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SinnlicheXXL

Männer wollen immer! - stimmt nicht, leider!

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Genau,Du suchen Mann mit viel Goldketti,25x6-Dödel und Porschäää.

"Toller" Tipp...

Aber irgendwie passend zu den anscheinend widersprüchlichen Aussagen der TE unter diversen Nicks.


Geschrieben



@Hexe: wie habt ihr es geschafft, aus diesem Abwärtssog herauszufinden?



Ich habe irgendwann alles hingeschmiessen und habe ihn klar gemacht ,das ich ihn verlassen. Nicht mit Geschrei sondern ruhig,keine Ahnung ,ich war mir klar ,das ich nichts mehr verlieren kann ,weil ich schon alles verloren habe in mir.
Irgendwie habe ich unbewußt anders reagiert ,als früher und ihn war aufeinmal klar das er mich verloren hat.
Genau das war der Punkt wo ihn klar war ,das er mit mir reden muß.
Er hat mich gehen lassen und wir haben mehr Nähe miteinander empfunden als vorher.Den wir konnten nun auch über unsere Probleme mit Abstand zueinander reden.
Es gab viele Gespräche ,endlich ehrliche Gespräche.
Bei uns lag es daran das wir zwei nicht ein miteinander ,sondern irgendwann anfingen gegeneinander zu leben.Dieses ewige Ungleichgewicht ,machte auf dauer dann auch das sexualleben kaputt. Von den ganzen letzten Jahren Alltagsproblem will ich gar nicht reden.
Er baute eine Schutzmauer um sich auf ,um keine Nähe durchzulassen und ich litt zu lange unter diese Enthaltsamkeit . Ich brauchte Sex als Ventil für mich und er brauchte Abstand um die Dinge zu lösen. Es war ein Kreislauf irgendwann.


Geschrieben

Beitrag Nr. 100 bestätigt mal wieder den in F&U ansässigen Fred übers Nichtlesen....


@Hexe hat das reden denn was gebracht? Ich hab das was man reden nennt (wird hier ein Tatsachen verdrehen und es ändert sich nix) schon sehr lange aufgegeben...


Geschrieben (bearbeitet)

Leider gehört zum Reden immer die Bereitschaft beider Partner
offensten Gespräche finden in entspannter Atmosphäre statt (also bevorzugt nach/ zwischen Sex) - ohne Sex gibt es auch diese gelöste Stimmung seltener.



Na ja Frauen wollen ja auch über jeden Furz ellenlang diskutieren Aber du hast Recht was nützt ein Gespräch wenn du Monologe führst.

Übrigens, die offensten Gespräche führt man weit weg von der Fickerei und nicht im Bett.
Hast du es schon einmal in einem Lokal beim Essen versucht?Natürlich nicht mit der Tür ins Haus fallen, ihr wisst schon wie ich es meine.
Damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht bis jetzt.


bearbeitet von GeileRubens65
Fehlerteufeltag
Geschrieben




@GeileRubens65

Das hatte ich auch mal versucht.
Der Schuss ging voll daneben.
Er hat sich eingeengt gefühlt, da er das Gefühl hatte jeder hört mit. Und dann noch so ein Thema.

pfui sage ich dir.






sleeping_beasty
Geschrieben

Manchmal geht das beim Autofahren ganz gut, vor allem, wenn man lange unterwegs ist und an komischen Stellen das Gespraech unterbrechen kann, weil sich das durch eine Bemerkung ueber etwas draussen ergibt... geht aber nur, wenn Ihr beim gemeinsam fahren beide entspannt seid.
Habe ein Paar im Freundeskreis, die koennen im Auto noch nicht mal ueber die Uhrzeit sprechen.


FrauenwunschNo1
Geschrieben

Manchmal geht das beim Autofahren ganz gut, vor allem, wenn man lange unterwegs ist und an komischen Stellen das Gespraech unterbrechen kann, weil sich das durch eine Bemerkung ueber etwas draussen ergibt... geht aber nur, wenn Ihr beim gemeinsam fahren beide entspannt seid.



Mir hat mal vor ein paar Jahren in Holland auf der Autobahn eine gesagt die macht schluß,
als ich dan von ca 160kmh ne bremsung hingelegt hab und auf dem Seitenstreifen stand und die rauswerfen wollte meinte se das war ein scherz und wollte mir ein blasen.
Also im Auto was ernstes bequatschen ich weiß nicht,
wenn das zu verletzend ist für den Fahrer kann das in die Hose gehen


Geschrieben


@Hexe hat das reden denn was gebracht? Ich hab das was man reden nennt (wird hier ein Tatsachen verdrehen und es ändert sich nix) schon sehr lange aufgegeben...




Ja, bei uns hat es sehr viel gebracht ,gegenseitiges Verständniss und mehr ein zusammen Leben .
Allerdings hat das Reden erst geklappt ,nachdem ich mich abgewendet habe und die Trennung klar machte.


jeano2
Geschrieben

Ich würde auhc sagen das ein Mann ein mindestens genauso großen Schock bekommen muß, so hoch oder dick seine Mauer ist.

Wenn er nicht schon mit eurer Beziehung abgeschlossen hat und ihm das Leben an sonsten mit dir gut gefällt, wäre die Ankündigung einer Trennung schon ne gute Prise Tobak, die ihn evtl. wachrütteln könnte.

War bei mir ähnlich nur habe ich ja keine Schuld bei mir gesehen und nur so eine Art Wut über das Unabdingbare gehabt, dass ich tatsächlich mal was rausgelassen habe. Bin eher nicht so der emotionale Typ. Nur war bei uns die Lage nicht so dass sie mich wieder aktivieren wollte. Ich rede mit der Mutter meines Kindes nur das Nötigste. Naja das ist jetzt nicht vergleichbar aber mir gings um den Schock an sich.


Geschrieben

@jeano2
Am Ende funktioniert so etwas nur ,wenn man noch etwas füreinander fühlt.
Vergleichen kann man Beziehungen sowieso nicht miteinander.
Was bei mir heilsam war ,hätte bei anderen eventuel zu einer totalen Trennung geführt.
Aber am Ende habe ich mir gesagt ,eine Beziehung ,die keine ist ,brauch man auch nicht weiterführen.
Klar manche denken an die Kinder ,Haus oder was weiß ich was ,aber die Frage ist wie lange man fähig ist ,sich auf dauer selbst zu betrügen.
Nicht jeder hat einen toleranten Partner an seiner Seite und viel was nach Toleranz aussieht ,kann manchmal nur Hilflosigkeit sein.


Geschrieben

Das ist so ein Phänomen, das ich des öfteren von Frauen oder Männern gehört habe:
Für die Männer ist die Welt in Ordnung und wenn Frau dann sagt es ist Schluß sind sie
total überrascht. Sie haben die Gesprächsversuche und Aussagen der Frau oft nicht ernstgenommen.
Da kommt dann ein vertröstendes "aber ich liebe dich doch", aber oft ist es nur Bequemlichkeit (manchmal auch nur bis der Partner/Partnerin jemand neues hat).


Geschrieben

Schätzungsweise sind viele der verheirateten Frauen aus dem gleichen Grund hier wie ich: Wir haben einen Ehemann, nur leider will der nicht mehr (oder nicht mehr oft) unser Mann sein, sprich, als Liebhaber ein Totalausfall. ... !


Immer erst einmal selber fragen warum ER wohl nicht mehr IMMER will.
Nah... kommst du drauf.
Männer oder falsch kann nur für mich sprechen... Können wollen immer.
Allerdings muss das gegenüber auch einen gewissen reiz ausüben. Das hat nichts mit Kleidung Unterwäsche usw. zu tun.


Geschrieben

@nurowl

hier ging es nicht um Schuldzuweisungen ,sondern darum das es eben auch Männer gibt die nicht immer wollen.
Wenn du in aller Ruhe alle Beiträge durchliest erkennst du das sicherlich auch.


bussi72
Geschrieben

Ja so ist. Ist in meinem Bekanntenkreis auch, ich kenne da ganz viele die irgendwie asexuell sind....
Die Sex nur als lästig oder anstregend (Leistung muss gebracht werden) empfinden.
Zum Glück ist es bei mit nicht so, ich könnte wirklich fast immer, aber es hilft natürlich, wenn das Mädel auch ein Feedback gibt ;-


r70samsung
Geschrieben (bearbeitet)

Also Ich kann von meiner Nachbarin (gute Bekannte zu meiner Frau)auch berichten das ER nicht mehr will sie hat schon alles probiert aber er will einfach nicht mehr . Sie sagt so einmal im Monat wäre Durchschnitt, hat sich jetzt schon ein Spielzeug gekauft zum trösten.Ich als Mann kann das auch nicht verstehen,es gibt doch nichts schöneres als guten Sex mit beidseitigem Orgasmus zumal er auch noch sterilisiert istda macht doch Sex noch mehr Spaß! Aber ich glaube das er nur ans Arbeiten denkt wenn der heimkommt is er schon wieder weg um irgend etwas zu arbeiten wie z.b. Auto putzen ,Malern ,Jocken der denkt nur ans Arbeiten ich finde er hat auch wenig Zeit für seine zwei Kinder .Schade eigentlich wenn man nur ans Arbeiten und ans Geld denkt- das Leben kann so kurz sein !!!!!


bearbeitet von r70samsung
Geschrieben

Der Schock mit der Trennung kann funktionieren.
meine Freundin und Nachbarin hatte dies Problem auch: kein Sex, er kümmert sich nicht um sie, Kinder Haushalt, man lebt nebeneinander her.
Vor zwei Jahren trennte sie sich von ihm - er fiel aus allen Wolken.
Auf Grund von Wohnungsmangel wohnten sie noch zusammen.
Plötzlich ging alles: er spielte mit den Kindern, nahm ihr Haushalt ab, sie hatten wieder Lust aufeinander.
Nach 4 Monaten zog er die Wohnungssuche zurück und heute sind sie glücklich wie am ersten Tag.
Es KANN klappen


4sarasvati
Geschrieben (bearbeitet)

Ich hatte es 1x, dass ich diejenige war, die deutlich weniger wollte - so deutlich, dass es ein dickes Problem war. Da ich wie Alter Genießer meine, dass die Dynamik nicht vom Geschlecht abhängig ist, beschreib ich mal wie ich es aus "Verweigerer"-Perspektive erlebte.

Ich wusste gleich, wie sexuell hyperaktiv er ist, aber habe mögliche künftige Probleme ignoriert: vorherige Beziehung zuvor nahezu sexlos gewesen, ich schon ne Weile Single, ergo Sehnsucht danach, einfach mal wieder schön zu poppen inklusive Nachholbedarf. Und ich habe es wirklich genossen - der Mann hat mir unnachahmlich das Gefühl gegeben, begehrt zu sein, als Frau. Er hat also ganz sicher nichts falsch gemacht. Er war genau der Richtige mit seiner Art - aber nur zum Anfangszeitpunkt.
Dummerweise hat es dann bei mir nachgelassen, genauer gesagt: meine Libido ist zurück in den Normalzustand - und der lautet, bei aller Freude am Sex, eben nicht "möglichst 3x täglich, 7 Tage die Woche".

Obwohl wir darüber reden konnten - z.B. über den Unterschied, und was beide sich beim Sex wünschen - und er sich wirklich, wirklich höllisch Mühe gab sich zurückzuhalten (eine Art kognitiver Selbstkastration - mehr Liebesbeweis kann jemand kaum bringen) und ich auch versucht habe, möglichst nicht auszuweichen sondern mich mit dem Problem offen zu befassen - es war nicht lösbar. Trotz aller "Reflektiertheit" passierte genau das (irgendwann dann auch inkl. Tränen):


Die Schwierigkeit der Grundproblematik ist doch, dass jede Frage, jede Bitte um ein Gespräch von der jeweiligen Gegenseite als 'Druck' empfunden wird.



Genau. Oder zumindest als Frusterlebnis. Das ursprüngliche "begehrt"-Gefühl war in ein "nicht genug"-Gefühl gekippt - und das kam auf Knopfdruck so wie vorher die Lust auf Sex.
Irgendwann hatte ich dann keine Lust mehr (auch nicht auf andere Männer). Jegliche Aktivität vom ihm hat automatisch in einer unheilvollen Kopplung meine Libido gesenkt.
Sie hat sich erst wieder erholt, als wir Schluss gemacht hatten.
Danach hatten wir gelegentlich auch noch Sex, und da er nicht mehr seine (sexuelle) Energie auf mich gerichtet hatte, sondern ich nur noch "Nebenfrau" während seiner Suche nach einer "Hauptfrau" war, ging es wieder entspannt.


Du weisst, dass sich dein Partner im I-net Pornos reinzieht. Wenn dir das bekannt ist, wirst du auch wissen, was er sich dort anschaut - nehme ich einfach mal an. Gibt es da vielleicht die eine oder andere Inspiration?



Wenn es dem/einem Mann so geht wie mir, ist evtl. leider auch das kein Ansatzpunkt mehr. Ich hab ja in der Zeit irgendwann dann auch Bildchen und Filmchen geguckt und onaniert, weil mir das etwas bescheren konnte, was ich mit dem Freund nicht erleben konnte: ungetrübte Zufriedenheit. Beim gemeinsamen Sex war es nämlich immer entweder einer Seite zu wenig oder der anderen zu viel...

Ich hätte mir gewünscht, dass er es einfach bei dem, was ich geben konnte, hätte belassen können und sich drüber freuen, statt immer auf mehr zu schielen (das wusste er auch), aber das war für ihn nicht möglich - wir hatten auch noch eine Fernbeziehung, und während ich mich gerade vom letzten Wochenender erholt hatte, war er auf Entzug und 3 Tage ununterbrochen Vögeln programmiert.

Er hat jetzt übrigens seine wilde Nymphomanin, ich liebe meinen Normalo samt schönstem Sex meines Lebens (nach dem Motto Qualität vor Quantität) und dieser Mann und ich haben jetzt eine einfach herzliche platonische Beziehung zueinander - ich glaube nicht dass irgendeine Paarberatung uns so glücklich hätte machen können, wie die Entscheidung, sexuell getrennte Wege zu gehen und passende Partner zu suchen

Ich denke, manche Unterschiede muss man einfach akzeptieren. Menschen sind einfach unglaublich verschieden. Manche Menschen sind super extravertiert, manche extrem introviertiert, manche genügsam und manche nymphoman. Man sollte niemanden grundlegend ändern wollen.

Eine Therapie/Beratung kann ich mir sinnvoll vorstellen, wenn es einem beim Akzeptieren hilft. Wenn jemand mit der Hoffnung rangeht, die Libido der Partner zu tunen, ist es wegen dem oben zitierten Phänomen zum Scheitern verurteilt.


bearbeitet von 4sarasvati
R4b4uk3
Geschrieben

Meine Exfrau hat optisch auch einen guten Eindruck gemacht. Aber Charakter und die ewig nervenden Vorwürfe über dies und das, ihr (für mich) prüdes Verhalten beim Sex und wohl noch weitere diverse Kleinigkeiten haben mir den Spass am Sex nach 3 Jahren gründlich vermiest. Ihre ständig währende Quengelei bezüglich ihrer Attraktivität bewirkte weitere Unlust und ich bekam eher nen Ständer, wenn mir ein Rindvieh auf der Weide den Hintern zustreckte.

Den Ttennungstrick hatte sie wohl auch im Internet aufgeschnappt. Mittlerweile bin ich sie los, das Geld hätte ich lieber in ein Hobby oder eine Professionelle investiert.

Punktum lag es einfach an unseren unterschiedlichen Auffassungen vom gemeinschaftlichen Zusammenleben mit allen Apekten.


Telefongeliebte
Geschrieben

Finde ich gut, da gibt ein Mann zu, dass er (mit der Frau zumindest) keinen Sex mehr wollte. Wie bist du denn damals mit der Situation umgegangen? Hast du dir andere Frauen gesucht oder nur onaniert? Wie war es dann bei der nächsten Frau und wie ging deine EX mit deiner Verweigerung um?

Ich denke mal nicht, dass uns so Hausmittelchen helfen würden, denn ich fürchte, in seinem Fall liegt es einfach tiefer.


tegelerjung
Geschrieben

Schade, dass meine Ex das nicht ebenso gesehen hat.
Ich wollte - und konnte - tatsächlich (fast) immer, hab's aber immer seltener gekriegt.
Und um gleich die Frage der Vorposterin zu beantworten - ja, ich bin dann zu Professionellen gegangen. Aber, jetzt kommts, da KONNTE ich nicht! So oft ich es probiert habe, so gut wie nie hab ich 'nen Steifen gekriegt, vom Orgasmus ganz zu schweigen.
Seit 3 Jahren leben wir jetzt getrennt, sie bei ihrem Freund, ich allein.
Na ja....
Ich hab inzwischen eine Frau kennen gelernt, die "es" sehr gerne mag (übrigens über poppen.de). Wir sind gerne zusammen und haben viel Spaß, ohne dass eine(r) dem anderen was vorspielt. Und weil dies so ist, haben wir auch viel Spaß außerhalb des Bettes!


R4b4uk3
Geschrieben

Nach anfänglichen Zweifeln, da Treuegelöbnis und Gewissen, hatte ich eine Beziehung mit einer (für mich) unattraktiveren, aber sehr interessanten Kollegin. Dies geschah aber erst, nachdem mir meine damalige Frau einen ONS gebeichtet hatte. Reden war für mich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr effektiv und sinnvoll. Ich muss gestehen, dass ich froh war, als mir ein anderer die Bürde abnahm.

Ganz im Ernst, als Mann fragt man sich natürlich auch, was passiert. Immerhin empfand ich auch zu diesem Zeitpunkt Erotik als etwas sehr angenehmes. Nur halt nicht mehr mit meiner Frau.


Ballou1957
Geschrieben

Die Antwort auf das Warum ist m.E. leichter zu finden als man denkt: eine Beziehung auf Basis eigener Wohnungen ist meist am leichtesten zu führen - jeder ist auf den andern vorbereitet, wenn man gemeinsame Zeit verbringt - sei es mit Sex, mit Essen gehen, Theater.... Bereits beim Zusammenleben gibt es nicht nur die oberflächlichen Alltagsprobleme: es bedarf für jeden um eine komplette Neuorganisation des "Wir" und des "Ich", wobei gerade am Anfang oftmals das "Ich" zugunsten des intensiv bereichernd erlebten "Wir" vernachlässigt wird.
Und doch brauchen wir alle auch das "Ich" - die Zeit für uns selbst, für Regeneration, für Durchhängen, Abhängen, Rückzug, Hobby... Je defizitärer dieser Anteil ist, um so schwerer wird es nach einiger Zeit, dem wieder Raum zu schaffen: denn jede Forderung nach mehr Raum für das Ich, wird so leicht vom andern als Entzug, Entfremdung und/oder Bestrafung verstanden. Das alles hat nichts mit dem Sex an sich zu tun - aber da Sex im Kopf stattfindet, nimmt der latente Konflikt auch die Lust: der Partner mag sexy, reizvoll, interessant sein - und doch ist die Blockade da, weil er eben auch fordernd, übergriffig, vereinnahmend, schwierig, nicht zufriedenstellend erscheint. Und leider: je mehr sich der eine auf Rückzug befindet, umso mehr setzt der andere nach - und nimmt dem Rückziehenden die Chance, die Bewegungsrichtung zu ändern.

Mangelnde Lust an Sex kann ich nur in Beziehungen, wo wir zusammen lebten - nicht bei getrennten Wohnungen. Und dort, wo es im Zusammenleben zu Unlust kam, änderte sich meine Libido in den Fällen, wo sie "ihrer Wege" ging - nicht fremdging, aber mir nicht ständig nachsetzte - und es war nicht Verlustangst oder Eifersucht - sie gab mir einfach die Chance, meine Bewegungsrichtung wieder zu ändern - und verstand danach besser, was mir gefehlt hatte, weil sie selbst von dem Mehr an "Ich" gekostet hatte und daran Gefallen fand.

Funktioniert übrigens auch umgekehrt! Nur: ist nicht als Trick zu verstehen, sondern wirklich als eine Änderung der inneren Anspruchshaltung. Das setzt aber voraus, die Unlust des anderen erst einmal nicht mehr als Zurückweisung zu empfinden.


Telefongeliebte
Geschrieben

Nun ja, nicht ganz das ideale Rezept für Familien, oder? Wir haben Kinder.. und man kann auch nicht sagen, dass mein Mann williger sei, seit ich unwilliger bin...
Viele Menschen, viele Wege!


Geschrieben

Die Antwort auf das Warum ist m.E. leichter zu finden als man denkt: eine Beziehung auf Basis eigener Wohnungen ist meist am leichtesten zu führen -



Stimmt leider nicht immer...wir sind weder verheiratet, noch leben wir zusammen.
Trotzdem ist Sex für uns zu einer allgegenwärtigen Problematik gewachsen, nach etlichen Gesprächen, kann ich einfach nur konstatieren, dass unsere Bedürfnisse so grundlegend verschieden sind, dass es keine Lösung gibt.

Er möchte mehr von mir (nach seiner religiösen Überzeugung), mehr Nähe, mehr "Ehe", ich nicht, ich brauche Freiraum...nein, nicht zum fremdpoppen, vielleicht ist dies tatsächlich der Grund, dass er einfach keine Lust mehr hat....ich weiß es nicht.

Bleibt die Tatsache, die mir sehr wohl bewusst ist, dass ich zu dieser moralisch verwerflichen Spezies gehöre, die ihren Partner betrügt, die Alternative wäre sich zu trennen...letztendlich weiß er genau, warum ich hier bin, möchte aber die letzte Konsequenz auch nicht...was nun?

Aber die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt, also wer weiß.....


Telefongeliebte
Geschrieben

Ich glaube es ist dir klar, dass es so nicht gutgehen wird? Vermutlich gibt es einfach zu viele Trennendes zwischen euch und stark unterschiedliche Libido ist ein gravierendes Manko für eine Beziehung.


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