich zu bezweifeln.


@Katerle @Engelherz


jeano2
Geschrieben

Aber dass Männer weitgehend unfähig sind, über Gefühle zu sprechen, wage ich zu bezweifeln.

wie weit ist weitgehend? Ich habe teilweise Probleme damit, da ich mir in selbigen nicht immer sicher bin und ich mag es gar nicht über unsichere Dinge zu reden. Hab mich da ab und zu durchgerungen meine Zweifel und Unsicherheiten zu äußern und bin auf die Nase gefallen. Es wurde mir immer angelastet, aber nicht verstanden.


Geschrieben

Du jeano, sieht so aus, als würdest Du auch gern an die "Unrichtigen" geraten. Klar tut es im ersten Moment weh, wenn der andere Zweifel und Unsicherheiten äußert, aber letztendlich wäre mir das doch tausendmal lieber als ein "ich liebe Dich", das doch nur ein Lippenbekenntnis ist...


Geschrieben

Womöglich habe ich ein unbewusstes Beuteschema...



vielleicht, wahrscheinlich.

Aber der These, dass es immer nur die Männer sind, möchte ich nochmal und ganz vehement widersprechen. Oder liegt das jetzt an _meinem_ Beuteschema??

Was sein mag, dass es meistens die Männer sind, die sich genau so benehmen. Erziehung, abgeschaut, nie erlernt? Ein Mann weint ja auch nicht, nech?
Katerle hat einiges dazu sehr schön geschrieben.


jeano2
Geschrieben

Du jeano, sieht so aus, als würdest Du auch gern an die "Unrichtigen" geraten....

das ist bei den meisten Menchen so, sonst würden sie mit dem ersten Partner ewig zusammen bleiben.

...aber letztendlich wäre mir das doch tausendmal lieber als ein "ich liebe Dich", das doch nur ein Lippenbekenntnis ist...

wenn du es "letztendlich" feststellst ist es ja schon zuspät. Was tust du in dem Moment der "Offenbahrung"?


Geschrieben

Wie gesagt, auch ich wäre sicherlich erstmal verletzt - das ist wohl klar, wenn man etwas anderes erwartet. Aber da mir Kommunikation sehr wichtig ist, würde ich dann darüber reden und versuchen herauszufinden, woran es liegt, ob es sich noch entwickeln kann usw.

@normalerotto: muß jetzt zur Arbei - später mehr!


Geschrieben

Ich glaube man kann das nicht so pauschal sagen.

Manchmal sind Männer (und Frauen) tatsächlich Ernst zu nehmen, wenn sie eine Auszeit benötigen - zumal wenn die Umstände einer Affäre, Liebe, oder Liebelei sich von vorne herein wegen äußerer Umstände als schwierig zeigen.

Da genügen dann emotionale Veränderungen, berufliche Hindernisse, oder andere Lebensveränderungen, dass einem Menschen das Verlangen nach Nähe durch den anderen zum Beschwernis wird.

Dann ist es wahrscheinlich verkehrt, an allerlei Fronten Druck aufzubauen und führt womöglich erst recht zum Rückzug des anderen. Ich würde wohl so reagieren.


SchwarzesKaterl
Geschrieben

weil ich einfach immer wieder an solche Männer gerate. Womöglich habe ich ein unbewusstes Beuteschema...



das Problem hat jeder. Ist angeboren bzw. angelernt von zu Hause. Wenn man aber genau weiss wo das Problem liegt, kann man versuchen aus dem Schema rauszukommen. Ist aber nicht sehr einfach, weil man dann mehr mit Hirn statt Herz denken muss bei Beziehungen. Kenn das von mir selbst... aber ich geb die Hoffnung ned auf, dass ich es irgendwann schaff. (Ich zieh zB immer die "Hilflosen" Frauen an, die einem meist nur hinterher dackeln... und zu allem ja und Amen sagen. und wünsch mir eigentlich genau das Gegenteil.


@Katerle



Hui, wie komm ich zu der Ehre *rotwerd* (aber zum Glück sieht man das bei meinem schwarzen Fell nicht)


Geschrieben

Nee Du, "Neuling" :-)
Wenn jemand eine Auszeit braucht, ist das ok und kein Problem. Dann trennt man sich auf Zeit, vereinbart halt irgendwas, oder findet sonstwie eine Lösung, mit der beide leben können. Dann kann und muss man das aber auch sagen. Manometer, wozu haben Menschen eigentlich einen Mund (neee, auch aber nicht NUR daaafür...).

Aber wenn ich so eine nicht-ganz-richtig-Ex anrufe und es ist ja alles so in Ordnung aber in Wirklichkeit liegt sie beim telefonieren schon auf oder unter dem übernächsten, dann ist das für mich keine Auszeit. Dann ist das für mich einfach nur verlogen. Auch bei einer lockeren Geschichte, wie Houdini schreibt. Allerdings kann ich mir für mich auch keinen Sex ohne Gefühle vorstellen, auch nicht bei lockeren Geschichten. Sorry.

Am Rande: manche Menschen haben weniger Probleme offen zu reden (und auch sich selbst über einiges klar zu werden), wenn man sich zusammen vor jemand Unbeteiligtem ausspricht. Wenn mir die Kiste wirklich was bedeutet, hab ich auch die paar Euros für den Mediator übrig.


Geschrieben


Wenn jemand eine Auszeit braucht, ist das ok und kein Problem. Dann trennt man sich auf Zeit, vereinbart halt irgendwas, oder findet sonstwie eine Lösung, mit der beide leben können. Dann kann und muss man das aber auch sagen. Manometer, wozu haben Menschen eigentlich einen Mund (neee, auch aber nicht NUR daaafür...).



Ich find das ganz richtig getroffen.
Wir wissen doch alle, dass Männer und Frauen im Bereich der Kommunikation teilweise schwer harmonieren. Umso wichtiger ist es doch, ganz klare und deutliche Ansagen zu machen. Also nicht so Sätze wie "Ich brauch mal etwas Ruhe", "Ich brauch mal etwas Zeit für mich", etc. Was heißt das? Wieviel ist "etwas"? Und wie lange dauert das? Und was heißt das für den Kontakt zwischen zwei Menschen? Heißt das "Ich möchte nicht mehr ständig mit Dir zu tun haben und melde mich nur noch ab und zu" oder heißt es "Ich melde mich jetzt gar nicht mehr"?
Wenn jemand eine Auszeit braucht, dann soll er es klar und deutlich definieren, dann entstehen auch keine Missverständnisse und niemand wird enttäuscht.
Seltsamerweise sind in diesem Fall die Männer immer weitaus unklarer und undeutlicher, als sie von sich selbst behaupten, es generell zu sein. Von wegen, Männer sagen immer klar und offen, was sie denken, bilden einfache Sätze und kommen zum Punkt. Wenn es nämlich um das Ende von Beziehungen geht, ist Schluss mit einfachen Sätzen, geschweige denn mit "auf den Punkt kommen".

Dabei find ich es völlig egal, ob man nun eine Liebesbeziehung, eine Sexfreundschaft und einfach nur einen ONS hatte. Das Gegenüber, mit dem man in der Kiste war, ist ein Mensch und möchte auch so behandelt werden, d.h. respektiert werden, mit Achtung behandelt werden, und dazu gehört einfach, dem anderen klar zu sagen, woran er ist.

Ich habe leider auch schon oft erlebt, dass Männer letztlich nicht den Arsch in der Hose hatten, klar zu sagen, was in ihnen vorgeht. Da wird dann Theater gespielt und die großen Gefühle werden beteuert... bis es dann letztlich doch so endet, wie man es als Frau schon lange befürchtet hatte. Und manchmal wirds auch erst dann ausgesprochen, wenn die nächste Frau am Start ist, denn erst dann hat Mann ja endlich einen konkreten Grund und muss sich nichts mehr warmhalten, um nicht doch noch allein dazustehen.

Ich habe für mich den Weg gewählt, mich in solchen Situationen ebenso zurückzuziehen. Wenn ein Mann kein Bedürfnis mehr danach verspürt, Kontakt zu mir zu halten, in welcher Form auch immer, nicht wissen zu wollen, wie es mir geht oder ob ich noch lebe, dann habe ich dieses Bedürfnis ihn betreffend ebenfalls nicht mehr. Und wieso sollte ich einem Mann hinterherrennen oder gar -heulen, dem ich egal bin? Nein, dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade und das ist kein Mann wert... das Leben geht weiter und manchmal ist man allein dann doch besser dran


Geschrieben


Dabei find ich es völlig egal, ob man nun eine Liebesbeziehung, eine Sexfreundschaft und einfach nur einen ONS hatte. Das Gegenüber, mit dem man in der Kiste war, ist ein Mensch und möchte auch so behandelt werden, d.h. respektiert werden, mit Achtung behandelt werden, und dazu gehört einfach, dem anderen klar zu sagen, woran er ist.



Ich meine schon, dass es einen Unterschied macht, ob ich mit meinem Gegenüber eine Liebesbeziehung, oder eine Sexfreundschaft habe. Bei einem ONS stellt sich die Frage sowieso nicht! Natürlich sollte man auch bei einer Sexbekanntschaft Respekt dem Anderen entgegenbringen, aber es ist halt einfacher zu sagen: "ich habe keine Lust mehr mit dir ins Bett zu gehen", als "ich liebe dich nicht mehr"! Da "zieht man sich halt zurück"! Ist unfair dem Anderen gegenüber, aber menschlich...ich glaube übrigens, dass genauso viele Frauen dies tun wie Männer!


Geschrieben

Nur, weil es "menschlich" ist, ist es nicht zwingend richtig.

Man sollte dem Menschen, mit dem man wie auch immer zu tun hatte, den Respekt entgegenbringen, den er verdient.
Natürlich ist es leicht, einem ONS zu sagen "Du, ich hab keinen Bock mehr". Es sind ja auch keine Gefühle im Spiel. Es ging nur um Sex, um Spaß. Und klar ist es dem Mann (oder auch der Frau) letztlich egal, wie es dem anderen damit geht, aber dennoch verdient das Gegenüber den Respekt, dass man offen und ehrlich zu ihm ist. Einfach, weil er ein Mensch ist.
Zu sagen "ich liebe Dich nicht mehr" ist natürlich tausendmal schwieriger. Aber dafür auch tausendmal wichtiger. Wenn man sich geliebt hat, hat man Zeit zusammen verbracht, dem geht eine vielleicht langjährige Beziehung voraus, ein Zusammenleben, miteinander teilen, miteinander fühlen. Hat denn gerade dann der ehemals geliebte Partner es nicht verdient, dass man ihm klar sagt, woran er ist? Und nicht nur einfach, weil er ein Mensch ist, sondern weil er ein Mensch ist, mit dem man sein Leben, seine Sorgen, sein Glück geteilt hat, der für einen da war, der ein Teil von seinem Leben war. Denn wenn auch keine Liebe mehr da ist, so ist doch zumindest noch Sympathie da, der andere ist einem doch nicht von heute auf morgen gleichgültig geworden, selbst wenn man bereits einen neuen Partner hat. Man hat sich doch mal geliebt... wünscht man da dem Verlassenen wirklich, dass er sich total verarscht und gedemütigt fühlt, weil man selbst nicht in der Lage ist, auszusprechen was nun einmal Tatsache geworden ist?

Es ist schwer... aber was hat man zu verlieren? Nur das Gesicht, wenn man es nicht tut...


Geschrieben

Natürlich hat der ehemals Geliebte verdient, dass man ihm reinen Wein einschenkt...leider ist das Problem die Umsetzung! Viele befürchten dann die berüchtigte Trennungsszene mit Weinen, Schreien, etc....! Da ists leichter sich zu sagen: Sie, oder Er wirds schon von alleine merken! Ist feige sicher!
Ansonsten ists dann doch etwas romantisch zu glauben, dass man immer noch automatisch Symphatie dem Ex entgegenbringt, wenns dann vorbei ist! Kommt ganz auf den Verlauf der Beziehung an!


Geschrieben

Naja, zumindest noch so viel Sympathie, mit dem Menschen das Bett zu teilen oder gar noch mit ihm zu schlafen und ihm vorzumachen, es wäre doch alles in Ordnung. Denn wenn einem der Mensch egal wäre, würde einem doch auch die Weinen-Schreien-Trennungsszene am Ar*** vorbeigehen, oder?


Geschrieben

Ich muss zugeben, dass ich mit zu Ende wirklich zu Ende meinte!!Also ohne Miteinanderleben/schlafen!
Denn wenn dies der Fall ist, ists nicht zu Ende, da zieht ER sich ja nicht wirklich zurück! Manchen Frauen genügt dies sogar....ein nettes Eheleben, eine schöne Routine und dies bis "dass der Tod sie scheidet"! :-))


Geschrieben

Irgendwie meinen wir beide was unterschiedliches

Aber ein Mann kann sich auch zurückziehen, obwohl er noch mit einer Frau zusammenlebt. Hab ich selbst erlebt. Nur eben auf eine andere Art und Weise, als hätte man nur telefonischen Kontakt. Trotzdem nicht weniger deutlich.


Geschrieben

Ach so..ok..dann habe ich tatsächlich etwas Anderes gemeint!Ich bin vom Thread ausgegangen!
Da hast du natürlich Recht, das gibts auch, aber da würde ich eher auf Bequemlichkeit schließen! Wieso deutlich sagen, dass man Sie nicht mehr liebt, sich also trennen möchte, wenns zu Hause doch so gemütlich ist!Das hat dann nichts damit zu tun, dass man den Anderen nicht verletzen möchte!


Geschrieben

wo ist eigentlich das problem?
wenn es eine lockere geschichte war, braucht doch keiner dem anderen erklären warum er nun nicht mehr so oft anruft oder erscheint. das genau bedeutet doch LOCKER. es ist eben nichts FEST. also sieht man sich, wenn man zeit oder lust hat. ohne jede vepflichtung.
wenn ich mit jedem menschen mit dem ich sexualkontakte hatte erklären müsste wann und wo ich warum nicht erscheine, würde ich nur noch telefonieren.
nimm es einfach hin und investiere nicht zu viel in eine LOCKERE geschichte.


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