grizzly51

Libidoverlust durch Psychopharmaka - Erfahrungen?

31 Beiträge in diesem Thema

Geschrieben (bearbeitet)

wer von euch (w oder m) hat erfahrung mit diesem thema?

die frage richtet sich sowohl an direkt betroffene, die durch einnahme dieser medikamente einen libidoverlust erlebten als auch an mittelbar betroffene, die als partnerIn davon belastet wurden.

wie seid ihr damit klar gekommen? was konntet ihr tun bzw was habt ihr getan?

zu meiner situation folgende informationen: meine partnerin und ich hatten ein sehr erfülltes sexleben, sowohl zu zweit als auch im club oder privatparties. wir waren sehr offen und experimentierfreudig. wir konnten auch über alle fantasien und geheimen wünsche reden. seit 2,5 jahren muss sie nun diese medikamente nehmen und unser sexleben daran gestorben. sie hat absolut keinen sexualtrieb mehr und selbst das reden darüber empfindet sie als drängen. seit 1,5 jahren spreche ich dies thematik nicht mal an, um keinen druck aufkommen zu lassen. ich möchte ja, dass sie sich gut fühlt, aber meine sexualität ist nicht tot, die beziehung aufgeben will ich auch nicht, also was tun?

wer kennt solche probleme? und wie geht ihr damit um? wer kennt lösungswege?

und bitte keine kommentare von leuten, die diese problematik nicht kennen.

danke

bearbeitet von MOD-Kamikatze
Userhilfe
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Geschrieben

Macht doch beim verschreibenden Arzt einen gemeinsamen Termin.
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Geschrieben

Habt ihr mal mit ihrem behandelnden Arzt darüber gesprochen? Darf ich fragen, ob sie in therapeutischer Behandlung ist?
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Geschrieben

je nach Medikament kann es eine sexuelle Dysfunktion begünstigen, oder gar die Wahrnehmung und/oder Denkweise beeinträchtigen... Einzige nachhaltige Möglichkeit, mit dem verschreibenden Arzt sprechen und mit dem Partner offen darüber sprechen.

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Geschrieben

Zum arzt gehen der dieses Medikament verschrieben hat und die Problematik schildern. Vielleicht ein anderes Medikament oder eins das die Sexualität wieder ankurbelt. Was anderes wird dir/euch nicht übrig bleiben. Aber wie sieht das deine frau? Will sie denn etwas ändern?

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Geschrieben

Hallo, meine Frau hat seit der Menopause auch sehr wenig Lust auf Sex. Bei mir traten Störungen auf seit ich Diabetes 2 habe. Bei mir hilft Cialis (noch sehr teuer) und Sildenafil (ist wesentlich billiger, beides vom Arzt verschrieben. Was bei der Frau hilft würde mich auch gerne interessieren.

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Geschrieben

Das ist leider kein Einzelfall.

Ich nahm auch mal nen Jahr lang Antidepressiva, und abgesehen davon daß ich direkt 20 Kilo zulegte war meine Libido so weit unten daß sie jeden Limbo-Wettbewerb gewonnen hätte. 

-Wenn- ich mich mal aufraffen konnte ging nix ohne Gleitgel (sonst unvorstellbar bei mir), und trotz toller festen Beziehung hatten wir nur alle 2-3 Wochen mal Sex :( Wär ich allein gewesen hätte mir absolut nix gefehlt.

Schlimme Zeit, grad weil ich ein sehr sexuelles Wesen bin..ich setzte die Medis schließlich eigenständig ab, allerdings auch nur weil ich eine eher leichte Depression hatte bei der vor allem Schlaflosigkeit das Problem war.

Und ich traf für mich die Entscheidung daß meine Figur wieder zu bekommen und wieder Spass am Sex zu haben mir wichtiger ist als Schlaf. Es ging auch gut, aber ich warne trotzdem eindringlich davor das nach zu machen!

Leider haben die meißten Antidepressiva diese Nebenwirkungen, allerdings gibt es auch viele gute Gründe sie zu nehmen.

Das kann letztendlich nur ein Arzt klären. Auch ob vielleicht ein Medikamentenwechsel infrage kommt.

Schwierige Situation, kann Dich supergut verstehen, aber leider nur Daumen drücken daß ihr eine Lösung findet :/

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Geschrieben

Eine Freundin von mir nimmt auch Solche Pillen.. Bei ihr ist genau das Selbe, Ist quasi Asexuelle durch geworden.

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Geschrieben

Das kann von einem zum anderen Medikament, welche jedoch gleich wirken, unterschiedlich sein. Daher wäre es ein versuch wert das Medikament zu wechseln.

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Geschrieben

Ich kenne das auch, mein Mann muss leider auch diese Medikamente einnehmen, bei ihm kann man da leider auch nicht viel machen. Ich hatte das große Glück schon vorher einen Hausfreund zu haben. Insofern musste ich nicht auf Sex verzichten und wir haben die Momente ausgekostet in denen mein Mann Lust hatte. Auf jeden Fall belastet so etwas.

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Geschrieben

Ist klar,@piercing2013! Im Profil Single, aber dein Mann nimmt Psychopharmaka!? Wie geht das denn?
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Geschrieben

Hallo. Der Verlust der Libido durch Psychofarmaka ist allgemein bekannt und bei den Medikamenten im Beipackzettel unter Nebenwirkungen zu finden. Auch wenn dies nicht explizit aufgeführt ist,können solche Nebenwirkungen auftreten. Beispiele hierfür sind Citalopram und Mirtazapin und deren Artverwandte Wirkstoffgruppen. Eine Lösung ist eigentlich recht einfach. Ein Gespräch mit dem Neurologen,beziehungsweise Psychiater. Da diese Nebenwirkungen häufig auftreten ist eine falsche Scham hier völlig unangebracht. Gerade bei Menschen mit Depressionen ist ein funktionierendes Sexualleben wichtig. Es bringt Entspannung und steigert vor allem auch das Selbstwertgefühl. Ich würde Dir raten,Deine Frau das nächste Mal zum Arzt ihres Vertrauens zu begleiten. Falls sie dies nicht möchte, nimm doch einfach selbst Kontakt mit ihm auf und sprich mit ihm über das Problem. Das hat auch überhaupt nichts mit hintergehen zu tun,sondern damit Eure Beziehung zu retten und in Zusammenarbeit mit dem Arzt oder Therapeuten,deiner Frau den Weg zurück zu Dir und in ein normales Leben zu ermöglichen. Du wirst sehen, es geht wieder aufwärts. Falls Du Fragen hast,kannst Du mir auch gern eine persönliche Nachricht schreiben. LG Jan
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Geschrieben

@remifenta....Meine Güte, das hier ist ein ernstes Thema.
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Geschrieben

vor 11 Minuten, schrieb remifenta:

Ist klar,@piercing2013! Im Profil Single, aber dein Mann nimmt Psychopharmaka!? Wie geht das denn?

Wir leben seit 3 Jahren getrennt, aufgrund der Krankheit

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Geschrieben

Wie BerthaLou schreibt, macht einen Arzttermin aus. Ich selber kenne dieses Problem auch. Meine Lust war zwar vorhanden, ich kam aber zu keinem Höhepunkt mehr. Also...immer unbefriedigt. Das hat mich fertig gemacht. Ein Arzt nahm sich meiner Problematik an und ich bekam, nach dem Ausschleichen des ersten Medikaments, ein anderes verschrieben. Dieses half mir ebenso gut und ließ eine ganz normale Sexualität wieder zu. Jedenfalls habe ich beim zweiten Präparat ncht diese Nebenwirkung gehab.

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Geschrieben

Ich habe auch mehrere Jahre citalopram genommen und muss bestätigen das meine Linie sehr gering war. Seit einigen Monaten nehme ich bupropion. Meine libido ist wieder die früher da. Allerdings zittern meine Hände etwas. Wenn man keine wimpern anbringen muss, kein Problem 😀
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Geschrieben

Libido. Dieses blöde Handy! Kleiner nebeneffekt: gewichtverlust.

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Also ich nehme 6 Monate antidepressiva - mittlerweile klappt alles wieder normal. Am Anfang war es so das ich 3 Stunden ficken konnte und keinen Orgasmus bekommen habe. Das hat genervt.
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Geschrieben

Vielleicht darf ich an dieser Stelle mal eine andere Frage in den Raum werfen...?musste auch schon verschiedene Medikamente nehmen ,und habe eigentlich nur Nebenwirkungen verspürt,unter anderen auch eine Verminderung der Libido.Aber im Grunde wurde es nur schlimmer,und jetzt lehne ich die Medikamente halt ab.gibt es hier auch Leute denen die psychopharmaka wirklich geholfen haben?

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Geschrieben

'wirklich helfen' sicher nicht- aber sie verschaffen eine Verschnaufpause. Dann sollte man irgendwann an die Wurzel.... aber auch das würde manche zerbrechen. Manchmal ist es leider ein Dauerzustand.
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Geschrieben

Psychopharmaka sind oft wichtiger BESTANDTEIL einer Therapie, aber nicht als alleinige Lösung zu betrachten. Die richtige Medikamentierung stellt eine heikle Aufgabe dar und kann sehr lange dauern.

Zunächst muss der betroffene die Medikamente IMMER wie besprochen einnehem. Will heißen, immer in der richtigen Menge und immer zum richtigen ZEITPUNKT. Der Zeitpunkt ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, da der Körper zu unterschiedlichen Tageszeiten mitunter völlig anders auf die Medikamente reagieren kann, da er sich selber in ganz unterschiedlichen produktionsphasen befindet. Außerdem fällt es einem Patienten, der unter einer akuten psychose etc. leidet häufig sehr schwer, überhaupt irgendwelche Tagesabläufe zu organisieren, wozu dann natürlich auch die Einnahme der Medikamente zählt.

Die richtige Dosierung ist ein anderer wichtiger Punkt. Dafür ist sehr viel mitarbeit vom Patienten nötig. Das bedeutet auch, dass der Patient dazu in der Lage ist, seine empfindungen dem Arzt gegenüber möglichst transparent zu kommunizieren. Das birgt verschiedene Problemlagen. Zunächst muss der Patient ersteinmal gesundheitlich dazu in der Lage sein. Da es hier sehr viel um Selbstwahrnehmung geht, sowie um Selbstoffenbarung ist dies ein mitunter sehr heikles und schwieriges Thema. Zum anderen spielt das Vertrauensverhältniss zum Arzt hier eine wichtige Rolle.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten die eingenommen werden sind natürlich auch zu berücksichtigen. Dafür muss der betreffende Atrzt dementsprechend über SÄMTLICHE eingenommenen Medikamente bescheid wissen.

Mal abgesehen davon, dass es von einem Medikament mit Wirkstoff XY dann auch oft diverse präparate gibt, was die möglichen umstellungsmaßnahmen noch einmal Vergrößert, ist der aller entscheidenste Faktor jedoch die Diagnose. Worunter leidet der Patient denn eigentlich? Und was kann ihm in seiner Situation dann überhaupt langfristig helfen?
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es passieren kann, das jemand über sehr lange Zeiträume die komplett falschen Medikamente einnimmt. Da die bestimmung einer Psychischen Erkrankung ein sehr kompliziertes und langwirieges Verfahren bedeutet, kann sich sicher jeder Vorstellen, auf wievielen Irrwegen auch der behandelnde Arzt unterwegs sein kann, bis irgendwann eine realistische Diagnose vorliegt. Das Problem ist, dass oft erst Medikamente einen Patienten überhaupt in einen Zusrtand bringen, in dem der Patient Behandlungsfähig wird. Dann stellt sich heraus, dass genau diese Medikamente siener eigentlichen Erkrankung garnicht helfen, oder sogar kontraproduktiv sind und die Reise der richtigen Medikamentierung beginnt von vorne.

Mir scheint, dass es vielen Menschen nicht wirklich klar ist, was es bedeutet Psychopharmaka zu nehmen und wie ernst man dieses Thema nehmen muss.
Je nach Zustand kann unter Umständen ein stationärer Aufenthalt ratsam sein. Das klingt für viele erschrekend, das ist es aber auf keinen Fall. Über einen langen Zeitraum, kann hier auf sehr intensive Weise und abgeschirmt vom Alltagsleben des Betroffenen, auf viele Details geachtet werden. Medikamente können unter maximaler ärztlicher Begleitung ausprobiert und dosiert werden, es können diverse andere Techniken und Verfahren erlernt werden, sich abgesehen von Psychopharmaka selbst zu helfen und es können schneller, konkretere Diagnosen gestellt oder auch verworfen werden.

Alles in allem, kann ich sagen, um auf das Kommentar von Alex, einem Vorredner, einzugehen: Medikamente, so auch Psychopharmaka, machen abgefahrene Dinge möglich. Sie lassen Menschen Leben, obwohl sie an Krankheiten sterben müssten und auch sicher daran gestorben wären, wenn sie Krankheit XY gehabt hätten, bevor es diese Medikamente gab. Ein Grund warum sie wirken ist jedoch der absolut richtige Umgang mit ihnen. Statistisch betrachtet ist dieser richtige Umgang absolut keine Selbstverständlichkeit. Medikamentenproduktionen im Millionen bereich sind völlig Wirkungslos, weil die Dinger einfach nicht richtig eingenommen werden. Und wie beschrieben, stellt die richtige Einnahme bei Psychopharmaka eben eine ganz individuelle Besonderheit dar und darf unter keinen Umständen unterschätzt werden.

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Geschrieben

Hallo. Ich nochmal. Bupropion,früher Elontril,ist ein recht neues Preparat und zeigt recht wenig Nebenwirkungen. Auch bei längerer Anwendung ist es in den meisten Fällen gut verträglich. Zur Wirkung ist volgendes zu sagen: Psychopharmaka sind grundsätzlich Langzeitpreparate. Eine Wirkung setzt meist erst nach einiger Zeit, ca zwischen zwei und vier Wochen ein. Es handelt sich hier NICHT um Medikamente die man mal eben ein wirft und alles ist gut. Es bedarf IMMER Ärztlicher Begleitung und Kontrolle! Eine unregelmäßige Einnahme kann sehr verheerende Wirkungen haben, bis hin zum Suizid! Da sich die Symptome hierbei oft verschlimmern. Deshalb sollten diese Medikamente auch ein- beziehungsweise ausgeschlichen werden und auf GARKEINEN Fall einfach abgesetzt werden. Und ja,diese Medikamente helfen. Sie sorgen für eine gleichbleibende Gemütslage und vermindern oder verhindern extreme Schwankungen. Dies ist auch in den Beipackzetteln zu lesen und sollte wirklich beachtet werden! Im Zweifelsfall sollte immer ein Arzt hinzugezogen werden! Nach über 28 Jahren in der Pflege im Bereich der Neurologie-Psychiatrie,könnt Ihr mir in dieser Hinsicht vertrauen. Ich weiß wovon ich rede. LG Jan
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Geschrieben

Sagt man nicht Sex fängt im Kopf an ? Kann es vielleicht sein, dass es nicht an den Medikamenten liegt. Sondern an dem Grund warum man diese nimmt ?
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Geschrieben

Durch die Tabletten die mein Ex Freund nehmen musste, hatte er auch nie Lust. Kann also durchaus auch daran liegen
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Geschrieben

Um welche Medikamente geht es denn? Von SSRIs wie Citalopram ist die libidosenkende Wirkung bekannt. Da gibt es jede Menge Alternativen wie zB Buproprion als Wirkstoff. Kommt aber sehr auf den Einzelfall an
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