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4sarasvati

Schöner Scheitern: Männliche Kompliziertheiten bei Frauen, die "wie Männer denken"

Empfohlener Beitrag

4sarasvati
Geschrieben

In der "alltäglicher kleiner Ärger"-Ecke hat ein Kommentar von Spritzi mich auf die Idee zu diesem Thema gebracht.

Immer das gleiche Problem - die einen (meist Männer) unternehmen was, um zum Stich zu kommen, und die anderen (meist Damen) poppen, damit mal einer was mit ihnen unternimmt...



Was in dem Zitat angesprochen ist, erscheint mir weit verbreitet: das eine wollen, das andere tun/sagen - weil man (weil man die Klischees glaubt, zuviele Ratgeber/Illustrierte gelesen hat oder nach dem Motto selbsterfüllende Prophezeihung entsprechende Erfahrungen gemacht hat z.B.) bereits sicher ist zu wissen, was das andere Geschlecht will/erwartet - um dann, wie kaum anders zu erwarten wenn Wollen und Handeln nicht zusammenpassen, umständlich rumzueiern, zu jammern etc

Im Freundeskreis erleb ich diese "Männer wollen/sollen" - "Frauen wollen/sollen" - Spekulationen und daraus folgende indirekte Strategien, Enttäuschungen, Groll etc gelegentlich, aber auch bei poppen.de scheint es genug Männer zu geben, die sich davon noch nicht befreit haben, obwohl doch gerade hier überdurchschnittliche viele Frauen unterwegs sind, die längst im positiven Sinne "wie die Männer geworden" sind, d.h. genau wissen, sagen und tun, was sie wollen..

Typisch dafür ist z.B. das hier auch schon erwähnte, verbreitete Klischee: "Frau will Beziehung, nimmt dafür Sex hin, Mann sucht Sex, nimmt dafür Beziehung hin" - möglicherweise war das wirklich ein, zwei Generationen früher noch so aber ich kenn keine Frauen meines Alters, die das unterschreiben würde. Aber wirklich angekommen in den Köpfen scheint es noch nicht zu sein, denn trotzdem handeln einige Männer danach und unterstellen Frauen grundsätzlich erstmal unausgesprochen, dass sie nen Versorger suchen etc - sogar hier, was ich leicht absurd finde...

Tja, auch so kann man scheitern (oder netter ausgedrückt: Glück verpassen)

Was ist eigentlich für viele so unüberwindlich schwierig daran, ungeniert zu bequatschen, was genau man sucht und sich vorstellen kann, und was nicht, ohne
- überfürsorglich für das Gegenüber mitzudenken
- zu taktieren
- im Hinterkopf irgendwelche verquasten Vorstellungen über implizit Vereinbartes auszubrüten, inklusive Phantasien über eventuelle Schuldigkeiten und Erwartungen? (um dann z.B. angesichts dieser drohenenden Last vorsorglich zu kneifen, rumzudrucksen, oder nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" zur Eröffnung gleichmal zu lästern - so ähnlich wie der Typ mit dem Hammer bei Watzlawick, falls den jemand kennt)
- ...
anstatt es auf sich zukommen zu lassen, Minute für Minute, Tag für Tag?

Und an die Mädels: kennt ihr das Problem auch, dass ganz besonders schräge Kompliziertheiten entstehen, wenn ein Mann unausgesprochen von Geschlechterklischees ausgeht und versucht so umständlich zu denken, wie er glaubt (oder von anderen Frauen gelernt hat) dass Frauen eben denken und fühlen, um der Frau entgegenzukommen, sie ins Bett zu bekommen oder was auch immer...
...während die Frau denkt/fühlt/handelt, wie es dem Männerklischee entspricht und sich fassungslos fragt, warum der Mann das nicht einfach auch tut


Geschrieben

man bedenke einfach mal das dieses zitat aus einem Thread stammt in dem die TE meinte zu wissen wie alle Männer denken

Grundsätzlich denken Männer und Frauen nunmal unterschiedliche und der richtige Schritt zum verstehen ist es gar nicht erst zu versuchen

Denn auch wenn Frau oft genug (aus ihrer Sicht) logische Argumente aufführt, bleibt es für mich oft nicht nacchvollziehbar.

Das viele Männer meinen wissen zu wollen zeigt, doch in wievielen Profilen was von Massagen und stundenlangen lecken steht, weil das alle Frauen angeblich super finden.

Das ganze ist aber auch abseits von Paarungsversuchen bekannt, wenn jemand halt meint zu wissen, was für den anderen gut wäre bzw. wie er denn "wirklich" tickt.


griselda
Geschrieben



Und an die Mädels: kennt ihr das Problem auch, dass ganz besonders schräge Kompliziertheiten entstehen, wenn ein Mann unausgesprochen von Geschlechterklischees ausgeht und versucht so umständlich zu denken, wie er glaubt (oder von anderen Frauen gelernt hat) dass Frauen eben denken und fühlen, um der Frau entgegenzukommen, sie ins Bett zu bekommen oder was auch immer...
...während die Frau denkt/fühlt/handelt, wie es dem Männerklischee entspricht und sich fassungslos fragt, warum der Mann das nicht einfach auch tut



Kenn ich, kenn ich, das ist total lustig.


Geschrieben

Bevor hier Frauen sich wieder über Männer lustig machen:

mal ein Beispiel für weibliches Einfühlungsvermögen:

Meine Ex kaufte mir zu weihnachten mal ein Tittenmemorie, denn das sei nach übereinstimmender Meinung der Verkäuferin und der anwesenden Damen (meine Ex war recht extrovertiert und band in solche Kufentscheidungen auch mal den ganzen Laden mit ein) das ideale Männergeschenk. Ich wußte damit jedenfalls nichts anzufangen und habe ehrlich gesagt auch keinerlei Ahnung wo es ist.


jeano2
Geschrieben

ich weis grad nicht was die TE uns hier sagen möchte. Es sind ganz normale(weil es die meisten tun) Dinge, die uns zu diesem oder jenem Verhalten veranlassen. Und immer von Klischees oder Erfahrungen gesteuert.

Mir ist neu das man hier auf poppen.de davon ausgehen muß, dass frauen plötzlich anders sind. meine erfahrungen sagen, dass es nicht so ist.

...anstatt es auf sich zukommen zu lassen, ...

das halte ich für das entscheidende Problem. Männer sind schon immer in der Bringepflicht für Annäherungen. Nur ne gewisse Coolness(absichtlich angliziert) basierend auf einer relativ großen Erfahrung auf diesem Gebiet, sollte solche "lustigen" Begebenheiten auf ein Minimum reduzieren können. Hier sehe ich aber die "Schuld" bei der, ungewöhnlich agierenden, Frau. Schleisslich sorgt sie durch ihr anderes, als normales Rollenverhalten für das Durcheinander.


4sarasvati
Geschrieben (bearbeitet)

das dieses zitat aus einem Thread stammt in dem die TE meinte zu wissen wie alle Männer denken


jo, aber Spritzis Zusammenfassung war griffiger

Denn auch wenn Frau oft genug (aus ihrer Sicht) logische Argumente aufführt, bleibt es für mich oft nicht nacchvollziehbar.



Konsquenterweise sollte man evtl. auch das Argumentieren und Begründen lassen und sich auf relevante Fakten beschränken

  • </p><p>
  • JA/OK
  • NEIN/NIX GIBT'S
  • VIELLEICHT

(Achtung: das war ein Scherz)

und stundenlangen lecken steht, weil das alle Frauen angeblich super finden.


Hach ja. Und wie viele ahnen nicht, dass ausgerechnet deswegen....


ich weis grad nicht was die TE uns hier sagen möchte. (...)
Mir ist neu das man hier auf poppen.de davon ausgehen muß, dass frauen plötzlich anders sind.


Genau das. Jedenfalls öfter als viele Männer meinen. Und nicht nur hier, aber hier noch stärker. Und du bist sicher nicht der einzige dem das neu ist...


bearbeitet von 4sarasvati
jeano2
Geschrieben

..... Und du bist sicher nicht der einzige dem das neu ist...

Der Einzige vielleicht nicht, aber bestimmt werde ich deine Aussage mir nicht zu eigen machen. Ausserdem ist diese Überlegung weder neu noch stichhaltig.


Geschrieben (bearbeitet)

Ich weise mal darauf hin, dass ich Klischees auch als Stilmittel verwende.

Ich geb noch mal eine Platitüde zum besten (stammt auch von mir - und ich habe zu all diesen Klischees Realerfahrungen in größerer Zahl)
Es gibt zwei Kardinalfehler, die man (global) im Hinblick auf Frauen und Partnerwahl nicht machen darf: Frauen unter- und überschätzen...

Ich muss auch darauf hinweisen, dass sich unverheirate und "unbekindete" Frauen anders verhalten, als alleinerziehende Mütter mit Kind, die auf (getrennte) Väter stoßen, deren Kinder die meiste Zeit bei einer eben jener Mütter untergebracht sind.

Ein Klischee hat eine ganz besondere, oft übersehene Eigenschaft - es stellt die Mehrzahl der Fälle dar. Der korrekte Vorwurf ans Klischee ist nicht, dass es die Realität nicht abbildet, sondern, dass es die Realität unvollständig abbildet.

Insofern glaube ich, dass das von mir angebene Klischee für eine immer größer werdende Gruppe Frauen stimmt - und es ist für eine Einzelne, die anders denkt, fühlt und lebt nicht immer möglich, diese ganz andere Gruppe zu beurteilen.

Was ist eigentlich für viele so unüberwindlich schwierig daran, ungeniert zu bequatschen, was genau man sucht und sich vorstellen kann, und was nicht,

Diese Frage kann man stellen, steht aber zuerst mal vor der Tatsache, dass es scheinbar schwierig ist (und dass Männer alles mögliche erzählen, wenn Frauen das tun). Sonderbar nur, dass ich eine Reihe Frauen kenne, die immer wieder schmerzhaft auf den gleichen Typ Mann mit dem gleichen Typ Masche reinfallen.

Und - klar gibt es lustige Begebenheiten, wenn ein Mann von Geschlechterklischees ausgeht und einer aufgeklärten, oder einfach nur klugen Frau begegnet.
In der Realität treffen aber vorwiegend Männer und Frauen aufeinander, die beide Klischees in sich tragen - was die Sachlage grundlegend ändert.

Insofern treffen Sarasvatis Wort zwar den Kern - aber eben den Kern der statistischen und faktischen Minderheit.


bearbeitet von Spritzneuling
R4b4uk3
Geschrieben

Ziemlich lange Texte, teilweise bleibt mir der tiefere Sinn dahinter verborgen Nennt mich ruhig einfach gestrickt ....

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Frauen sich einen "Traumprinzen" wünschen, den wir Männer dann zu verwirklichen suchen, aber langfristig nicht durchhalten. Ist wie bei den Pavianen. Der grösste Arsch gewinnt zum Schluss :-)

Mädels, bleibt wie Ihr seid. Ihr versteht uns eh nicht ;-)


Ballou1957
Geschrieben


Ein Klischee hat eine ganz besondere, oft übersehene Eigenschaft - es stellt die Mehrzahl der Fälle dar. Der korrekte Vorwurf ans Klischee ist nicht, dass es die Realität nicht abbildet, sondern, dass es die Realität unvollständig abbildet.



Aus meiner Sicht ein sehr wichtiger Satz, den man sich einprägen sollte: mit zwar allmählich abebbenden, aber immer noch vorhanden Staunen nehme ich z.B. den sonoren Grundtenor in unzähligen Threads hier wahr: "Frauen sind nicht nur zum Poppen da!" rollt wie der Wellengang immer wieder gegen den Strand - implizierend, dass da ein mehr oder weniger Definiertes mehr von Mann geboten werden (diesem aber vor allem eingehämmert werden) muß - womit einmal mehr Spritzis Zitat aus dem TE seine Bestätigung findet - also auch in diesem auf den ersten Blick doch aufgeklärten und aufgeschlossenen Forum.

Und damit beantwortet sich auch ein Stück weit 4sarasvatis Frage nach den Hindernissen für einen unbeschwerten Austausch über Suche und Vorstellungen - sicherlich keine unüberwindlichen Hindernisse, aber doch in akuter Gefahr als Sandburg bei aufkommender Flut hinweggeschwemmt zu werden vom Wellengang der Klischees.

Würde man z.B. im Laufe einer Woche bestimmte Aussagen einmal aufaddieren - es käme eine nachdenklich machende Menge zustande: "Ich suche hier gar nicht mehr" ,
ich bin hier nur wegen einiger guter Kontakte", "ich bin doch kein Fickfleisch", "Ich muss nicht alles nageln, was bei drei nicht auf den Bäumen ist", "Ich respektiere Filter", "Ich antworte immer freundlich"...


Maigloeckchen65
Geschrieben

Warum sollten Männer und Frauen nicht versuchen sich zu verstehen. pureSix, das versteh ich nicht. Wäre es demnach besser, sich aus dem Weg zu gehen???

Wie Männer auf die Idee kommen, stundenlange Massagen und geleckt werden sei der Frauen höchstes Glück, das weiß ich auch nicht. Vielleicht war das mal ne Zeitungsente. Nur hält sich das Gerücht schon sehr lang.
Beides ist sehr schön, aber nicht über Stunden… GÄÄÄHN.

jeano2: … .in der Bringepflicht für Annäherung…
Auch so ein Klischee. Macht Frau von sich aus Annäherungsversuche, weil sie eben auch Lust aufs „Jagen“ hat, schrecken die Männer zurück. Ist mir nicht nur einmal passiert. Die Reaktion hatte aber nichts damit zu tun, dass sie nicht auch gern wollen würden.
Ja was nu? Dachte auch, oder meine gehört zu haben, dass Männer es gut finden (manche), wenn Frau den ersten Schritt macht. Dann tut sie es und sie denken (die Männer), sie säßen in der Falle. *kopfschüttel* Wir, oder hier besser ich, bin doch nicht mir Fangnetz unterwegs.

„Normales Rollenverhalten“ *augenverdreh*
Verhält sie sich nach der „vorgegebenen Rolle“ ist sie langweilig, bricht sie aus dieser aus, wird sie oft nicht nett tituliert. Ja ich weiß, umgekehrt ist es nicht besser.
Können oder wollen wir diese Ketten der „Rollenaufteilung“ nicht sprengen??? Die Frage ist an beide Parteien gerichtet.

Ich würde sie gerne sprengen. Sie behindern uns permanent. Im Prinzip gibt es auf einigen Gebieten große Fortschritte. Frauen fliegen ins Weltall, Männer machen Babypause.
Warum keine Änderung im „Balzverhalten“ zulassen? Wovor habt ihr Angst?

Spritzi: Worin unterscheidet sich das Verhalten von unverh. u. unbekindeten Frauen im Gegensatz zu alleinerziehenden Müttern? Da ich beide Seiten kenne, würde mich das echt interessieren, vor allem, da ich gerade wieder in den erstgenannten „Modus“ wechsel.
Kann es sein, dass sich das Verhalten gar nicht unterscheidet (zumindest nicht wesentlich), sondern nur anders wahrgenommen und/oder ausgelegt wird?

… auf bestimmte Typen „reinfallen“ …
Das trifft auf beide Geschlechter zu, zumindest in der Vergangenheit. Ob sich das je ändert???
Oft suchen sich nicht nur die Charaktere, auch die Optik ist verblüffend – wenn ich an meinen Vater und Stiefvater denke, optisch unterschieden sie sich hauptsächlich durch die Haarfarbe, ansonsten seeeeehr ähnlich (optisch). Weitere Vergleiche kann ich leider nicht ziehen.


Geschrieben

Für Descartes waren Menschen in gewisser Weise Maschinen - und das deckt sich auch mit meinen Erfahrungen. Bei Frauen steigen z.B. mit längerem Alleinsein auch die Gefahren von Projektionen, was es dem Jäger leichter macht - das ist ganz natürlich.
(Im Übrigen wird eine Behauptung über Frauen nicht dadurch unwahr, dass Männer sich ähnlich verhalten.)

Ich gehe Projektionen hinter dem faktisch Erlebten, soweit ich sie erkenne, mittlerweile konsequent aus dem Weg, zumal Frauen, deren Projektionskartenhäuschen zusammenfallen, entweder am Boden zerstört sind, oder zu unberechenbaren Rächerinnen werden.
Ein Mann, der sich auf diese Zusammenhänge versteht, wird bei halbwegs vorhandener Attraktivität immer großen Erfolg bei Frauen haben.

Ich möchte nochmal betonen, das sich Frauen liebe und schätze - sie sind zauberhafte Wesen - aber ich kann nicht auf der Suche nach Erkenntnis danach vorgehen, dass bestimmte Dinge nicht sein können, nur weil sie nicht mit meiner Ethik, oder meinem Weltbild zusammengehen.
Dass "nicht sein kann, was nicht sein soll" ist einer der Grundirrtümer des Menschen.

P.S. und natürlich sind auch Männer "Maschinen" - bevor jetzt jemand was anderes meint verstehen zu müssen.


R4b4uk3
Geschrieben

Warum sollten Männer und Frauen nicht versuchen sich zu verstehen. pureSix, das versteh ich nicht. Wäre es demnach besser, sich aus dem Weg zu gehen???

Wie Männer auf die Idee kommen, stundenlange Massagen und geleckt werden sei der Frauen höchstes Glück, das weiß ich auch nicht. Vielleicht war das mal ne Zeitungsente. Nur hält sich das Gerücht schon sehr lang.
Beides ist sehr schön, aber nicht über Stunden… GÄÄÄHN.



Vielleicht möchten es die meisten Männer und denken umgekehrt muss es genauso sein


Auch so ein Klischee. Macht Frau von sich aus Annäherungsversuche, weil sie eben auch Lust aufs „Jagen“ hat, schrecken die Männer zurück. Ist mir nicht nur einmal passiert. Die Reaktion hatte aber nichts damit zu tun, dass sie nicht auch gern wollen würden.
Ja was nu? Dachte auch, oder meine gehört zu haben, dass Männer es gut finden (manche), wenn Frau den ersten Schritt macht. Dann tut sie es und sie denken (die Männer), sie säßen in der Falle. *kopfschüttel* Wir, oder hier besser ich, bin doch nicht mir Fangnetz unterwegs.



Atypisches Verhalten?! Frauen mit einer etwas subtileren Art und Weise, haben damit meines Erachtens mehr Erfolg. Vielleicht brauchen wir Männer für unsere innere Bestätigung, den ersten offiziellen Schritt zu tun.

verhält sie] sich nach der „vorgegebenen Rolle“ ist sie langweilig, bricht sie aus dieser aus, wird sie oft nicht nett tituliert. Ja ich weiß, umgekehrt ist es nicht besser.
Können oder wollen wir diese Ketten der „Rollenaufteilung“ nicht sprengen??? Die Frage ist an beide Parteien gerichtet.



Es kommt auf die Verpackung an. Ich will keine Frau kennen lernen, die ein besserer Mann sein möchte.

Ich finde Frauen toll, wenn sie sich wie Frauen verhalten. Das soll jetzt nicht abwertend klingen, aber wenn dem nicht so wäre, würde ich mir nen Kerl suchen


Maigloeckchen65
Geschrieben (bearbeitet)

Das du die Frauen schätzt und liebst ist nicht zu überlesen, keine Frage. Aber du musst, um zu solchen Ergebnissen zu kommen, schon schlimme Begegnungen gehabt haben. Darum beneide ich dich nicht und wünsche dir, dass das anders wird.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, zu was Menschen in ihrer Enttäuschung fähig sind.


bearbeitet von Maigloeckchen65
Geschrieben

Nein, ich hatte fast durchweg schöne Erlebnisse - andere hatte ich mir ebenso verdient.


Maigloeckchen65
Geschrieben

SO was verdient keiner. Wirklich nicht.



PS: Leider habe ich keine Antwort auf meine Frage nach den Verhaltensunterschieden gefunden. Ich will mich gedulden, kommt vielleicht noch.;-)


Geschrieben

Frauen ohne Kinder haben mehr Freiheiten. Freiheiten schaffen Möglichkeiten, was die Wahrscheinlichkeit von Zwangshandlungen vermindert. Frauen, die keine Kinder haben, aber lange alleine sind, verhalten sich wieder wie Alleinerziehende, wenn es um Männer geht.

Irgendwann gehen sie mit dem Onkel mit, weil sie glauben wollen, dass er schöne Briefmarken hat.


Maigloeckchen65
Geschrieben

Da blick ich jetzt nicht wirklich durch.
Ich habe diese ganzen Stadien durch, nicht nur einmal. Vielleicht sieht es von außen anders aus, aber ich habe nicht den Eindruck, als hätte ich mein Verhalten Männern gegenüber je grundlegend verändert. Ich bin "reifer" geworden, schau genauer hin.

Ich denke nach wie vor, das es eher so ist, das Männer die Frauen anders wahrnehmen (wollen) bzw. ihr Verhalten nur anders deuten. Nach dem Warum hab ich mich noch nicht genau befragt.


Geschrieben

Grundsätzlich ist eine komplette Verständigung zwischen Mann und Frau gar nicht möglich.
Im Idealfall verhalten sie sich wie ein Kreis und ein Vieleck mit möglichst vielen Ecken. Zeichne mal ein Viereck, ein Achteck und ein Sechzehneck in einen Kreis (so dass sie den Kreisumfang schneiden), oder umgekehrt.

Du wirst bemerken, dass sich mit steigender Zahl der Ecken das Vieleck stärker an den Kreis "schmiegt".

Ein kluger Mann benötigt aber nur acht Ecken um 16 oder mehr vorzugaukeln.
Er kann das sogar, bis in eine Beziehung hinein, eine ganze Weile durchhalten.


Maigloeckchen65
Geschrieben

Ist dieses Verhalten des Mannes wirklich klug? Was will er damit bezwecken? Was, wenn die Fassade bröckelt? Die Probleme sind doch vorprogrammiert und DAS weiß der kluge Mann doch auch. Verhält er sich in dem Moment wie eine alleinerziehende Mutter, oder .... Mir erscheint dieses Verhalten nicht klug.

Ja, die Verständigung zwischen Mann und Frau ist wohl wirklich zumindest nicht leicht, ohne Nachfragen wirds schwierig. Eigentlich das Grundproblem - die fehlende Kommunikation, bei der Klartext gesprochen wird.


Geschrieben

Er geht - zur nächsten. Bitte versteh richtig, dass ich nicht von Männern rede, die echte Bindungen suchen.

Im Gegensatz zu Sarasvatis These (die auch manchmal stimmt) gibt es eben Männer, die genau das, was sie für männliche Fehleinschätzung hält, bei Frauen auszunutzen. Das funktioniert aber nur, weil diese Dinge tatsächlich vorhanden sind.

Im Übrigen ist ein Satz in ihrem Text ungenau:

"Frau will Beziehung, nimmt dafür Sex hin, Mann sucht Sex, nimmt dafür Beziehung hin"

Der Mann nimmt nicht die Beziehung hin (er kann es natürlich) - er simuliert Beziehungsfähigkeit und Beziehungswille.

Aber Frauen sind ja auch paradoxe Wesen: es gibt bei poppen.de Legionen von Profilen, in denen Frauen Affären, ONS usw suchen, aber im Text stehen haben, dass sie nach mannigfaltig enttäuschten Gefühlen erstmal eine Pause brauchen.

Da greift ein anderes Klischee: Frauen können real in der Menge nicht so relativ "gefühlfrei" promiskuitiv sein wie Männer. Sie halten das nicht dauerhaft durch, während Männer das über Jahre können (ich kenne Beispiele).


TheCuriosity
Geschrieben (bearbeitet)

Es kommt auf die Verpackung an. Ich will keine Frau kennen lernen, die ein besserer Mann sein möchte.


Nochmal lesen... und langsam bitte, denn das stand da nicht!

Allerdings wenn es nur die Verpackung mach... also hier in HH läuft die eine oder andere Transe rum wo selbst so manche Frau ganz neidisch guckt


Warum nur muss es immer nach dem Motto "Warum einfach wenn es auch umständlich geht" laufen?
Warum werden Worte nicht als das genommen was sie sind? Worte!
Wir haben doch den großen Vorteil der Sprache, mit Begriffen die eine Bedeutung haben. Es könnte so einfach sein wenn man gesagtes nimmt wie es ist und nicht wie man es gerne hätte oder möchte...



Aber Frauen sind ja auch paradoxe Wesen: es gibt bei poppen.de Legionen von Profilen, in denen Frauen Affären, ONS usw suchen, aber im Text stehen haben, dass sie nach mannigfaltig enttäuschten Gefühlen erstmal eine Pause brauchen.


Vielleicht weil sie denen


Im Übrigen ist ein Satz in ihrem Text ungenauer Mann nimmt nicht die Beziehung hin (er kann es natürlich) - er simuliert Beziehungsfähigkeit und Beziehungswille.


geglaubt hat!

Er hätte vielleicht sagen sollen wie es ist... "Du ich mag dich, du machst mich an und der Sex ist einfach geil!" Denn immerhin hat Frau ja auch nur dies gesucht...


bearbeitet von TheCuriosity
Geschrieben (bearbeitet)

Wir haben doch den großen Vorteil der Sprache, mit Begriffen die eine Bedeutung haben. Es könnte so einfach sein wenn man gesagtes nimmt wie es ist und nicht wie man es gerne hätte oder möchte...

Ich werde jetzt nicht der Neigung nachgeben zu begründen, warum das mit der Kommunikation nicht klappt und warum vor allem Begriffe nicht funktionieren. Hier ist nicht der Suhrkamp Verlag.

Kommunikation (habe ich zuletzt mal wo geschrieben) ist nicht das gemeinsame Bemühen und das Verständnis, das möglich wäre, sondern ein angestrengtes Ringen gegen das Missverständnis, das prinzipiell nicht zu vermeiden ist.
Gute Kommunikation minimiert das Missverständnis - mehr kann sie nicht leisten.

"Du ich mag dich, du machst mich an und der Sex ist einfach geil!"

Die Frau hat sich aber entgegen ihrer Worte im Profil aber so verhalten, dass er mit der Wahrheit nicht glaubte zum Ziel kommen zu können.

Und das Lustige daran ist, dass die Frau, wenn er die Wahrheit gesagt hätte, auch mit ihm ins Bett gegangen wäre - aber auch, um ihn zu kriegen -
nur wäre er dann nicht Mr. Arsch gewesen, zumindest nicht objektiv - in den Augen der Frau schon.


bearbeitet von Spritzneuling
4sarasvati
Geschrieben

Hier fällt ja immer wieder, dass Frauen doch (rollentypische) Frauen bleiben sollen - aus welchem Grund auch immer - Preisfrage: wer erkennt den Widerspruch mit der Anmeldung auf poppen.de? Aber ok, jedem seine Erfolgsstrategie

Ich mag Männer, die wissen, was sie wollen, und das auch sagen, ohne allzusehr Klischees (die von der Funktionsweise her eine gewisse Nähe zur Projektion haben) zu brauchen. Dann weiß ich, dass sie mich wollen (oder meinetwegen auch: vor mir schreiend flüchten), nicht nur das innere Bild in ihrem Kopf, das ich zufällig ausfülle.

Ich find mich langsam damit ab, dass ne ganze Mengee Leute ein Problem mit Individualität und Authentizität haben (z.B. dadurch aus dem Konzept gebracht, verschreckt oder sogar abgestossen werden), auch wenn ich's noch nicht so ganz nachvollziehen kann. Das ist tatsächlich, wie einige, u.a. Six anfangs korrekt angemerkt haben, geschlechtsübergreifend und nicht nur auf Mann-Frau-Konktakte beschränkt.
Aber es liegt natürlich nahe, bei poppen.de speziell diesen Aspekt anzusprechen...

Danke Ballou und Spritzi für mal wieder sehr durchdachte Beiträge, die, obwohl ich inhaltlich teilweise etwas einwenden möchte, spannend zu lesen waren.


Kann jetzt leider der Diskussion erstmal nicht mehr folgen, bin ein paar Tage unterwegs. Bin aber neugierig was noch kommt und werd nachher lesen und ggfalls noch reagieren.

CU


Geschrieben

Die Göttin der Weisheit und ich haben ein uU ein Grundsatzproblem:

Hier fällt ja immer wieder, dass Frauen doch (rollentypische) Frauen bleiben sollen -

Es fällt vielmehr auf, dass Frauen (besonders deren feministischen Verbände) wollen, dass Frauen keine rollentypischen Frauen bleiben sollen, obwohl dieser Wandel in diesen gesellschaftlichen Strukturen nicht so schnell möglich ist.

Das ist zwar nun arg theoretisch, aber mit praktischer Konsequenz.
Wir leben in einem System von Rückkopplungen - der Mensch wirkt auf die Gesellschaft und diese umgekehrt auch auf ihn. Ad Hoc-Umwälzungen sind da per se nicht möglich -

außerdem nochmal: es kann sein, dass an diesem Ort "aufgeklärte" Frauen über die "normale Frau von heute" urteilen, und ihre eigene Fortschrittlichkeit in diese Frauen "hineinwünschen".

Ein Mann, der viele "normale" Frauen im Bett hatte, weiß aber vermutlich mehr über sie, als alle Feministinnen zusammen, weil der Mann diese Frau ganz praktisch nimmt - während die Feministin den Wunsch Vater des Gedankens sein lässt.


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