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Beruflich unterfordert ?

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

immer wieder höre ich, wie toll die mitarbeiter sind und wie dov der cheffe doch ist. man kann alles besser und auch mir ist dieser satz bei einigen schon gedanklich durch den kopf gegangen.

seid ihr wirklich besser, als die anforderungen es erwarten, oder fühlt ihr euch eher durch den job gestresst ?


Antoninus
Geschrieben (bearbeitet)

Ich glaube, dass kann man so nicht sehen.

Wenn man an der Arbeitsweise des Chefs, Vorgesetzten, Übergeordneten etwas auszusetzen hat, dann sagt man ja nicht automatisch, dass man es besser kann. Man würde nur in gewissen Situationen eine andere Entscheidung treffen.

Da kommt es auf den Chef, Vorgesetzten, Übergeordneten an wie er mit der Kritik umgeht. Wenn er Sie ignoriert, dann wird aus Kritik Unmut und der kann ja bekanntlich viele Formen haben. Das heißt dann immernoch nicht, dass man es besser kann, man fühlt sich nur verarscht.

In meinem Berufsleben habe ich es eher selten erlebt, dass man über seine Chefs so redet, meist waren Sie sehr anerkannt und respektiert. In meinem privaten Umfeld war es da schon anders, Leute die eine gewisse Übergeordnete Position inne hatten, die waren da wohl nicht so sehr respektiert. Woran das liegt, da kann ich nur spekulieren.

Meist haben Sie den Eindruck hinterlassen von Gottes Gnaden eingesetzt zu sein und haben Kritik als persönlichen Angriff gesehen und so entwickelte es sich dann meist so, dass aus anfänglicher Freundschaft irgendwann nur noch Verachtung übrig blieb.

Das ist nur meine bescheiden Meinung, andere können das natürlich ganz anders sehen.


bearbeitet von Antoninus
Geschrieben

man kann alles besser



Meinen letzten Job habe ich genau deswegen verloren

Als Sachbearbeiterin der beiden größten und besten (Eigentlich die Standbeine der FA) Firmen (Schwan Stabilo & Staedtler Mars, für die aus der Werbe- und Werbemittelbranche kommen und die Namen kennen) zuständig gewesen, immer alles super gelaufen.... dann "Voll-Honk" vor die Nase gesetzt bekommen, der wirklich nix drauf hatte außer wiederlichem Schleimen.

Tja, er meinte sich überall einmischen zu müssen, hat meine "Lorbeeren" vorm Chef immer wieder als seine verkauft usw. Konnte keinen gescheiten Satz schreiben... ich war ihm mehr als haushoch Überlegen. Im Internetsurfen war er klasse, dass war auch das einzige was er konnt.

Ich: Mail an den Chef frei nach dem Motto: IQ-Knäckebrot, faules Ferkel, Nichtsnutz
Er: Weiterhin beschäftigt
Ich: Raus

Genau aus diesem Grund arbeite ich auch nicht mehr im Angestelltenverhältnis, da ich wohl spätestens nach 6 Monaten wieder eine Kündigung im Briefkasten hätte.

Tanni


0815Erwin
Geschrieben (bearbeitet)

In der Freizeit auch noch über den Job jammern? Dann wird´s Zeit für einen Wechsel.

@tanni: Etwas mehr Subtilität ist dann gefragt, wer das nicht kann, ist auch für die entsprechende Aufstiegsposition meißt ungeeignet.
Genauso sollte man wissen, auf wessen Mist die Entscheidung gewachsen ist, einen(deinen) Vorgesetzten dort zu plazieren. Den brüskierst du dann ggf. mit dieser Leistungsinformation
Wenn du nachrutscht, hättest du die Person vor dir, bei der du dich beschwert hast, der auch ggf. nicht der perfekte Leistungsträger ist und deine Umgangsform mit Leistungsverweigeren auch nicht für sich gebrauchen kann.


bearbeitet von 0815Erwin
orth
Duliner
Geschrieben

Wen fragst Du das? FI-ler?

Bestimmte hochqualifizierte Jobs gibt es kaum mehr in Deutschland, wegen Einsparungen, Schließungen, Verschiebungen ins Ausland, usw.
Die Leute, die deswegen ihre Jobs verloren und jetzt andersweilig Arbeit angenommen haben, sind extrem unterfordert.
Z.B. hochqualifizierte Chipentwickler die jetzt wenig anderes machen "dürfen" als Müllbeseitigung oder Gartenpflege sind natürlich extrem unterfordert, aber auch extrem überqualifiziert für alles was als Arbeit angeboten wird... Und das für unter 1000 Euro pro Monat.


Geschrieben

Ein Chef ist für mich dann ein Chef, wenn ich zu ihm "hochschauen" kann, sprich ich von seiner Leistung und seiner sozialen Kompetenz überzeugt bin.

Wenn ich das nicht kann, ist er ein mir "Vorgesetzter", und es wird Zeit, dass ich mir eine neue Herausforderung suche .

Ich habe eben einen Chef, und einen ChefChef und einen ChefChefChef, die ich sehr schätze, also keine "Vorgesetzten". Ergo bin ich zufrieden, solange auch mein Chef mit mir und mit meinen Arbeitsergebnissen zufrieden ist. Und gute Arbeitsergebnisse erziele ich nur, wenn ich motiviert bin und Spaß an meinem Job habe. Dafür ist auch ein Chef mitverantwortlich.

Ah ja, ich bin zufrieden


Geschrieben

danke für eure antworten

@erwin:

ich versuche das thema JOB weitestgehend in der freizeit zu vermeiden.

@all:

ich hatte da mal so ein erlebnis bei einem kunden, der einen neuen mitarbeiter einstellte

er hatte keinen blassen schimmer von planung und kam jede woche am samstag zu mir ins büro, damit ich ihm erkläre, wie der kunde eben die planung macht ( ich hatte vor einige jahren damit mal zu tun )

die konsequenz war, dass er später den boss abschiessen wollte und auch mir das messer auf die brust setzte.
ich habe da meinen ganzen arsch in die hand genommen und ein klärendes gespräch mit dem boss des kunden geführt - auch auf das risiko hin, dass ich der depp bin. und, ich habe gewonnen, weil der kunde wusste, wovon ich rede und dass ich eben zu diesem thema sicher einiges an erfahrungen habe.

der andere wurde mit einer abfindung "entsorgt"

was hat das mit dem thema zu tun ?

naja, da ist jemand, der alles besser weis, obwohl er keine ahnung hatte und so deppen lernen es nie.

ich selbst bin sicher nicht perfekt und höre mir so einiges ab und zu an. ioch versuche zumindest kritikfähig zu bleiben - auch, wenn es manchmal schwer fällt, immer den selben leuten die selben fragen zu beantworten.

überfordert bin ich derzeit wirklich mit einem program (pc), welches ich bis heute noch nicht begriffen habe deshalb wird wohl bald mal jemand auf lehrgang gehen müssen

unterfordert ? naja, wenn ich einige kunden sehe, wie sie ihre planung und kostenstaffelung haben............


0815Erwin
Geschrieben

Meist haben Sie den Eindruck hinterlassen von Gottes Gnaden eingesetzt zu sein und haben Kritik als persönlichen Angriff gesehen und so entwickelte es sich dann meist so, dass aus anfänglicher Freundschaft irgendwann nur noch Verachtung übrig blieb.

Daher ziehe ich eine gesunde Distanz vor, aus der man diese wenigstens noch tolerieren kann und nicht gefühlsmäßig betroffen wird.


Geschrieben

Daher ziehe ich eine gesunde Distanz vor, aus der man diese wenigstens noch tolerieren kann und nicht gefühlsmäßig betroffen wird.



gesunde einstellung


0815Erwin
Geschrieben (bearbeitet)



die konsequenz war, dass er später den boss abschiessen wollte und auch mir das messer auf die brust setzte.
ich habe da meinen ganzen arsch in die hand genommen und ein klärendes gespräch mit dem boss des kunden geführt - auch auf das risiko hin, dass ich der depp bin.


Womit konnte der dankbare Mensch dir denn aufwarten? Bzw. hattest du vorher einen Fehler gemacht?


bearbeitet von 0815Erwin
Geschrieben


Genauso sollte man wissen, auf wessen Mist die Entscheidung gewachsen ist, einen(deinen) Vorgesetzten dort zu plazieren.



Das wuste ich ja, die komplette Geschichte wäre nur zu lang gewesen und natürlich habe ich mich in der besagten Mail an die üblichen Umgangsformen gehalten, eben nur sehr direkt...

... übrigens hat mein Ex- Chef diese Mail an die oberste Etage der beiden oben genannten Firmen gesendet, da diese sich weigerten, mit dem Honk zu arbeiten und auf eine weitere Zusammenarbeit mit mir bestanden.

Resultat:
Von beiden Firmen ein sehr, sehr gutes Jobangebot bekommen... auch auf Grund meiner Ehrlichkeit *kichert*

Manchmal sollte man sich vielleicht doch ein Herz fassen und seinen Unmut äußern... dann klappts auch mit dem nächsten Chef

Tanni


Geschrieben

Ich bin für meinen Job als Call Center Agentin eigentlich überqualifiziert,
jedoch ist der Job echt nicht einfach. Schwierig ein Produkt zu verkaufen,
von dem man selbst nicht überzeugt ist.

Würde lieber was in meinem Beruf machen, aber momentan ist die Hauptsache,
dass ich einen Job habe und kann einsteigen. Man nennt mich auch Quereinsteiger.
Es ist nicht der Job, den ich mein Leben lang machen will, aber es ist ein Anfang und
man weiß ja nie wie es noch weitergeht....und was noch kommt....

Bisher habe ich all meine Träume verwirklicht...

So long....gehabt euch seelig ihr lieben Popper und Popperinnen!!


Geschrieben

Mal ne andere Variante. Ich hab die letzten 10 Jahre als Chefsekretärin gearbeitet. Ein Job in den ich eher reingerutscht bin und den ich eigentlich nie wirklich wollte ... aber das Leben spielt halt sein eigenes Lied.

Ich hatte den Job so derbe satt und war fast glücklich als mein letzter Arbeitgeber (nein nicht dank mir ) insolvent gegangen ist. Dies war für mich die Chance für einen Neuanfang.

Einmal bewarb ich mich auf einen Job als Sachbearbeiterin ... mir war durchaus bewusst, dass der Job nicht den Anspruch hatte, wie meine vorherige Position aber wie gesagt ... ich war mir bewusst wo ich mich bewerbe und ich wollte den Job. Das Vorstellungsgespräch lief auch hervorragend und die Chefin war so begeistert, dass sie mich fast von der Stelle weg eingestellt hätte. Dann jedoch kam der Blick in meine Unterlagen (was mich befremdet, denn die muss sie ja eigentlich schon vorher eingesehen haben) und die Aussage "aber der Job ist doch gar nichts für sie, sie sind doch damit total unterfordert" ... ab dem Moment kippte die Stimmung und meine Ausführungen, dass ich mich bewusst auf die Anstellung beworben hatte und es kein Experiment ist und ich nicht nach einem halben Jahr kündigen werde (die von ihr geäußerten Ängste), verpufften im Nichts. Die Absage kam dann auch am Folgetag mit der Begründung, dass man Angst hätte ich würde mich bald unterfordert fühlen, die Bezahlung würde mir nicht reichen und ich würde den Job dann bald schmeißen. Tja dumm gelaufen .

Ich lege keinen großartigen Wert mehr auf übermäßig stressige Jobs. Das hab ich 10 Jahre gehabt und um ehrlich zu sein ... ich mach lieber nen Job den ich gerne und mit Freude mache, mit dem ich mich identifizieren kann als einen Job der zwar sehr gut bezahlt ist aber wo ich in der Mitte der Woche schon total fertig bin, wo ich nen heulenden Chef hab, der über alles lamentiert und mir erzählt wie er seine Frau betrügt.
Ich lebe nicht um zu arbeiten, sondern ich arbeite um zu leben, weshalb ich mich nicht mehr kaputt mache für egal wen , denn Dank gibt es dafür sowieso nicht. Jeder ist heutzutage austauschbar.

Aktuell bin ich selbständig, mache das was mir Freude macht und habe ungleich an Lebensqualität gewonnen.


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