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Big Brother, ist es soweit?

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Satellitenaufnahmen und Fotografien unseres privaten Umfeldes im Internet sind das Eine,
Überwachungskameras auf öffenlichen Plätzen, beim Einkaufen, in Parkhäusern, Toll Collect und GPS sind das Andere.

Was mir aber noch mehr auffällt, das sind immer mehr Webcams an Ampelanlagen und Straßenkreuzungen.
Nimmt man nun noch die Handy-Ortung dazu, dann sind wir mittlerweile nahezu lückenlos überwach- bzw. beobachtbar.

Ich fühle mich dabei immer unwohler, wie ergeht es Euch damit?


Geschrieben

wenn sie sinnvoll sind,wie in U-Bahnhöfen hab ich gar nichts gegen > siehe U-Bahnschläger in München.!!!!!


0815Erwin
Geschrieben

Deine Liste der Beobachtungsmöglichkeiten läßt sich auch um die nicht visuellen Bereiche (Internetnutzung, Cookieprofile, staatl. E-Mailüberwachung, Kontobewegungungen u.a.) erweitern.
Das Schöne ist, um so mehr erfasst wird, um so verdeckter kann man sich bewegen, weil die Auswertung allen Datenmaterials, erheblichen Manpower benötigt.

Die zunehmende Vergroßstädterung erschwert, die frühere soziale Kontrolle, (der Nachbar weiß alles - oft mehr von sich, als man selbst) und wird durch Technik etwas kompensiert.


LDKJunge
Geschrieben

Hi!

Was hat GPS mit Überwachung zu tun?


Geschrieben (bearbeitet)

@LDK
Die Technik machts möglich.

Wenn ich einen Satelliten zwecks Standortbestimmung anfunke, dann muss ich ihm zwingend meinen Standort mitteilen und diese Daten sind doch bei den heutigen Vernetzungsmöglichkeiten auswertbar.

Nachtrag:
Die Zukunft soll ja sein, dass moderne Fahrzeuge standardmäßig mit dieser Technik ausgestattet werden und somit ständig beobachtbar sind. Man will dies aus versicherungstechnischen Gründen sogar versteckt einbauen, damit Autodiebe geortet werden können.


bearbeitet von PaanTuu
Geschrieben

GPS kann eben nicht nur von Otto-Normalverbraucher zum navigieren verwendet werden, sondern eben auch zum überwachen von Personen/Fahrzeugen. Das kann in einem Notfall sehr hilfreich sein, kann aber auch Mißbraucht werden um gefahrenen Strecken z.B. im Aussendienst zu protokollieren.

Gruß, Chief


Geschrieben (bearbeitet)

Dumme Frage mal: Wie könnte denn so ein Missbrauch einer Person ,die sich nichts zu Schulden hat lkommen lassen ,aussehen?


kann aber auch Mißbraucht werden um gefahrenen Strecken z.B. im Aussendienst zu protokollieren.

Gruß, Chief


Wo liegt da denn ein Missbrauch vor?


bearbeitet von 20x5sind100
Geschrieben

Dumme Gegenfragen @Socke: Würdest Du eine totale Rundumüberwachung durch den Arbeitgeber befürworten?

Oder:
Würdest Du es okay finden, wenn jeder Hinz und Kunz hier und jetzt posten könnte, wo Du Dich gerade aufhältst?


Geschrieben (bearbeitet)

Meine Frage war ersnt gemeint
Solange mein Arbeitgeber nicht aufm Scheisshaus glotzt sondern nur überprüft ob ich maloche oder nichts klaue wäre es nicht schlimm . Natürlich nur wenn es nicht heimlich gemacht wird


Kann jeder Hinz und Kunz mich denn so "überwachen"?


bearbeitet von 20x5sind100
Geschrieben

Meine Frage war ersnt gemeint


Hab ich auch so verstanden.

Also absolut keine Freiräume mehr auf der Arbeitsstelle? Jede Sekunde Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten? Pausen auch sekundengenau einhalten? Jedes Nasebohren wird mit Lohnabzug geahndet, Toilettengänge auch.
Das willst Du mir doch wohl nicht weismachen, dass Du so eine Welt gut fändest.


Geschrieben

Der Mißbrauch liegt in diesem Falle, an der Aufzeichnung der Daten ohne das Wissen des Betroffenen!
Konkret: ging es um einen AD-Mitarbeiter, der einen Firmenwagen hat und diesen auch privat nutzen darf. Die Strecken wurden aufgezeichnet und zwar sowohl geschäftliche und private Fahrten. Die Sache wäre nie ans Licht gekommen, hätte man den Betroffenen nicht fälschlicherweise der Schwarzarbeit bezichtigt. (Er hatte einen Arbeitsauftrag außerhalb der gewohnten Arbeitszeit.)

Im übrigen geht es niemanden etwas an was ich in der Freizeit mache.

Gruß, Chief


Geschrieben (bearbeitet)

Hab ich auch so verstanden.

Also absolut keine Freiräume mehr auf der Arbeitsstelle? Jede Sekunde Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten? Pausen auch sekundengenau einhalten? Jedes Nasebohren wird mit Lohnabzug


Wo wird Nasebohren abgezogen?
Es gibt doch schon längere Zeit Firmen wo du zb abstempeln musst wenn du aufs Klo gehst.
Wäre also nix neues

Gut finde ich das ganze auch nicht. Aber ich habe keine Angst davor weil ich eigentlich nix schlimmes zu verbergen hätte. (Na gut ,ein paar Kleinigkeiten gibts ja immer )

Wenn Überwachung eingesetzt wird um Kriminalität zu verhindern finde ich es vollkommen ok


Der Mißbrauch liegt in diesem Falle, an der Aufzeichnung der Daten ohne das Wissen des Betroffenen!


Dann natürlich ja. Aber auch nur dann


bearbeitet von 20x5sind100
Geschrieben (bearbeitet)

@20x5

wenn Dir jemand ans Bein Pinkeln will spielt es keine Rolle ob Du Dir was zu Schulden hast kommen lassen. Recht haben und Recht bekommen sind leider zweierlei.

Wenn Du einen Firmenwagen hast mit Privatnutzung, musst Du jeden Monat an die Wegelagerer vom FA Kohle abdrücken. Findest Du es dann OK das trotzdem Deine privaten Fahrten aufgezeichnet werden können?


bearbeitet von trailerchief
Geschrieben

Dazu benötigt man keine überwachung. Wer ans Bein pinkeln will der tut es


Geschrieben


Wenn Überwachung eingesetzt wird um Kriminalität zu verhindern finde ich da vollkommen ok



Genau, deswegen werden ja auch immer mehr öffentliche Plätze ins Überwachungsraster aufgenommen, nur deswegen.

Und wenn demnächst alle Glühbirnen gegen Sparleuchten ausgetausche werden, dann können wir ja direkt alle Wohnungen zentimetergenau mit Cams ausstatten, damit Einbrecher keine Chance haben.

Klar ist das jetzt völlig überspitzt, überzogen, maßlos übertrieben, wie das Nasebohren.
Aber dahin wird es unweigerlich führen, denn ich denke, das geht jetzt schon weit genug.

P.S.: Auf der Autobahn kann man ja jetzt schon nicht mehr unbeobachtet in der Nase bohren, denk mal drüber nach, wird alles aufgezeichnet.


Geschrieben

Dazu benötigt man keine überwachung. Wer ans Bein pinkeln will der tut es




Wir verstehen uns.....


Geschrieben

Bevor ich jetzt einen Roman schreibe

Für mich gilt grundsätzlich: Ich habe etwas zu verbergen....und das ist meine Privatsphäre.

Und die geht keinen Staat und schon gar kein Unternehmen etwas an!

Aber alle sammeln sie und zwar alles was sie kriegen können!
Siehe Google oder Amazon...Vorratsdatenspeicherung.....verfassungswidrige Polizeigesetze....usw usw

Und wenn man wissen will was mit den ganzen verdachtsunabhängig gesammelten Daten passiert hilft ein Blick nach England......Die verlieren da drüben jede Woche vertrauliche Daten.

Und ein weiteres grosses Missverständnis ist das diese Totalüberwachung Verbrechen verhindert...das tut sie nicht....man kann später dann nur die "schönen" Aufnahmen davon bei den RTL "Nachrichten" sehen


lonesome50
Geschrieben

Letzendlich ist es eine Frage des Selbstbewußtseins und des Selbstwertgefühles, ob ich als eigenständige Persönlichkeit agieren will und kann, oder als fernüberwachter Roboter.


Geschrieben

@Lonesome

hat Dich jemand gefragt ob Du überwacht werden willst?
Mich nicht! Aber eine andere Wahl haben wir alle nicht, außer wir gehen in Dschungel.


Geschrieben (bearbeitet)



Für mich gilt grundsätzlich: Ich habe etwas zu verbergen....und das ist meine Privatsphäre.


Dann solltest du ganz fix deinen Internetprovider anschreiben und kündigen

Sobald du dich einloggst gehts doch schon los


bearbeitet von 20x5sind100
Geschrieben

...Ich fühle mich dabei immer unwohler, wie ergeht es Euch damit?

Mir macht das nix, ich habe nichts zu verbergen und ich glaube manche werden sogar froh darüber sein, bei der ständig steigenden Gewaltbereitschaft.


Geschrieben

Sobald du dich einloggst gehts doch schon los




Schlimm genug.....wer sich auskennt kann sich dagegen wenigstens noch teilweise zu Wehr setzen....aber für die Meisten....keine Chance.


Geschrieben


Für mich gilt grundsätzlich: Ich habe etwas zu verbergen....und das ist meine Privatsphäre.


Klasse Satz!

Das ist es, was ich im Grundsatz meine.


Was die Verbrechensbekämpfung angeht, da bin ich auch etwas gespalten in der Meinung.
Ich bin nämlich schon davon überzeugt, dass eine Totalüberwachung Verbrechen zumindest eindämmen kann. Aber natürlich nicht grundsätzlich restlos vermeiden.

Wie gesagt meine ich mitunter diese vielen kleinen Situationen, wo Webcams Einzug gehalten haben, wo wir ganz selbstverständlich schon beobachtet werden, vielleicht sogar ins Netz gesetzt werden.
Siehe Ampelanlagen oder ein konkretes anderes Beispiel:
Letzens im Zoo in Münster. Dort sind bei den Erdmännchen Cams aufgebaut und Du landest im Netz (es wird allerdings auf Schildern darauf hingewiesen).

Für mich war das vom Gefühl her schon etwas ganz anderes in dem Moment, wo mir das klar wurde. Okay, als Zoobesucher bist Du ja eh von anderen Besuchern unter Beobachtung aber es war trotzdem etwas ganz anderes, nachdem mir das klar wurde.


Geschrieben

Totalüberwachung verhindert nichts, es klärt nur auf - wenn überhaupt, denn sie lässt sich umgehen - noch.

Überwachung im Internet: Spätestens wenn man eins der länger etablierten ausländischen Anonymizer-Diensten benutzt, die sich auch absolut anonym bezahlen lassen, dann ist Schluss mit der staatlichen Bespitzelung


CasHannover
Geschrieben

An manchen Stellen fände ich Überwachung gut. Aber was bringen einem zig Aufnahmen, wenn die nur bei Youtube registriert werden. Mir halfen die Dinger damals auch nicht.


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