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Anaconda_XS

Der Weg zum sexuellen Narzissmus!?

Empfohlener Beitrag

Limoges
Geschrieben (bearbeitet)

Ödipuskomplex?

„Die Steigerung der Erlebens, Handlungs- und Lebensmöglichkeiten, die Optionensteigerung ist der augenscheinlichste Vorgang der Moderne“

[Peter Gross]

 

Aber was geschieht mit den menschlichen Individuen der Zukunft?

Der biologische Sinn der menschlichen Sexualität ist zwar die Fortpflanzung und damit Mittel zum Zweck. Schon Freud erklärte Sexualität sei nicht nur zur Fortpflanzung, sondern diene der Triebbefriedigung, wobei die Lust Trieb und Instinkt verbindet, die durch ein Äußeres hervorgerufen wird, wohingegen der Instinkt vom Innen kommt. Eine solche im Wesentlichen reduktionistische Sicht wurde bereits von Jung, Frankl und Malinowski widerlegt.
Doch für den Menschen hat Sexualität auch noch mehrere Dimensionen als Selbstzweck. Der physiologische Sinn ist die Förderung der Gesundheit, der psychologische Sinn der Sexualität ist die Erfahrung von Distanz und Nähe der Geschlechter (die zu einer Bewahrung einer dauerhaft guten Beziehung führen kann), der philosophische Sinn ist die Anerkennung des Partners um seiner selbst willen, und der spirituelle Sinn die Vereinigung von männlichem und weiblichem Prinzip als symbolische Einheit der Dualität.

bearbeitet von BlueRibbon
Geschrieben

Ja da sehe ich allerdings auch große Probleme auf uns zukommen. Diese Entwicklung sieht man vor allem in Städten wo fast alle Menschen nur noch auf ihr Handy sehen und kaum den Blick höher als den Asphalt vor sich richten.

Limoges
Geschrieben
vor 28 Minuten, schrieb Schlacksio99:

Ja da sehe ich allerdings auch große Probleme auf uns zukommen.

In wie fern? Was genau sollen das für Probleme sein?

Diese Entwicklung sieht man vor allem in Städten wo fast alle Menschen nur noch auf ihr Handy sehen und kaum den Blick höher als den Asphalt vor sich richten.

Volle Zustimmung, wer aus Zeiten vor dem Mobiltelefon entspringt und auf Bolzplätzen anstatt im Internetcafe groß geworden ist, kann das nachvollziehen. Allerdings wurden alle einschneidenden Entwicklungen immer ein Stück weit verteufelt und kritisch gesehen. Würde bzw. hätte man aufgrund Bedenken immer alles im Keim erstickt, gäbe es keinen Vortschritt. Man kann allem immer etwas gutes und schlechtes abgewinnen. Es kommt immer auf den Blickwinkel an.

 

 

basti0704
Geschrieben

Was mir in Bezug auf die Umgangsformen in letzter Zeit sehr negativ aufgefallen ist, die Wörter "guten Tag", "bitte" und "danke" werden nur noch sehr selten benutzt. Sehr schade

Geschrieben

Zeiten ändern sich und irgendwann fangen wir wieder bei null an. 

Geschrieben

Kultur, Sozialverhalten und so weiter unterliegt einem ständigen Wandel. Mal zum besseren mal zum schlechteren. Selbst Knigge passt seine Tipps der Zeit an. Es wird immer einen gewissen Konsens geben wie man sich in der Gesellschaft zu verhalten hat. Also ganz entspannt... Narzissmus per muss nichts schlechtes bedeuten.

Anaconda_XS
Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden, schrieb BlueRibbon:

Aber was geschieht mit den menschlichen Individuen der Zukunft?

Der biologische Sinn der menschlichen Sexualität ist zwar die Fortpflanzung und damit Mittel zum Zweck. Schon Freud erklärte Sexualität sei nicht nur zur Fortpflanzung, sondern diene der Triebbefriedigung, wobei die Lust Trieb und Instinkt verbindet, die durch ein Äußeres hervorgerufen wird, wohingegen der Instinkt vom Innen kommt. Eine solche im Wesentlichen reduktionistische Sicht wurde bereits von Jung, Frankl und Malinowski widerlegt.
Doch für den Menschen hat Sexualität auch noch mehrere Dimensionen als Selbstzweck. Der physiologische Sinn ist die Förderung der Gesundheit, der psychologische Sinn der Sexualität ist die Erfahrung von Distanz und Nähe der Geschlechter (die zu einer Bewahrung einer dauerhaft guten Beziehung führen kann), der philosophische Sinn ist die Anerkennung des Partners um seiner selbst willen, und der spirituelle Sinn die Vereinigung von männlichem und weiblichem Prinzip als symbolische Einheit der Dualität.

Nun gut, der Satz als solches erlaubt natürlich Spielräume der Interpretation. Mir ging es mehr um das sinkende Verständnis für das Miteinander. Der Mensch ist bisher in seiner Evolution sehr anpassungsfähig geworden. Das aber auch auf Situationen. Aus Jagd wurde Ackerbau und endete in Städtebau usw. Mit dem Internet kam jetzt auf einmal eine virtuelle Welt in die bisherige hinzu. Auch da wird sich der Mensch irgendwie drauf einstellen und in seiner Entwicklung anpassen. Der Mensch ist noch lange nicht fertig und wird niemals fertig sein. Die Evolution wird niemals enden. Nur die Entwicklung beschleunigt sich in einer Art und Weise, das unser Gehirn nicht mehr folgen kann. Im Jahre 1975 kamen auf 5000 Menschen lediglich 1 Autist. Heute kommen auf 5000 Menschen schon fast 120 Autisten.  Das ist ein klares Zeichen von evolutionärer Veränderung. Es sind immerhin 500 Gene an unserer Hirnentwicklung beteiligt, die tatsächlich nur selten dieses Savant-Syndrom mit sich bringt. Die Fähigkeit zur Empathielosigkeit gipfelt nun mal im Autismus. Wenn man jetzt mal von den De-novo-Mutationen absieht, ist es durchaus vorstellbar, dass tatsächlich schon eine evolutionäre Veränderung zu einem technisch optimierten Menschen im Gange ist. Dieser ist nämlich längst nicht mehr so gut wie seine technischen Erzeugnisse. Aber wir sind bereits heute in der Lage die Fauna zu verändern und in unser eigenes Genom einzugreifen. Ich bin sogar überzeugt davon, dass der Mensch der Zukunft die Evolution seines Genoms beeinflussen wird. Aber unser Hirn ist nun mal dieser enormen Geschwindigkeit längst noch nicht gewachsen. Der menschliche Prozessor hat ja kaum x86 Format. Die Technik hat Pentium längst hinter sich gelassen und ist bereits im Core i7 Bereich. Und jetzt kommt auch noch ein Prozess hinzu, den eine Maschine nun mal nicht alleine regeln kann! "KULTUR"  Der wichtigste evolutionäre Sprung der Zukunft wird ein kultureller sein. Der Homo Sapiens ist auf dem Weg seine kollektive Empathie für sich als Art zu verlieren. Zur Fauna gehört nun mal an die eigene Sippe bzw. Nation zu denken. Und gerade in sexueller Hinsicht kann man heute diese evolutionäre Veränderung schon sehr gut erkennen. Kinder der Zukunft können im Grunde nur noch künstlich getunt und erschaffen werden. Also wird der Sex immer mehr zur Nebensache. Ich hoffe aber, dass er weiterhin die schönste Nebensache der Menschheit bleiben wird. Und jeder von uns alten Dinosauriern sollte die Emphatiefahne hochhalten! Sex für den Weltfrieden war gestern noch ein Werkzeug der Beeinflussung. Heute ist sogar dieses Werkzeug schon ein Oldtimer. Schade das ich heute zu einer Hochzeit muss. Ich habe nämlich grad voll Bock auf richtig schmutzigen, alten Sex von gestern :P

bearbeitet von Anaconda_XL
Freibschehler ;(
lookandlove
Geschrieben

Du redest von einem freien Internet!!! Das aber ist längst eine Illusion! Das muss man sich bei Deiner Frage immer bewusst machen. Somit findet Steuerung der Nutzer von außen statt, Und die geistige Entwicklung findet m. M. nur dann hervorragend durch Internetge brauch statt, wenn der einzelne User es intelligent nutzt.Auch das ist überwiegend auf individueller Ebene NICHT unbedingt ein Massenphänomen-oder? Was Massenaufklärung in der 2. und 3. Welt betrifft magst Du Recht haben mit Demokratisierung und Wissenserweiterung.Dort herrscht ein anderes Bildungslevel als Ausgangsniveau. Ist aber mehr eine politische Thematik und passt schlecht in dieses Forum. Ich bin der Meinung ohne Internet und Wischtelefone hätten wir heute keine Flüchtlingsbewegungen wie zu erkennen ist. Schaut man sich an,für welche Themen die Surfergemeinde die meiste Zeit aufwendet... oder schaut man sich ganz einfach mal an, wie hier der Umgangsstil in seinem Niveau i.Allgemeinen abgeschmiert ist bei der Art&Weise wie auf Frauen zugegangen wird,dann würde ich sagen, im Vergleich zur internetfreien Vergangenheit, dass beim Durchschnitt der User keinerlei HERVORRAGENDE geistige Entwicklung stattfand. . Ich lasse mir aber gerne das Gegenteil von Euch aufzeigen. Das Thema ist zu komplex um es hier sinnvoll zu besprechen. 😎

Anaconda_XS
Geschrieben
vor 2 Minuten, schrieb lookandlove:

Das Thema ist zu komplex um es hier sinnvoll zu besprechen

Freies Internet wäre zwar schön aber es ist nicht unbedingt das Problem. Ansonsten gebe ich dir vollkommen recht. Und sorry, ich kann mich nun mal schlecht anpassen :pensive:  Sinnvoll muss dieser Thread aber überhaupt nicht sein oder bleiben. Ich wollt doch nur mal einen eigenen Thread besitzen :relieved: Bisher habe ich nur kommentiert :flushed:  Vielleicht ist es auch besser so :persevere:  Ich muss jetzt leider off gehen, da ich zu einer Hochzeit in 200km Entfernung eingeladen bin.  Ich wünsche allen einen wunderschönen, sonnigen Samstag :kissing:

lookandlove
Geschrieben

Ja Ok.😎 Aber wenn Du auf die Hochzeit gehst heute... vielleicht gibt's dort Schafe . Fiel mir gerade so ein beim Zähne putzen mit Blick auf Dein "Ich habe nämlich grad voll Bock auf richtig schmutzigen, alten Sex von gestern" ...Schafe könnten da passen -oder? 😈😈😈 Kleiner Spass am Rande. Viel Spaß auf der Feier! 😎

Geschrieben

Fakt ist das soziale Kontakte durch das Internet nicht mehr in dem Ausmaß vorhanden sind wie es noch vor 10 Jahren einmal war!Man merkt diesen Wandel ja auch bei sich selbst...Ich denke das eine allgemeine vereinsamung stattfinden wird,bzw werden Freundschaften auf einer freundschaftsliste auf irgendeiner Plattform minimiert...Gesund ist dieser Wandel aus meiner sicht jedenfalls nicht!

Anaconda_XS
Geschrieben
vor 12 Minuten, schrieb Unbelehrbar86:

Gesund ist dieser Wandel aus meiner sicht jedenfalls nicht!

Cool, ich werde verstanden. Das Ganze sollte wirklich nur ein Appell an die Menschlichkeit sein. Denkt mal an den Film "I Am Legend" und stellt euch vor ganz allein auf dieser Erde zu sein. Dann wäre man froh über jedes noch so große Arschloch. Kein Mensch ist vollkommen. Keiner ist wie der andere und wenn es auch nur am Fingerabdruck liegt. Toleranz wird mittlerweile sehr intolerant eingefordert. Warum wird das Internet nur so missbraucht. Man muss es ja nicht in seiner gesamten Vielfalt nutzen. Jeder so wie es ihm Vorteile bringt. Wer nutzt schon sämtliche Features jeder technischen Errungenschaft. Viele werden ja ähnlich missbraucht. Man denke nur an ein Messer oder eine Schusswaffe. Selbst gut gemeintes Pfefferspray zur Abwehr wird von Tätern genutzt. Und hier werden auch schon einige zu sehr gemeinen Tätern. Es ging mir wirklich nicht nur um Niveau, sondern vielmehr um Umgangsformen. Von Nächstenliebe kann man ohnehin nur noch träumen. Ich wollte eigentlich überhaupt nichts mehr kommentieren aber mein Handy klingelt in einer Tour. Das mit den Kommentarbenachrichtigungen habe ich wohl unterschätzt. Kaum duschen war in Ruhe möglich. Nein einen eigenen Thread zu haben, hatte ich unterschätzt. Ich lasse mein Handy besser zu Hause. So, "ich bin dann mal weg".  Schäfchen, macht euch bereit für ein Schäferstündchen, der Schäfer naht. :P

Geschrieben (bearbeitet)

Das ist so wie in 1884 , Equilibrium und so weiter, schaut euch nur an was heute als Hass, Fremdenfeidlichkeit und Sexsismus gekennzeichnet wird. Vor 10-20 jahren als ich Kind war hätte man einfach gesagt verpiss dich ! Heute gehen dafür Menschen in den Knast oder Zahlen strafen.

Facebook und co entwickeln  Gesichtserkennungssoftware für Geheimdienste und Regierungen da ist es vollkommen egal ob man Bikini oder Burka trägt.

Früher sagte man Schwul ist Cool um die Schwulen ein bischen zu necken Heute wird alles was sich LGBRQ..... nennt in den Himmel gelobt obwohl Menschen die tatsächlich Homosexuell sind ca 1% der Bevölkerrung sind.

vor 7 Stunden, schrieb Anaconda_XL:

. Zur Demokratisierung und geistigen Entwicklung ist das Internet garantiert hervorragend geeignet. Aber was geschieht mit den menschlichen Individuen der Zukunft?

Das würde ich eher nicht sagen du hast zwar eine Bandbreite und wirklich jede Information die du willst in Sekunden schnelle , nur werden Informationen noch viel schneller unterdrückt, verfälscht, unzugänglich gemacht oder einfach negativ konotiert so das diese auszusprechen einfach zur" gefahr" wird.

Die Zukunft wird eine despotie werden ganz ohne zweifel, frühsexalisierrung und freie "Liebe"/ Sex wird uns massiv zurückwerfen, den dann wird man hier die frage :" Ich Wichse 10x am Tag ist das Normal?" nicht mehr lesen den dann ist das normal. Freie Liebe in der Sovjetunion hat dazu geführt das auf ein Baby vierhundert abtreubungen gekommen sind.

Dazu kommt noch das Bildschirme deinem Gehirn schaden und schnelle begegte Bilder und ständiger Imput deine Konzentrationsfähigkeit verstören. Und es ist viel leichter Youtube zu schauen als ein Buch zu lesen.

vor 3 Stunden, schrieb DieFrauLehrerin:

Kultur, Sozialverhalten und so weiter unterliegt einem ständigen Wandel. Mal zum besseren mal zum schlechteren. Selbst Knigge passt seine Tipps der Zeit an. Es wird immer einen gewissen Konsens geben wie man sich in der Gesellschaft zu verhalten hat. Also ganz entspannt... Narzissmus per muss nichts schlechtes bedeuten.

Kultur, Sozialverhalten und so weiter unterliegt einem ständigen Wandel das stimmt allerdings wird sowas immer von außen bestimmt durch Vorbilder oder Archetypen und du kannst ja sehen wo diese Heute her kommen .

Narzissmus ist immer schlecht nur ist er nicht immer schädlich ausgeprägt Narzissmus als solches hat jeder . Nur nicht jeder hat 1000 selfies auf Facebook.

 

Ich trauere etwas den alten Philosophen nach weil in deren Gedankenwelt noch etwas existiere was sich "Menschwerdung" nannte.

bearbeitet von Alpharius83
Geschrieben
vor 25 Minuten, schrieb Alpharius83:

Kultur, Sozialverhalten und so weiter unterliegt einem ständigen Wandel das stimmt allerdings wird sowas immer von außen bestimmt durch Vorbilder oder Archetypen und du kannst ja sehen wo diese Heute her kommen .

Narzissmus ist immer schlecht nur ist er nicht immer schädlich ausgeprägt Narzissmus als solches hat jeder . Nur nicht jeder hat 1000 selfies auf Facebook.

Du redest von pathologischen Narzissmus? Der hat eine andere Qualität als der verbreitet tolerierte Narzissmus. Ein Mensch der sich selbst in den Mittelpunkt stellt mag dir krank vorkommen. Nach deiner Logik müsste man allerdings einen Großteil der Chefs in Großkonzernen therapieren. Ein gewisses Maß an Narzissmus trägt jeder in sich. Frag sich nur wie ausgeprägt er ist.

OneNo
Geschrieben
vor 1 Stunde, schrieb Anaconda_XL:

Denkt mal an den Film "I Am Legend" und stellt euch vor ganz allein auf dieser Erde zu sein. Dann wäre man froh über jedes noch so große Arschloch. 

Wenn ich in dieser Situation wäre und ich träfe dann doch jemanden, der sich als Arschloch entpuppt - dann würde ich es essen...

Klingt vielleicht nicht nach einem allzu sozialen Verhalten, versinnbildlicht aber den folgenden Punkt:

Ist man nicht auf gewisse Dinge angewiesen (in diesem Beispiel: soziales Verhalten, um sich selbst auch einen Vorteil zu schaffen - und sei es auch nur, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen), so entfallen sie auch.

Und das ist im Endeffekt auch das Problem.

Im Internet "muß" man sich nicht auf eine Weise geben, die in der realen Welt zwangsläufig nötig ist, sodaß diese "Pflichten" hier eher entfallen.

Ist das gut? Eher nicht.

Ist es normal? Wir sind alle Menschen - mehr oder weniger.

Wem diese Sicht der Dinge zu zynisch ist, der sollte sich einmal fragen, ob er sich nicht auch nur ein einziges Mal gewünscht hat: "Einen Tag ohne Konsequenzen für meine Handlungen leben - was ich da nicht alles machen würde..."

Geschrieben
vor 30 Minuten, schrieb DieFrauLehrerin:

Du redest von pathologischen Narzissmus? Der hat eine andere Qualität als der verbreitet tolerierte Narzissmus. Ein Mensch der sich selbst in den Mittelpunkt stellt mag dir krank vorkommen. Nach deiner Logik müsste man allerdings einen Großteil der Chefs in Großkonzernen therapieren. Ein gewisses Maß an Narzissmus trägt jeder in sich. Frag sich nur wie ausgeprägt er ist.

Ja mag schon sein das ich pathologischen Narzissmus meine, hab mir das von einem erklären lassen, da gibt es wohl nur eine Skala und wenn man da genug Punkte aufgebaut hat ist man Narzisst. Ich will auch nicht über alle richten den diese Menschen leiden schon genug, es gibt nur Verhaltensweisen die diese Formen im Menschen Unterstützen das sehe ich Kritisch weil in jedem Menschen das Potential steckt narzistische Störungen zu entwickeln.

In jedem gesunden Menschen ist wohl er selber im Mittelpunkt es geht nur um Rücksichtslosigkeit, aber das ist Moralphilosophie da gibt es viele Ansätze, und Herren oder Sklaven Moral von Nietzsche wäre für jeden mal einen Blick wert.

Ja das ist was ich meine der Mensch ist imperfect

Notfallhamster
Geschrieben

Das beste was mir zu dem Thema einfällt ist folgendes. Man wirft eine Frage in den Raum deren beantwortung einen interessiert und alle sagen: Frag Google! Ansich nichts wildes, wenn das jedoch jemand aus der Runde sagt der sogar die Antwort darauf weis, dann Frage ich mich was falsch gelaufen ist. Die beiden Mädels die an der Haltestelle stehen und sich, während sie scheinbar miteinander whatsappen, in kurzen Sprachbrocken unterhalten die meist "Das schreib ich dir gleich!" beinhalten. Naja das sind wenig Beispiele die mir so den Tag über vor die Flinte laufen, jedoch Frag ich mich nichtmehr warum mir immer öfter Menschen begegnen die so Sozialkompetent sind wie ein Stein... durchs Fenster.

Geschrieben

Sozialverhalten und Kommunikation sind miteinander verbunden. Das Netz ändert die Art der Kommunikation und somit langfristig auch das Sozialverhalten.

Verminaard
Geschrieben

Diese "Schlagzeile" basiert auf welchen fundierten Forschungen?

Geschrieben
vor 16 Minuten, schrieb theblackstrat:

Sozialverhalten und Kommunikation sind miteinander verbunden. Das Netz ändert die Art der Kommunikation und somit langfristig auch das Sozialverhalten.

Und das künstliche begrenzen von Komunikation ist nicht gewollt und Komentarspalten werden nicht zensiert oder abgeschaltet.

vor 5 Minuten, schrieb Verminaard:

Diese "Schlagzeile" basiert auf welchen fundierten Forschungen?

Wenn du nur glaubst was dir ein Dr. sagt kann ich gerne ein neues Profil machen in dem ich einen habe. Das ist doch Teil des Problems , wissen ist überall das muss man nur nutzen wollen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 8 Stunden, schrieb Anaconda_XL:

Nun gut, der Satz als solches erlaubt natürlich Spielräume der Interpretation. Mir ging es mehr um das sinkende Verständnis für das Miteinander. Der Mensch ist bisher in seiner Evolution sehr anpassungsfähig geworden. Das aber auch auf Situationen. Aus Jagd wurde Ackerbau und endete in Städtebau usw. Mit dem Internet kam jetzt auf einmal eine virtuelle Welt in die bisherige hinzu. Auch da wird sich der Mensch irgendwie drauf einstellen und in seiner Entwicklung anpassen. Der Mensch ist noch lange nicht fertig und wird niemals fertig sein. Die Evolution wird niemals enden. Nur die Entwicklung beschleunigt sich in einer Art und Weise, das unser Gehirn nicht mehr folgen kann. Im Jahre 1975 kamen auf 5000 Menschen lediglich 1 Autist. Heute kommen auf 5000 Menschen schon fast 120 Autisten.  Das ist ein klares Zeichen von evolutionärer Veränderung. Es sind immerhin 500 Gene an unserer Hirnentwicklung beteiligt, die tatsächlich nur selten dieses Savant-Syndrom mit sich bringt. Die Fähigkeit zur Empathielosigkeit gipfelt nun mal im Autismus. Wenn man jetzt mal von den De-novo-Mutationen absieht, ist es durchaus vorstellbar, dass tatsächlich schon eine evolutionäre Veränderung zu einem technisch optimierten Menschen im Gange ist. Dieser ist nämlich längst nicht mehr so gut wie seine technischen Erzeugnisse. Aber wir sind bereits heute in der Lage die Fauna zu verändern und in unser eigenes Genom einzugreifen. Ich bin sogar überzeugt davon, dass der Mensch der Zukunft die Evolution seines Genoms beeinflussen wird. Aber unser Hirn ist nun mal dieser enormen Geschwindigkeit längst noch nicht gewachsen. Der menschliche Prozessor hat ja kaum x86 Format. Die Technik hat Pentium längst hinter sich gelassen und ist bereits im Core i7 Bereich. Und jetzt kommt auch noch ein Prozess hinzu, den eine Maschine nun mal nicht alleine regeln kann! "KULTUR"  Der wichtigste evolutionäre Sprung der Zukunft wird ein kultureller sein. Der Homo Sapiens ist auf dem Weg seine kollektive Empathie für sich als Art zu verlieren. Zur Fauna gehört nun mal an die eigene Sippe bzw. Nation zu denken. Und gerade in sexueller Hinsicht kann man heute diese evolutionäre Veränderung schon sehr gut erkennen. Kinder der Zukunft können im Grunde nur noch künstlich getunt und erschaffen werden. Also wird der Sex immer mehr zur Nebensache. Ich hoffe aber, dass er weiterhin die schönste Nebensache der Menschheit bleiben wird. Und jeder von uns alten Dinosauriern sollte die Emphatiefahne hochhalten! Sex für den Weltfrieden war gestern noch ein Werkzeug der Beeinflussung. Heute ist sogar dieses Werkzeug schon ein Oldtimer. Schade das ich heute zu einer Hochzeit muss. Ich habe nämlich grad voll Bock auf richtig schmutzigen, alten Sex von gestern :P

"...Also wird der Sex immer mehr zur Nebensache."

Ach, weißte... die Entwicklung von Sex-Robotern sind im vollsten Gange. Die kann man dann wie einen Staubsauger in einen Wandschrank stellen und x-beliebig rausholen, wenn einem gerade die pure Lust in einem ungünstigen Moment überfällt! Schönes Fest Dir trotzdem, wer weiß... manche Hochzeitsgäste landen heute noch beim Quickie in der Besenkammer! :v:

bearbeitet von Artellio
SonnigUndHeiter
Geschrieben

Ich würde fast noch einen Schritt weiter gehen: Die Knappheit in der Kommunikation begann schon vor dem Internet mit der 160-Zeichen-SMS, die auch die meisten - noch heute gültigen - Abkürzungen hervorgebracht hat.

Anaconda_XS
Geschrieben (bearbeitet)
Am 27.8.2016 at 11:13, schrieb OneNo:

Wenn ich in dieser Situation wäre und ich träfe dann doch jemanden, der sich als Arschloch entpuppt - dann würde ich es essen...

Klingt vielleicht nicht nach einem allzu sozialen Verhalten, versinnbildlicht aber den folgenden Punkt:

Ist man nicht auf gewisse Dinge angewiesen (in diesem Beispiel: soziales Verhalten, um sich selbst auch einen Vorteil zu schaffen - und sei es auch nur, um die eigenen Bedürfnisse zu befriedigen), so entfallen sie auch.

Und das ist im Endeffekt auch das Problem.

Im Internet "muß" man sich nicht auf eine Weise geben, die in der realen Welt zwangsläufig nötig ist, sodaß diese "Pflichten" hier eher entfallen.

Ist das gut? Eher nicht.

Ist es normal? Wir sind alle Menschen - mehr oder weniger.

Wem diese Sicht der Dinge zu zynisch ist, der sollte sich einmal fragen, ob er sich nicht auch nur ein einziges Mal gewünscht hat: "Einen Tag ohne Konsequenzen für meine Handlungen leben - was ich da nicht alles machen würde..."

So langsam kann ich den Kater ablegen, den ich heute durch die Wohnung getragen habe.  War jetzt doch mal neugierig was sich hier so getan hat. Eine Quintessenz benötige ich ohnehin nicht. Aber dieser Beitrag hat mir doch ein wenig zu denken gegeben. Jetzt aber nicht in die Richtig ob du den unsympathischen Menschen oder nur sein Arschloch essen würdest :stuck_out_tongue_closed_eyes:  Vielmehr frage ich mich gerade ob du meine Metaphern zur Verdeutlichung vom Sinn des Lebens sowie Nächstenliebe nicht so empfangen oder empfunden hast?  Du nutzt aber doch selbst versinnbildlichende Beispiele. Ich habe mit dem Beispiel ►"I Am Legend"◄ doch selbst nur ein wenig reale Welt ins Spiel bringen wollen. Damit wollte ich doch nur diesem Missstand bezüglich der Anonymität im Netzt verdeutlichen. Ich finde deine Aussagen deswegen aber nicht zynisch. Was nutzt einem ein Feind oder Gegner dem man nicht Vertrauen könnte. Das wäre das Gleiche als wenn man in dieser Situation auf ein Raubtier treffen würde. Da ginge es auch nur ums eigene Überleben. Der Mensch ist nun mal auch nur ein Raubtier. Aber im Gegensatz zum Tier sind es doch die kognitiven Fähigkeiten, die einen Menschen an die Spitze der Nahrungskette gebracht haben. Ganz entscheidend überzeugen mich aber bis heute die Studien rund um Kaspar-Hauser. Leider sind diese Studien seit dem dritten Reich genauso tabuisiert wie die wirklich schrecklichen Dinge des Nationalsozialismus. Man wollte damals ernsthaft mit diesen Methoden einen skrupellosen Soldaten erschaffen. Alles basierte auf den unmenschlichen Versuchen zur Sprachentwicklung des Kaisers Friedrich II. von Hohenstaufen, mit neugeborenen Kindern, die er den Eltern wegnehmen lies und sie ohne jegliche Zuwendung einfach nur füttern und wortlos pflegen ließ. Er wollte damit herausfinden welche Sprache sie nach dem Heranwachsen sprechen würden. Ob es mit der hebräischen Sprache, die älteste, oder andere, wie die griechische, die lateinische, die arabische oder gar die Sprache ihrer Erzeuger würde. Damals im 13. Jahrhundert mühte man sich aber genauso umsonst wie im dritten Reich. Die Experimente schlugen gründlich fehl, da sämtliche Kinder nach kurzer Zeit starben. Schade das diese Erkenntnisse eingefroren sind und es seitdem keine Lobby für weitere Studien gegeben hat. Vielleicht hätte die Bedeutung sowie die Art und Weise der Kommunikation dadurch einen ganz anderen Stellenwert in der heutigen Gesellschaft. Es macht doch nach wie vor, der Ton die Musik und nicht der Text. Zum Schluss möchte ich dir aber noch was Anderes mitteilen, dass mir seit deinem Beitrag durch den Kopf geistert. An einem Tag ohne Konsequenzen würde ich jedenfalls kein Arschloch essen :smiley: Wünsch dir alles Gute

bearbeitet von Anaconda_XL
Freibschehler ;(
OneNo
Geschrieben (bearbeitet)
vor 20 Minuten, schrieb Anaconda_XL:

Aber dieser Beitrag hat mir doch ein wenig zu denken gegeben. Jetzt aber nicht in die Richtig ob du den unsympathischen Menschen oder nur sein Arschloch essen würdest :stuck_out_tongue_closed_eyes: 

Damit wollte ich doch nur diesem Missstand bezüglich der Anonymität im Netzt verdeutlichen.

Ich meinte "das" Arschloch - der Mensch, der sich als solches entpuppt. ;)

 

Ja, den Punkt, den Du ansprechen wolltest, habe ich auch genau so aufgefaßt - darauf wollte ich mit diesem Beispiel und der anschließenden Überleitung hinaus.

Verhaltensweisen werden nur dann genutzt, wenn sie benötigt werden - und nötig werden sie nur dann, wenn ein Ziel erreicht werden kann, welches für einen selbst von Bedeutung ist (pointiert: ein egozentrisches Weltbild, welches die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund stellt und alle Handlungen darauf ausrichtet - selbst Handlungen, die, oberflächlich betrachtet, auch unter die Begriffe "Nächstenliebe" und "soziales Verhalten" fallen können).

Das Internet bietet Anonymität - daher sind Verhaltensregeln, die im realen Alltag vonnöten sind (um das eigene Leben zu verbessern und zu sichern), hier nicht primär vorgeschrieben. Nicht einmal sekundär. Es besteht kein Nachteil, jene Verhaltensregeln nicht zu befolgen, da die Bedürfnisbefriedigung (sich mitzuteilen; sich darzustellen; sich zu behaupten; etc) ohne diese erfolgen kann.

Ich schrieb:

Am 27.8.2016 at 11:13, schrieb OneNo:

Im Internet "muß" man sich nicht auf eine Weise geben, die in der realen Welt zwangsläufig nötig ist, sodaß diese "Pflichten" hier eher entfallen.

Das war die Aussage meines Beitrages - und der letzte Satz sollte nur verdeutlichen, daß diese Tendenz in jedem von uns schlummert - und wenn man im realen Alltag darauf verzichten könnte (da kein Nachteil zu befürchten), würden auch dort die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund rutschen, sodaß nicht nur mehr im Internet die Höflichkeit (kurz: soziales Verhalten) entfällt.

Genieß noch die Nachwehen der Feier und einen schönen Abend. ;)

bearbeitet von OneNo
Fehlerteufel gefunden und ausgemerzt
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