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Männer, Filme, Tränen


Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)


Wenn nen Kumpel bei nen film mit Flennen anfängt würde ich ihn wohl auslachen


Okay, wir sind keine Kumpel Six.
Aber wenn ein Kumpel mich auslachen würde wenn ich..

a. Braveheart
b. Ghost
c. The Green Mile

und zwei drei andere Filme angucke und mir da ein paar Tränen runterlaufen und dann lacht mein Kumpel... das war die längste Zeit mein Kumpel!

Edith sagt:


Tränen sind flüssige Gefühle, die unseren Körper und unsere Seele verlassen, weil unser Herz überlaufen möchte...



das ist das beste das ich hier seit langen gelesen habe!


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben (bearbeitet)

Ich finde zum Beispiel jeden albern der bei Titanic heult. Nicht weil er heult, sondern weil ich persönlich diesen ganzen Film albern finde!

Titanic ist in einigen Teilen eben doch mehr als nur die rührselige Liebesgeschichte der beiden Helden. Die Titanic selber und ihr Untergang ist Geschichte.

Zum Beispiel wird im Film ein sehr reales Dilemma der echten Katastrophe drastisch vorgeführt:

Viele Rettungsboote waren stark unterbesetzt. Jene teilbesetzten Boote haben in der Entfernung abgewartet, bis das Getümmel der hilflos treibenden sich "beruhigt" hatte. Wären sie mitten in die panische Menge hinein gefahren, um wenigstens das Boot voll zu haben, wären die Boote "überrannt" worden und umgeschlagen oder vollgelaufen.

Aber auch eine rührselige reine Fiktion kann uns ganz schön beuteln, wenn man sich darauf einlässt. Ist das Leben nicht schön?


Tränen sind flüssige Gefühle

Etwas prosaischer ausgedrückt: Tränen sind der Stuhlgang der Seele.


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

dann wären sie ja Sch...

Tränen sind die Perlen, wenn die Muschel der Seele sich der Welt öffnet...


Geschrieben


...Tränen sind die Perlen, wenn die Muschel der Seele sich der Welt öffnet...


ich glaub das sind spermien...


Geschrieben

die kommen in die Muschel der Seele...


Geschrieben

Ich bin auch ein oftmaliger Filmflenner


Damals als Kind schon habe ich bei McQuade der Wolf geweint oder bei den Bud Spencer Filmen, wenn die Bösen den kleinen Ausserirdischen dem dicken Charly wech genommen haben

Soll kein Witz sein...ich war immer jemand, der solche Schandtaten von Bösen mit Wut und Trauer gegenüber stand und dann schier Freudentränen ausschied, wenn das Gute wieder auferstand und Gerechtigkeit auf dem Fuß folgte.

Ist heute noch so.

Bei Filmen mit "Vater - Sohn" Szenen krieg ich auch oft Pibbi inne Augen, weils mich an Vaddern erinnert.

Find sowas auch nicht schlimm, aber sowas mache ich ungerne vor anderen.


Geschrieben

Jungs sind Jungs und Mädchen nunmal Mädchen

Meines Wissens ist auch die Erde eine Scheibe...


Bist Du nicht mit mir der Meinung, daß es zwischen Jungs und Mädchen, die später mal zu Mann und Frau werden, erhebliche Unterschiede nicht nur geschlechtsbezogen gibt?

Diese Unterschiede sind es meines Erachtens, welche die beiden Geschlechter gegenseitig anzieht, wobei es selbstverständlich gemeinsame Schnittmengen gibt.

Ein Mann kann von mir aus heulen, bis ihm die Augen rausfallen. Und das bei Schnulzen wie den hier genannten Filmen, bei denen die Realität ohnehin nur geschönt und völlig verzerrt wieder gegeben wird. Soweit reicht dann doch noch meine Ratio, eben nicht mit der Handlung zu verschmelzen und dem Wiedergegbenen gänzlich emotional zu erliegen. Dafür war ich zu oft Security bei Filmdrehs, u.a. *Staufenberg* von Tom Cruise oder anderen Schinken, bei denen jede Sequenz mehrfach gedreht wird und live und in Farbe diese Stimmung erst gar nicht aufkommt, weil die Schauspieler, Kameraleute und das ganze Set lediglich ihren Job machen.

Dokus kommen realistischer rüber. Die Kommentare der Moderation überhöre ich geflissentlich, weil sie manipulativ sind. Doch beim Interview mit denen, die in der Doku ihr Schickseil mitteilen, registriere ich jedes Wort, jede Geste, die Körpersprache und die Mimik. Das ist so nahe an der Realität, daß Empathie bis hin zum Weinen aufkommen kann, wobei es mir nicht immer gelingt, die Tränen zu unterdrücken.

Ach, bevor ich´s vergesse: Die Erde ist keine Scheibe!


Geschrieben

Ich denke, Deine und meine Grundeinstellung passen auch zu unseren Charakteren - und ich begrüße das sehr... ich mag mich nämlich, so wie ich bin.

Natürlich ist die Erde keine Scheibe - aber das haben die Leute im MA auch mal geglaubt.
Schön, dass Du meiner Argumentation folgst...


Geschrieben

ich seh den film immer als film nicht mit emotionen.
der produzent will doch etwas damit erreichen.

es ist immer noch ein film nicht mehr....... falls ihr versteht was ich jetzt meine.

ein film dient zur unterhaltung, klar einige sehen das jetzt anders, aber ich vertrete hier nur meine meinung.

also ich habe noch nie bei einem film geweint weder bei titanic ..... und wie die ganzen filem heißen.

es sind nur filme mehr nicht.

aber das ist alles ansichtssache.


Geschrieben

Ich finde schon, dass Filme zu Emotionen und Gedanken anregen. Und eins kommt aufs andere und schwupp findet man sich in seinem Leben wieder, zieht Paralellen...auch wenn die Zusammenhänge noch so gering sind und denkt nach.


Geschrieben

@ Smartinfo

Meine Mitarbeiter kennen mich im Prinzip nur als harter Hund der ab und zu schon mal ein weicher Hund sein kann, aber mehr brauchen die nicht zu wissen. Einer hat mal mit bekommen wie ich mit einer Dame telefonierte, der ist fast vom Stuhl gefallen, denn so kannte er mich nicht.

@ all

Titanic hat mich nie interessiert.

Da find ich so einen tschechischen Schwarz/Weiß Film über das Schneewittchen viel schöner.


Geschrieben

Offtopic

@ Smartinfo


Ähm, warum ist das an meine Adresse gerichtet? Habe ich was verpasst?


Geschrieben

Der @Cash ist der Einzige, der hier bisher den Mumm hat zuzugeben, dass es sich bei der Filmflennerei um pures Selbstmitleid handelt.
Das kann man übrigens trainieren, alles ne Sache von (Um)Erziehung und Selbstaufgabe. Das Endresultat ist dann "echte Männer", die sich gegenseitig mit "wie süß" titulieren oder Ähnliches.


Geschrieben

Der @Cash ist der Einzige, der hier bisher den Mumm hat zuzugeben, dass es sich bei der Filmflennerei um pures Selbstmitleid handelt.




Das was Cash geschrieben hat, lege ich völlig anderst aus als Du.


Geschrieben

Das glaube ich Dir gerne, @Wolf.
Ich lege es jedenfalls für mich so aus, wie es die Natur mit dem Weinen eingerichtet hat.
Und dies hat nichts mit Seele auskippen zu tun, da geht es lediglich ums Mitleid erregen und um nix anderes.


Geschrieben

@PaanTuu
Wie kommt es dann, dass Menschen heimlich weinen oder wenn sie einen Film alleine sehen? Gehe mal nicht davon aus, dass diese dann das Mitleid möglicher imaginärer Freunde erregen wollen...


Geschrieben

@GirlNo1
Naturbedingte Reflexe. Außerdem wird ja auch nur dann geflennt, wenn man sich intensiv genug mit Personen im Film identifiziert. Also geschieht es somit nicht heimlich, sondern zielt auf das Mitleid anderer Personen im Film ab, was die Sache natürlich nicht sinnvoller macht.


Geschrieben

@PaanTuu: Und wie würden sich dann Freudentränen erklären lassen?


Geschrieben

Mir ist das wurscht - ich heule zwar nicht im Kino, aber ich kann durchaus sehr ergriffen sein.

Letztlich aktiviert der Film doch die gleiche "Trändendrüse", die auch durch echtes Glück und echten Schmerz aktiviert wird. Deshalb schäme ich mich in keiner Weise, wenn die aktuelle Wasserstandsmeldung über der des Vormittags liegt.

Nur heulen wie ein Schlosshund muss ich dann auch nicht unbedingt.

Und wenn es Ernst ist und in meinem Leben was passiert, dann kann ich auch richtig weinen.

Ich meine mal, dass ein vermeintlich "echter Kerl", der im Kino nix spürt, oft auch ein Problem beim "echten" Weinen hat.
Der andere schluckt halt und presst die Tränen runter. Dem geht's aber dann auch nicht anders als mir - alles Show!

Ich bin ein Mann, wenn ich mutig bin - und wenn zu Tränen Mut gehört, dann ist Weinen manchmal (nicht immer) auch männlich.


Geschrieben (bearbeitet)

@4sarasvati
Freudentränen schießen ja erst, wenn man sich vor lauter Lachen (oder Freude) überhaupt nicht mehr unter Kontrolle hat.
Auch hier greift dann der gleiche Reflex, wo halt beim Gegenüber Mitleid erregt werden soll. Quasi zwecks Selbstschutz.


bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

Nur heulen wie ein Schlosshund muss ich dann auch nicht unbedingt.



Da is'n l zuviel... [COLOR=SeaGreen]Scherzle[/COLOR]


Geschrieben

Das Problem @Paan ist, dass die Seele auch auf künstlich erzeugte Reize reagiert.
Dem Körper ist es ja auch egal, ob der Schlag boshaft ist, oder im Spaß erfolgt - es tut bei gleicher Schlagstärke auch gleich weh.

Natürlich will der Film ja genau diesen Reflex auslösen, sei es über Mitleid, über Angst, oder über Freude - und ich lasse mich als Zuseher ja auch darauf ein.

Wenn das Kino mich emotional nicht erreichen könnte, oder ich das nicht wollte, müsste ich nicht hingehen.

@GöttinderWeisheit -


Geschrieben

Spanisches Sprichwort:
Ein Mann der nicht weinen kann, ist kein echter Mann!


Geschrieben

Das Sprichwort besagt aber doch nicht: Ein Mann, der bei Titanic nicht weinen will, ist kein Mann!?!

@Spritzneuling

Kann Dir da nicht widersprechen, nur, entscheiden kann ich es für mich schon, wieweit ich es an mich heran lasse.
Natürlich kenne auch ich den Kloß im Hals, alles andere wäre gelogen. Aber deswegen die Tränen fließen lassen, dass wäre mir einfach zu realitätsfern. Und schon gar nicht bei Schnulzen, da hab ich meine Prinzipien.

Ich heul gern, wenn's passt!
Zuletzt auf meiner eigenen Hochzeit. Aber da kam ja auch alles zusammen, was aufrichiges Mitleid verdient hat.


Geschrieben

Das glaube ich Dir gerne, @Wolf.
......... da geht es lediglich ums Mitleid erregen und um nix anderes.



Ich war letztes Jahr wieder mal im Kino, "Harry Potter" glaube Teil 5 war es. Bei einer Szene wurde jemand bedingt durch Intrigen der Schule verwiesen. Es war ein Reflex, so ist mir halt raus gerutscht "so ein Dreckstück", das war gegen die Intrigantin gemeint. Man lebt halt mit , manche mußten lachen als sie mich gehört haben schimpfen, aber ich denke anderen ging es auch so wie mir, sie sagten nur nichts, hatten sich etwas mehr unter Kontolle. Es gab aber auch mal im letzten Drittel eine traurige Szene, heulen kann man das nicht nennen, aber die Augen wurden schon feucht. Klar hat mich meine Frau nach dem Kino etwas aufgezogen, aber das war nicht böse gemeint, sondern eher so nach dem Motto " wenn er ab und an auch mal ist, so kann er auch mal sein". Wobei sie nach eigener Aussage damit zu Beginn unserer Beziehung ein Problem hatte das ich Tränen zeige, das kannte sie nicht.

Titanic z.B. ist mir viel zu schnulzig, muß ich nicht mal sehen um das zu beurteilen, sicher soll ein Film bewegen, aber gegen "Schindlers Liste" kann Titanic abwalzen.

Freudentränen, es ist toll wenn man eigene Bilder von einem Sport-Event auch von den Sportlern signiert bekommt. Aber richtig geil wird es wenn ich es von meinem Lieblingssportler signiert bekomme, vor allem wenn man an ihn fast nicht ran kommt. Da blieb bei mir auch kein Auge trocken, ich hatte das Autogramm auf meinem Foto und in dem Moment wollte ich von allem anderen nichts mehr wissen. Da war eine einzigartige innere Freude. Wenn ich das heute jemandem erzähle, dann bekomme ich immer noch Gänsehaut und kann mit Mühe und Not die Augen einigermaßen tocken halten.

Ist das sooo schlimm ?

Kann aber auch Eisschrank sein, keine Sorge.


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