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Angst vor realen Rollenspielen

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Guten Nachmittag werte Poppen-Gemeinde

Was macht uns zu dem was wir sind...Liebe, Vertrauen, Intelligenz, Neugier, vorausschauendes Handeln...aber auch unsere Träume und Fantasien...sie treiben uns an, und lassen uns wachsen. 

Jeder und jede von uns hat Fantasien, ob nun single oder in einer Beziehung...jedoch haben wir immer wieder die Erfahrung gemacht, dass sich diverse Personen nicht trauen ihre Fantasien(in gesetzlichem Rahmen) auszuleben, da sie Angst haben von ihrem Umfeld und ihren Mitmenschen verurteilt zu werden. Wir sind bereits lange in der Fetisch-und BDSM Welt unterwegs und haben Dinge gesehen und miterlebt, die für gewisse Personen verstörend waren und auf Unverständnis gestossen sind...jedoch sind wir der Meinung, dass mit dem/r geeigneten Partner/in sehr vieles erlebt werden kann. Dazu gehören auch tiefe, verdorbene Fantasien, welche man in realen Rollenspielen auslebt. Die Resonanz bzgl. gewisser Rollenspiele ist jedoch durchaus negativ, obwohl man sich dabei jederzeit in gesetzlichem Rahmen bewegt und diese Fantasien bei vielen Personen vorhanden sind. Wir fragen uns unter diesen Umständen, wieso das so ist? Wieso verurteilen beschränkt denkende Personen andere Leute, die ihre Fantasien so ausleben wollen? Reale Rollenspiele bieten eine Plattform für alle, um gewissen Fantasien nachgeben zu können. Was ist eure Angst? Wieso lebt ihr diese Fantasien nicht in solchen Rollenspielen aus? Ist es die Angst nicht der gesellschaftlichen Norm zu entsprechen? Die Angst davor, verurteilt zu werden? Oder die Angst, dass genau diese Fantasie gegen euch verwendet werden könnte?

Wir freuen uns über eure zahlreichen und geistreichen Rückmeldungen.

Geschrieben

Das Problem daran das andere darüber urteilen sehe ich nur darin, das diese Personen es selber nicht schaffen ihre Fantasien zu verwirklichen. Klar gibt es Sachen die für die einen oder anderen etwas komisch wirken, aber jeder sollte seine Fantasien verwirklichen die er hat.

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YoshiFtM
Geschrieben

Ich moechte nichts tun, was schmerzt oder wo man gefesselt wird. Aber ich wuerde niemals jemanden wegen seiner/ihrer Fantasie oder Vorlieben verurteilen.

Geschrieben

Ich sage dazu nur EINS #1....."SOLANGE ES DEN BETEILIGTEN GEFÄLLT, UND SIE SPAß DARAN HABEN, IST ALLES "IM LOT//GRÜNEN BEREICH"....🤗..WEITERMACHEN...🤗....!!!!!!!

SevenSinsXL
Geschrieben
vor 5 Minuten, schrieb Runshag:

Ich sage dazu nur EINS #1....."SOLANGE ES DEN BETEILIGTEN GEFÄLLT, UND SIE SPAß DARAN HABEN, IST ALLES "IM LOT//GRÜNEN BEREICH"....🤗..WEITERMACHEN...🤗....!!!!!!!

Schrei doch bitte nicht so!

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MissSerioes
Geschrieben

Ich bin da immer so zweigeteilt!:pensive:

Zu mal ich denke in der Gesellschaft in der ich lebe verkraftet noch nicht so vieles...und dieses wird auch noch dauern!

Ich glaube es gehört auch viel Mut dazu viel Rückrat sich auszuleben und dieses auch zu äußern schwierig....

Das fängt im Freundeskreis schon an.....Gewisse Leute können damit umgehen mit meinem Fetisch meiner devoten Schiene 

meinen besuchen in Swinger Clubs und andere Freunde verkleckere ich dieses nicht...weil sie das mit meiner Person gar nicht verarbeiten können!

Beruflich gehört alles Private sowieso nicht auf den Tisch ...und in der Familie ..meiner Mutter wird 80....und ich möchte auch das sie noch 81 wird!

Ich lebe hier auf den Kiez und hier herrscht so wieso eine große Toleranz Grenze!

Wenn Horst der Handwerker hier morgens im Kleid zum Brötchen holen geht ist das hier normal!

Wenn Nachts Herman im Taucheranzug ein Bier trinken weil ihn das geil macht ist er bekannt.

und wenn sich Dr. Dr Habermann sich abends in Kneipe anscheissen lässt weiss man geschlossene Gesellschaft!

Rollenspiele sind spannend aufregen beflügeln die Phantasie ..aber eben noch im abgedeckelten Kreis.

Ich glaube die Menschen sind auch überschwemmt worden mit dem was geht auf einmal....

vielleicht braucht die Gesellschaft noch etwas Zeit....und die sollte man ihr auch geben!

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Geschrieben

warum verurteilt ihr diese leute ? nicht jeder der fantasien hat will diese auch zwingend ausleben! und so jemanden dann dazu zu überreden hat nichts mit freier entscheidung zu tun! ihr erwartet tolleranz, dann seit es auch erstmal selbst !

MrsGrinch
Geschrieben

Wieso muss man Rollenspiele derart gestalten, dass andere es erst mitbekommen und dadurch erst in die Zwangslage kommen das für sich zu bewerten? Kann nicht jeder sein Ding einfach mal still und leise machen? Muss man das anderen aufzwingen?

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MrsGrinch
Geschrieben

Bzw ist es auch so, dass ein *Rollenspiel*, sobald man *Zeugen* einbindet, einfach für diese Leute kein Rollenspiel ist.

Ganz simples Beispiel, für die meisten vielleicht auch zugänglich:

 

*Sie* spielt an der Haustür, beim Weggehen öder wo auch immer eine Prostituierte.

Bitte was soll ein Nachbar oder zufällig getroffener Kollege denken?

Natürlich BIST du in dem Moment auch das was du darstellst. Zumindest für diese Person. Oder auch mehrere- wenn derjenige tratscht.

 

Es ist nur so lange ein RollenSPIEL wie alle Beteiligten vorher eingebunden sind und das ganze dann einen geschützten Rahmen und keine Zeugen hat.

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Geschrieben

Sehe ich auch so,solange man keine unbeteiligten mit reinzieht, ist alles okay. Und was sollen diese auch denken? Sie wissen es ja auch nicht. Nicht alles gehört in die Öffentlichkeit.

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primer
Geschrieben

Ich denke auch dass die Schnittstelle zum "echten Leben" das Problem ist, welches Ängste schürt.

Rollenspiele sollen ja auch "echt" wirken. Von aussen ist dann keine Grenze erkennbar.

Als weitere Schwierigkeit zum Thema "Grenze" kommt dazu, dass manche Leute derartige Spiele hernehmen um sichi dahinter zu verstecken. D.h. die Grenzen immer weiter zu verschieben und wenn es zu viel war hinterher zu sagen "das war doch nur ein Spiel".

SonnigUndHeiter
Geschrieben

Wenn Du Deine Phantasien im "Reallife" auslebst, machst Du Dich vor allem auch ein Stück verletzbar und schutzlos, das ist - glaube ich - der Punkt, der viele zurückschrecken lässt, dies offen auszuleben. Der nächste Punkt ist sicherlich das auf Hochtouren laufende Kopfkino in der Realität ohne Entäuschung umzusetzen.

nextdoorcock
Geschrieben

Meiner Meinung nach ist das ein Ausdruck der zunehmenden Intoleranz, die wir hier in den Diskussionen, aber auch in der Gesellschaft generell erleben. Wobei ich nicht sagen will, dass alle PEGIDA-Sympatisanten BDSM und Rollenspiele ablehnen...

MrsGrinch
Geschrieben

Vielleicht kann der TE ja mal erhellen von welcher Art Rollenspiele er spricht. Rape-Spiele am Bahnhof? Er mit Windel im Babydress auf der Strasse? Vollverkleideter Latexhase on Tour? Dann würde es einem vermutlich leichter fallen das einzuordnen.

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LushSin
Geschrieben

Mich würde auch erstmal interessieren um welche art rsp es hier geht, wo und wann diese ausgelebt werden.

Ich würde mich alles andere als prüde oder verklemmt oder intolerant bezeichnen, doch wenn ich mittwoch mittag eine reiterin samt “pferdchen“ in der s-bahn sehe, oder paulchen, 45jahre alt im rosa strampler bei karstadt in der kinderabteilung, könnt ich ausrasten. 

Seine fantasien ausleben ist wichtig und schön, solange man diese nicht menschen aufs auge drückt die damit nix am hut haben. 

Oma erna möchte bestimmt nicht sehen wiw paulchen in seinem strampler nen ständer bekommt wenn er sich ein paar neue bunte haargummis kauft... 

Genauso sehe ich das mit allen rollenspielen, fetischen und liebeleien an öffentlichen orten.

 

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Geschrieben (bearbeitet)

Vorweg: Gewisse Vorredner hatten durch unsere Frage bereits wieder das Gefühl, dass wir Rollenspiele als Voraussetzung sehen und diese Spiele auch anderen aufdrängen wollen. Das war nie das Thema. Wenn jemand seine Fantasien nicht ausleben will, braucht er/sie das auch nicht zu tun. Das stand so auch nie zur Diskussion. Deswegen bitten wir, die Kommentare bezüglich Toleranz zu unterlassen.

Unsere Frage bezieht sich auf die Personen, welche diese Fantasien wirklich ausleben wollen, aber sich uns gegenüber dann mit der Aussage: Ich habe Angst davor es zu tun, outen. Wenn man diese Personen darauf anspricht, können sie nicht erklären, woher diese Angst stammt und verzichten aufgrund dieser Angst darauf, das Rollenspiel in Angriff zu nehmen. Genau deswegen würden wir gerne eine offene und konstruktive Unterredung mit den hiesigen Mitgliedern über die entsprechenden Ängste führen, welche der Grund für das Nicht-Ausleben dieser Rollenspiele sein könnten.

Um einige Beispiele oben genannten Rollenspiele zu nennen: Petplay, Rape-Play, Ageplay (in jeglichen erdenklichen Rollen), Adult-Baby Play, Windelspiele, auch das bereits erwähnte Prostituierte-Freier Spiel etc. 

Wir sprechen auch nicht von Ausleben in der Öffentlichkeit, sondern definitiv in den eigenen 4-Wänden mit entsprechend gleichgesinnten Personen (also in geschütztem Rahmen).

Besten Dank für eure weiteren, konstruktiven Kommentare.

bearbeitet von NoblesseDumont
kismet23
Geschrieben

Das ist wirklich eine sehr interessante Frage. Euer zweiter Post hat für mich den ersten auch etwas verständlicher gemacht. Die Angst vor eigenen Phantasien ist ein interessantes Phänomen. Es findet sich jedoch nicht nur bei den Fetisch oder BDSM Phantasien, sondern auch bei "einfachen" wie einer Blowjobphantasie.

Ich denke diese Angst kommt aus einer Mischung aus Scham und Unsicherheit. Die Scham selbst, weil das Phantasierte vielleicht den eigen Moral und Wertevorstellung widerspricht, oder durch sozialisierung als "pervers" gilt und die Person in der Selbst- und Fremdwahrnehmung nicht als "pervers" angesehen werden möchte. Ist jetzt nur eine grobe Umschreibung, den Scham ist ein seltsames Gefühl und oft können Menschen die Scham empfinden, diese nicht selbst richtig auseinander nehmen und die Ursachen benennen.

Dann stet noch die Unsicherheit im Raum, verdeutlicht duch Ängste wie "Was wenn ich etwas spiele?" "Vielleicht mag ich es mittendrin nicht mehr, und dann sind die Mitspieler sauer." usw. Diese Unsicherheiten können sich mit einem Erwartungsdruck verbinden, und zu einem sehr unangenehmen Gefühlsmix werden.

Bemerkenswert ist das die Personen es zumindest schon geschafft haben, ihre Phantasie zu formulieren. Und damit schon einen ersten Schritt bei der Überwindung des Schamgefühls unternohmen haben.

Scham selbst ist ein "natürliches" Gefühl, nur über was wir uns schämen ist kulturbedingt. So denke ich zumindest. Eure genannten Beispiele an Spielen, kann ich mir gut als Schamauslöser für mitteleuropäische Sozialisierung vorstellen.

 

Kurze Definition zum Wort Scham:

Zitieren

Scham ist ein Gefühl der Verlegenheit oder der Bloßstellung, das durch Verletzung der Intimsphäre auftreten kann oder auf dem Bewusstsein beruhen kann, durch unehrenhafte, unanständige oder erfolglose Handlungen sozialen Erwartungen oder Normen nicht entsprochen zu haben.

Das Schamgefühl ist häufig von vegetativen Erscheinungen wie Erröten oder Herzklopfen (Palpitation) begleitet; manchmal auch von typischen körpersprachlichen Gesten wie dem Senken des Blickes. Die Intensität der Empfindung reicht von flüchtiger Anwandlung bis zu tiefster Beklommenheit. Scham tritt zum Beispiel bei empfundener Entblößung oder einem Ehr- oder Achtungsverlust im sozialen Umfeld auf.

Scham kann auch durch Verfehlungen oder empfundene Unzulänglichkeit (Peinlichkeit) anderer ausgelöst werden, die einem gemeinschaftlich verbunden sind. Hierfür ist mitunter der Neologismus fremdschämen gebräuchlich, der 2009 in den Duden aufgenommen und 2010 in Österreich zum Wort des Jahres gekürt wurde. In der englischen Sprache werden in der Wissenschaftsliteratur seit den 1980er Jahren die Bezeichnungen vicarious embarrassment (stellvertretende Peinlichkeit) oder empathic embarrassment (empathische Peinlichkeit) verwandt. Wikipedia

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annabell72
Geschrieben

Keiner kann   es sich leisten aus dem Job zu fliegen nur wegen einem Rollenspiel. Trauen würden sich  viele, nur sie denken weiter an die Konsequenzen und wägen es ab ob das Rollenspiel es wert  ist.

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DerLustvolle22
Geschrieben

Die hat jeder fenke ich ich konnte meine bis jetzt nicht ausleben egal ob beziehung oder nicht ich hoffe das ändert sich mal.

Geschrieben

Ich denke das,das,Hauptproblem das vertrauen ist , und natürlich der Mut fehlt zu sagen was Mann o Frau sich wuenschen . Hatte da in meiner letzten Beziehung Glück ,ueber das Thema könnte wir reden ,dafür ueber andere Dinge nicht ..ihr beide seid in der am Szene unterwegs ...da sind werde micht alltäglich e Sachen gemacht ....für aussenstehende ist das nicht normal . Dazu kommt noch das wir zwar in einer scheinbar aufgeklärt en Welt leben .aber dies nur vordergründig ist ....

Geschrieben

Wir danken euch für die weiterführenden und konstruktiven Kommentare, die zweite Runde ist wirklich sehr positiv und regt zum Nachdenken an. Hervorheben möchten wir vor allem den Kommentar von Kismet23. Toller post.

kleenesbiest
Geschrieben

Bist du dir sicher das das hier die richtige Plattform für Euch ist?

wild_pearl
Geschrieben

Also ich sehe das größte Problem, im ausleben solcher Fantasien, in dem fehlenden Vertrauen zueinander. Wenn man solche Spiele mit einem festen Partner macht, dann besteht ziemlich sicher ein festes Vertrauensverhältnis, nicht nur das Grundvertauen sondern ein tiefes Vertrauen .

Das ist eine ganz andere Basis als wenn man sich zwei mal gesehen hat und sich dann ausliefert. Bis zu einem gewissen Punkt möglich, doch... was wenn es mitten drin im Spiel kippt und er oder sie Hemmungen hat es zu sagen....wenn Gedanken solche Ansätze haben, dann ziehen sich die meisten zurück und ich denke das ist auch richtig so. 

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wild_pearl
Geschrieben (bearbeitet)

Wenn ich euer Profil lese wundert es mich ein bisschen das ihr euch diese Frage stellt. 

Ich denke das jeder der sich mit dem Thema bdsm vertraut gemacht hat, doch wissen müsste wie wichtig vertrauen dabei ist. Auch das manches nun mal in der Fantasie wirklich geil ist, doch ob man sie jemals ganz oder teilweise umsetzt liegt an so vielen Einzelheiten.

Oder habe ich eure Frage falsch verstanden?

Ok, ich habe übersehen das es vorrangig darum geht nicht aus den Gesellschaftlichen Normen heraus zu können...oder eben doch wollen. 

Dann ist man noch nicht bereit dazu, wenn der Wunsch groß genug ist dann lebt man es auch aus.... Vorausgesetzt eben diese erwähnte Vertrauensbasis kann geschaffen werden.

bearbeitet von wild_pearl
Nachtrag
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Biroser
Geschrieben

Rollenspiele simd Fantasie!

Und wer Fantasie nicht mag oder kann .. der/die haben ein echtes Defizit m.E.

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