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Adoption ?

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Habt Ihr selbst schon einmal nachgedacht, ein Kind zu adoptieren, oder seid Ihr gar selbst adoptiert worden ?

Was spricht dafür, was dagegen und bist zu welchem Alter sollte man selbst Kinder adoptieren können ?

Danke für Antworten / Anregungen


Geschrieben (bearbeitet)

Nein, über Adoption habe ich nicht nachgedacht, allerdings habe ich mich um die Pflegschaft für ein Kind bemüht, da es nicht bei seiner Mutter, die alkoholkrank war, leben konnte, und in einer Umgebung lebte, die in meinen Augen nur unwesentlich besser war.

Da ich das Kind sehr gut kenne, und das Kind auch mich, habe ich beim Jugendamt den Antrag auf Pflegschaft gestellt, und nachdem ich alle geforderten Seminare absolviert hatte, auch bekommen (das Jugendamt war mittelschwer irritiert, ist es doch ungewöhnlich, dass alleinstehende Männer solch einen Antrag stellen).

Wenn ihr die Möglichkeit habt, und einem Kind damit aus einem nicht wirklich kindgerechten Umfeld, in ein vernünftiges Leben helfen könnt, dann tut es.
Das was ihr von dem Kind an Freude, Liebe und Glück geschenkt bekommt, ist mit nichts auf der Welt zu bezahlen, da wiegen die Sorgen die man dadurch mehr hat nicht viel.



PS: Wenn Du mehr wissen möchtest, Du hast meine Nummer


bearbeitet von sumatic
Telefongeliebte
Geschrieben

Willst du hier mal etwas andere Themen reinbringen?? Warum nun dieses Thema?

Als es bei uns mit dem Nachwuchs nicht klappte, habe ich mich schon intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt. Als Adoptionseltern zugelassen zu werden ist nicht einfach, denn man wird sehr intensiv überprüft und muss jahrelange Wartezeiten in Kauf nehmen. Deutsche Säuglinge stehen kaum zur Verfügung, daher hätte es wohl ein älteres Kind oder eines aus einem armen Land sein müssen - was alles nicht unproblematisch ist. Es ist ja sehr umstritten, ob es Sinn macht, Kinder aus einem völlig anderen Kulturkreis zu holen. Wenn ich mir allerdings ansehe, unter welchen Umständen sie in ihrer Heimat aufwachsen müssen...
Dann hat es aber doch noch mit eigenen Kindern geklappt...

Hier habe ich mal mit einem Mann telefoniert, der die Kinder erst als Pflegekinder bekam und beide dann adoptieren konnte.


Geschrieben

Willst du hier mal etwas andere Themen reinbringen?? Warum nun dieses Thema?



Ich bin trotz mancher Aussagen und Themen ein sehr ernsthafter Mensch bei einigen Themen und Du darfst mir glauben, dass es auf der Welt eine ganze Menge Dinge gibt, die mich beschäftigen.

Mehr möchte und werde ich darauf nicht eingehen.

Zum Thema selbst:

Ich lebe in "gesunden" Verhältnissen und habe bereits Erwachsene Kids. Ich sehe jedoch auch sehr viel Elend und frage mich, ob Adoptionen nicht manches mal besser wären für ein Kind, obwohl die Familie natürlich auch unbedingt wichtig ist.

Sicher ist es ein kompliziertes Thema. Mir schwirren jedoch oftmals viele Gedanken durch den Kopf ...............

Was ist richtig und was falsch ? Hilft man wirklich den Kindern ?


Telefongeliebte
Geschrieben

Laut vielen offiziellen Stellen, wäre es richtiger, Geld zu spenden um vor Ort SOS-Kinderdörfer zu bauen. Damit könnten die Kinder in ihrem Kulturkreis bleiben und gleichzeitig könnten sich noch Frauen dort als Kinderdorfmütter eine Existens aufbauen.

Ich kenne aber auch adoptierte brasilianische Jungs und für die war es ein unglaubliches Glück aus dem Elend herauszukommen.

Sumatic, du hast einen Pflegesohn aufgenommen? Finde ich sehr interessant, aber ich nehme an, er war nicht mehr so klein, denn sonst sind Behörden ja immer sehr unwillig, Kinder an Männer zu geben, oder?


Engelschen_72
Geschrieben

Ich bin so ein Kind , dem " geholfen " wurde .
Niedergeschrieben habe ich es hier

-> http://www.poppen.de/forum/showpost.php?p=221538&postcount=32 und hier
-> http://www.poppen.de/forum/showpost.php?p=4007599&postcount=4

Ich finde es sehr mutig , wenn man ein fremdes Kind annimmt , man weiß nie , auf welches " Wagnis " man sich einlässt .
Und ich für mich weiß , daß meine Eltern die wichtigsten Menschen in meinem Leben sind , ich sie über alles liebe und ich auch dankbar bin , weil ich nicht weiß , wo ich heute ohne sie wäre .


Geschrieben (bearbeitet)

Was ist richtig und was falsch ? Hilft man wirklich den Kindern?


Ja, man hilft den Kindern, definitiv. Natürlich immer vorausgesetzt, dass man selber im Leben steht und ein verantwortungsbewusster Mensch ist.
Aber da wir uns ja zumindest vom Telefon kennen, mache ich mir da bei Dir keine Gedanken.
Wenn ihr mit dem Gedanken spielt, und die Beschränkung, die mit einem Kind natürlich wieder kommt (aber ihr kennt das ja) auf euch nehmen wollt, dann macht es.
Ein Kinderheim, egal wie gut es auch sein mag, ist kein Ersatz für die Nähe und Geborgenheit, die Sicherheit, die einem eine Familie gibt, auch wenn man "nur" adoptiert ist.

@Telefongeliebte, die Prüfungen können nicht streng genug sein, und ich würde mir wünschen, dass mehr Städte den Weg gehen, wie Nürnberg, und vor Adoption oder Pflegschaft ein Seminar setzen, dass man mit Erfolg bestehen muss.

@Geli


bearbeitet von sumatic
Geschrieben

"Wir" stecken mitten im Adoptionsverfahren.
Bei ernsthaftem Interesse am Thema gerne Gespräch per Nachricht ...


Geschrieben

@Geile72:

Wir 2 haben uns dazu ja ausgetauscht und ich bewundere Dich eigentlich nur. Und, Du weisst das. Danke für Deine Beiträge dazu

Laut vielen offiziellen Stellen, wäre es richtiger, Geld zu spenden um vor Ort SOS-Kinderdörfer zu bauen. Damit könnten die Kinder in ihrem Kulturkreis bleiben und gleichzeitig könnten sich noch Frauen dort als Kinderdorfmütter eine Existens aufbauen.



Ich möchte wirklich nicht alles verdammen, was bezüglich Spenden passiert , aber Erfahrungen und Erlebtes ...........

Wichtig ist natürlich der Kulturkreis. Da gebe ich Dir unumwunden Recht. Auch werden sicher die Erwartungen anderer Kulturkreise zu hoch gesetzt, wenn es um Adoptionen von Familie zu Familie über Kontinente geht.

Ich frage mich aber auch oftmals, ob man nicht auch - Jeder nach seinen Möglichkeiten - ein wenig dazu beitragen kann, Kindern eine Zukunft zu geben. Eine reale Zukunft .....

Natürlich können wir nicht alle Kinder adoptieren. Das ist mir sicher auch bewusst. Aber trotzdem kann man Kinder auch im ganz kleinen Rahmen helfen, wenn man sie nur an hört und Ihre Wünsche erkennt.

Wäre ich jünger, würden wir 2 sicher bereits einen kleinen Strahlemann mehr haben.


Geschrieben (bearbeitet)

Den Gedanken zur Übernahme der Verantwortung habe ich auch schon mal gehabt. Mitte 1989 nach einem Anruf Nachts um 2 Uhr. Auf der anderen Seite die minderjährige Freundin der Stieftochter die hilflos, heulend aber glücklich aus Ungarn / Österreich anrief...

Die Behörden haben dann einen weitläufigen Verwandten von ihr gefunden und die Bereitschaft und der Wille zu der sehr grossen Verantwortung wurden vom Schicksal nicht geprüft ...

Edit: Ungarn mit Österreich ergänzt


bearbeitet von Retra
Geschrieben

Danke Retra und liebe Grüsse nach drüben

Mal eine andere Frage dazu und bitte nicht falsch verstehen

Was sind für Erwachsene Gründe für eine Adoption ?

- Mitleid ?

- unerfüllter Kinderwunsch ?

??????????

Was meint Ihr ?

Sicher gibt es jede Menge anderer Gründe, aber ich hoffe, Ihr hättet welche


Engelschen_72
Geschrieben (bearbeitet)

Genau diese Frage ...

Was sind für Erwachsene Gründe für eine Adoption ?


habe ich meinen Eltern auch gestellt .
Es gab bereits ein leibliches Kind , meinen grossen Bruder , somit war es kein unerfüllter Kinderwunsch .
Mitleid war es auch keines .
Sie haben mir es so erklärt , daß sie immer 2 Kinder wollten , dankbar für den gesunden Jungen waren und einem 2. Kind , was es nicht
" so gut " getroffen hat , eine sichere , stabile und liebevolle Zukunft ermöglichen wollten .
Und es ist ihnen gut gelungen .
Das waren die Beweggründe für meine Eltern .

... ich bewundere Dich eigentlich nur. Und, Du weisst das.


Wofür ?
Den offenen Umgang mit diesem Teil meines Lebens , den musste ich lernen .
Aber ich habe gelernt , daß es nichts ist , für was ich mich zu schämen hätte .


bearbeitet von Geile72
Telefongeliebte
Geschrieben

Retra, leider habe ich nicht verstanden, was du da geschrieben hast...

In Deutschland gibt es bei weitem nicht so viele Säuglinge, die für eine Adoption in Frage kommen, wie es adoptionswillige Eltern gibt. Daher suchen viele Familien ein Kind im Ausland.
Auch bei Adoptionen gibt es eine klare Rangordnungen: gesunde Säuglinge nur für besonders geeignete Eltern (jung, gesund, geordnete Verhältnisse und Finanzen...), dann wird abgestuft: ältere Kinder, Kinder mit Krankheiten oder Behinderungen, farbige Kinder, etc für "weniger optimale" Eltern.

Da ich fürchte, ihr seid nicht mehr so ganz jung, würdet ihr vermutlich ohnehin nur ein älteres Kind bekommen. Das mag eine sehr reizvolle Aufgabe sein, aber auch eine sehr, sehr schwierige, denn je länger ein Kind unter ungünstigsten Umständen aufgewachsen ist, desto mehr Schwierigkeiten werden sich ergeben. Das ist dann wirklich eine Aufgabe für besonders gefestigte Menschen mit guten Nerven.

Komischerweise werden Frauen, die ihre Kinder zur Adoption freigeben, meist als sehr schlechte Mütter angesehen. Im Gegensatz zu den Frauen, die ihr Kind lieber abgetrieben haben. Wenn eine Frau ungewollt schwanger ist und sagt, unter den derzeitigen Umständen kann ich kein Kind großziehen, es folglich zur Adoption freigibt, dann verdient diese Frau großen Respekt. Denn die allermeisten Adoptiveltern werden sich deutlich mehr um ihr "Wunschkind" kümmern als manche Eltern, die diese Rolle nur widerwillig übernommen haben.


Geschrieben


Auch bei Adoptionen gibt es eine klare Rangordnungen: gesunde Säuglinge nur für besonders geeignete Eltern (jung, gesund, geordnete Verhältnisse und Finanzen...), dann wird abgestuft: ältere Kinder, Kinder mit Krankheiten oder Behinderungen, farbige Kinder, etc für "weniger optimale" Eltern.



Dir ist bewusst, was Du grad da vom Stapel gelassen hast ? Ich denke, Du kannst mir das sicher irgendwie belegen - gerne auch per PN

Unglaublich, sorry


Da ich fürchte, ihr seid nicht mehr so ganz jung, würdet ihr vermutlich ohnehin nur ein älteres Kind bekommen. Das mag eine sehr reizvolle Aufgabe sein, aber auch eine sehr, sehr schwierige, denn je länger ein Kind unter ungünstigsten Umständen aufgewachsen ist, desto mehr Schwierigkeiten werden sich ergeben. Das ist dann wirklich eine Aufgabe für besonders gefestigte Menschen mit guten Nerven.



1. Wir sind derzeit nicht an einer Adoption interesiert - eben aus Altersgründen. Deshalb habe ich das Thema auch eröffnet. Eben weil es jetzt leider zu spät wäre , zumindest unserer Meinung nach

2. Wir könnten ohne jegliche Probleme auch ein "junges" Kind adoptieren ( auch ohne den evtl vorhandenen fin. Rückhalt - siehe es einfach mal als gegeben an..........

3. Wir haben bereits Kinder gaaaaanz gross gezogen und mussten mit Sicherheit so einiges an Nerven aufbringen


Geschrieben (bearbeitet)

Retra, leider habe ich nicht verstanden, was du da geschrieben hast...

... sorry, ist schon lange her.

OT zum allgemeinen Verständnis von Prof. Wiki:

1988 trat der nun schon greise Kádár unter dem Druck der Verhältnisse auf einem Sonderparteitag der Staatspartei USAP zurück, Nachfolger wurde Károly Grósz. Auch in der kommunistischen USAP gab es oppositionelle Stimmen, die freie Wahlen und den Abzug der sowjetischen Truppen forderten.

Dies leitete die Grenzöffnung nach Österreich und damit die Zerschneidung des Eisernen Vorhangs ein. Am 27. Juni 1989 durchtrennte Gyula Horn, der ungarische Außenminister, zusammen mit seinem österreichischen Amtskollegen Alois Mock in einer symbolischen Aktion den Stacheldraht an der Grenze zwischen Österreich (Nickelsdorf) und Ungarn (Hegyeshalom). DDR-Bürger, die in Ungarn Urlaub machten, nützten die Gelegenheit, über Österreich nach Westdeutschland zu gelangen.


Ende OT + Danke für Wohlwollen


bearbeitet von Retra
Engelschen_72
Geschrieben

Auch bei Adoptionen gibt es eine klare Rangordnungen: gesunde Säuglinge nur für besonders geeignete Eltern (jung, gesund, geordnete Verhältnisse und Finanzen...), dann wird abgestuft: ältere Kinder, Kinder mit Krankheiten oder Behinderungen, farbige Kinder, etc für "weniger optimale" Eltern.


Ich habe selten so einen geballten Mist gelesen !!!!
Das heisst also , daß behinderte Kinder oder ältere Kinder in Familien kommen , die nicht so " geeignet " sind ?
Lass dir gesagt sein , daß das Verfahren , um ein Kind zu adoptieren , sehr , sehr streng ist und da zum Glück nicht nach deiner Meinung selektiert wird !
Unglaublich


xxTashaxx
Geschrieben (bearbeitet)

Danke Geli!!!, ich war schon in Versuchung, der Telefongeliebten eine längere Erklärung zu geben.
Ich könnte und wollte mehr schreiben, aber ich lass es einfach. Dazu ist das Thema zu ernst!


bearbeitet von xxTashaxx
Tausche grosses E gegen kleines e aus
Geschrieben

Hallo,
ich weiß, dass es sehr strenge Regeln im Adoptionsrecht gibt. So darf das Adoptionspaar ein gemeinsames Alter von 60 Jahren nicht überschreiten, also entweder jeder beiden ist 30 Jahre oder einer 25 und der andere 35 usw.

Ist das Adoptionspaar in einem gemeinsamen Alter von z.B. 68 Jahren, könnten sie ein 8jähriges Kind bekommen, allerdings erst als Pflegeeltern und spätere Adoption nicht ausgeschlossen. Der bittere Nachgeschmack ist hierbei, dass dadurch die Möglichkeit des *Rückgaberechts* gegeben wird.

Geli, die Offenheit deiner Eltern haben dich zu dem besonderen Menschen gemacht, der du bist.

LG Mondi


Telefongeliebte
Geschrieben (bearbeitet)


Das heisst also , daß behinderte Kinder oder ältere Kinder in Familien kommen , die nicht so " geeignet " sind ? Lass dir gesagt sein , daß das Verfahren , um ein Kind zu adoptieren , sehr , sehr streng ist und da zum Glück nicht nach deiner Meinung selektiert wird !
:


Es tut mir leid, wenn du dich da auf den Schlips getreten fühlst, aber du hast mich da völlig falsch verstanden. Ich will damit nicht sagen, dass diese Eltern weniger geeignet oder überprüft sind, sondern es gibt eben klare Richtlinien, nach denen Kinder vergeben werden. Beispielsweise hätten Ex-Kanzler Schröder (zu alt) oder Patrick Lindner (schwule Lebensgemeinschaft) vermutlich keinen regulären deutschen Säugling bekommen und haben daher russische Kinder adoptiert. Dass diese Kinder kein bisschen weniger wert sind, steht außer Frage!

Aus dem Familienhandbuch des Staatsinstituts.
"Die untere Altersgrenze für Adoptiveltern ist auf 25 und 21 Jahre für Ehepaare bzw. auf 25 Jahre für Alleinstehende herabgesetzt worden, um zu erreichen, dass Säuglinge und Kleinkinder zu möglichst jungen Eltern vermittelt werden (§1743 BGB). Eine obere Altersgrenze kennt das deutsche Adoptionsrecht im Gegensatz zu vielen ausländischen Rechtsordnungen nicht. Die sozialpädagogische Praxis schließt jedoch aus der Forderung des Gesetzgebers nach einem natürlichen Eltern-Kind-Verhältnis, dass Säuglinge und Kleinkinder nicht an Adoptiveltern vermittelt werden sollten, die wesentlich älter als 35 bis 40 Jahre sind. Das schließt ältere Ehepaare nicht von der Möglichkeit einer Adoption aus, führt jedoch dazu, dass die Vermittlungsstellen solchen Bewerbern nur ältere Kinder im schulpflichtigen Alter oder Jugendliche zur Aufnahme vorschlagen."

Ist doch auch klar: Wenn in Deutschland ein gesunder Säugling zur Adoption freigestellt wird, stehen diesem Kind zahlreiche adoptionswillige Eltern gegenüber. Folglich bekommen diejenigen Eltern das Kind, die oben auf der Liste stehen, also die besten Voraussetzungen erfüllen.

Ist das Kind aber älter, hat Gebrechen oder andere Negativprognosen (z.B. alkoholkranke Mutter), werden sich für dieses Kind weniger potentielle Eltern finden, so dass auch Eltern zum Zuge kommen, die eben für einen Säugling nicht in Frage kommen.

Das sind nicht meine "Selektionsgründe" sondern das ist - so makaber das in dem Zusammenhang klingt (bitte nicht wieder fehlinterpretieren) , schlicht Angebot und Nachfrage. Es hatte seinen Grund, warum ich "weniger optimale Eltern" in Anführungszeichen gesetzt hatte!
Genauestens überprüft sind in Deutschland aber alle legalen Adoptionen!


bearbeitet von Telefongeliebte
Geschrieben

Wenn in Deutschland ein gesunder Säugling zur Adoption freigestellt wird,......



Wenn, dann bitte richtig; Auch ein gesunder Säugling kann von einer alkoholkranken Mutter und/oder Erzeuger stammen. Nach deutschem Adoptionsrecht wird den Adoptiveltern dieser Makel nicht mitgeteilt.
Einzige Ausnahme: Wenn die Mutter und/oder der Erzeuger dieses Säuglings HIV-infiziert ist/sind, dann muss es den Adoptiveltern mitgeteilt werden. Schon allein aus dem Grunde, weil die Adoptiveltern besondere Schutzvorkehrungen treffen müssen z.B. beim Windelwechsel, baden, pudern etc. mit Schutzhandschuhen/Mundschutz usw. Ein Säugling hat nicht gleich den HIV-Titer in sich, aber es kann innerhalb der ersten 3 Lebensjahre ausbrechen oder es bleibt nach dem 3. Lebensjahr davon verschont.


Telefongeliebte
Geschrieben

Monddiamant, danke für diese Infos, wusste ich so nicht! Allerdings gibt es natürlich viele Krankheiten/Behinderungen (Fachleute erkennen auch Schädigungen durch massiven Alkoholmissbrauch, Fetales Alkoholsyndrom, oft recht schnell), die gleich offensichtlich sind.


Geschrieben

Hier mal die aktuelle Richtlinie, um die Diskussion wieder ins richtige Gleis zu bringen:

Adoptionsvoraussetzungen

Annehmende können sowohl Ehepaare als auch Alleinerziehende sein. Wird ein Kind durch ein Ehepaar aufgenommen, ist die Adoption in der Regel nur gemeinschaftlich möglich. Eine Ehe ist nicht unbedingt notwendig, dies wird jedoch von jeder Adoptionsvermittlungsstelle unterschiedlich gehandhabt. Das Mindestalter beträgt 25 Jahre bei dem einen, 21 Jahre beim anderen Adoptivelternteil (25 Jahre bei der Adoption durch eine Einzelperson). Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter empfiehlt einen Altersabstand von maximal 40 Jahren zwischen Adoptiveltern und Adoptivkind. Auch die Frage der Berufstätigkeit der Adoptiveltern spielt keine geringe Rolle; sollen Kinder unter 10 Jahren adoptiert werden, legen die Jugendämter meist Wert darauf, dass eines der Elternteile nicht oder nur geringfügig beschäftigt ist, um sich ausreichend der neuen Aufgabe widmen zu können. Das Vorhandensein ausreichender Wohnverhältnisse wird vom Jugendamt ebenso geprüft wie psychologische Eignungskriterien bei den Adoptivbewerbern (partnerschaftliche Stabilität, Erziehungsziele, Konfliktlösungsstrategien, emotionale Offenheit und Ausdrucksfähigkeit). Andere Fragen, etwa solche der Religionszugehörigkeit, spielen in jüngerer Zeit bei der Frage der Adoptionseignung keine Rolle mehr. Adoptivbewerber müssen ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, wobei nur einschlägige Vorstrafen (z. B. Sexual- oder Körperverletzungsdelikte) einen Hinderungsgrund darstellen. Zudem wird ein Gesundheitszeugnis verlangt, das aber in der Regel von den Hausärzten ausgestellt werden kann bzw. wird ein Vordruck ausgehändigt, den die Hausärzte ausfüllen. Es wird u. a. vorausgesetzt, dass die Adoptivbewerber keine lebensverkürzenden, psychische oder Suchtkrankheiten haben.



Adoptionsvermittlung als Aufgabe im Kindeswohlinteresse

§ 2 Adoptionsvermittlungsgesetz überträgt den Jugendämtern die Aufgabe der Adoptionsvermittlung. Das vorbereitende Verfahren, um für Adoptiveltern suchende Kinder geeignete Eltern zu finden, ist in § 7 AdVermiG genau beschrieben. § 1744 BGB sieht eine angemessene Zeit (in der Regel 1 Jahr) der „Adoptionspflege“ vor, in der das Kind in der neuen Familie, begleitet vom Jugendamt, sich eingewöhnen und die Frage des Kindeswohls vom Jugendamt gegenüber dem Vormundschaftsgericht begutachtet werden soll. Ziel der Arbeit des Jugendamtes nach der neuen Konzeption ist es zu prüfen, ob die Adoptiveltern in der Lage sein werden, das Kind gefühlsmäßig als ihr eigenes anzunehmen und ihm möglichst gute Sozialisationsbedingungen zu bieten, was besonders bei schon größeren Kindern und bereits bestehenden Sozialisationsschäden von großer Bedeutung ist.

Vor allem bei älteren Kindern geht der „Adoptionspflege“ ein „Pflegschaftsverhältnis mit dem Ziel der Adoption“ voraus. Erst mit Einwilligung der leiblichen Eltern bzw. der gerichtlichen Ersetzung dieser Einwilligung wird aus der Dauerpflege eine Adoptionspflege.


Geschrieben

Hallo Su, was du anführst, ist das Adoptionsrechts auf Bundesebene. Dann gibt es aber noch die Ausführungen auf Landesebene und die können dann je nach Bundesland unterschiedlich sein.

(Von den abweichenden Gerichtsurteilen mal ganz zu schweigen)

LG Mondi
(die hier nur für Nds. sprechen kann)


Geschrieben

Mir haben die Bayern das da oben in die Hand gedrückt, erweitert um Länderspezifische Regelungen.

Aber allen Landesrechten liegt in diesem Bereich das Bundesrecht zu Grunde, so dass wir hier den kleinsten gemeinsamen Nenner haben


Geschrieben

Su, es freut mich immer wieder, wenn wir uns einig sind


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